Hubert von Goisern greift Redakteur nach Bilderbuch-Kritik an

Der österreichische Musiker hat auf seiner Website einen offenen Brief verfasst. Dem Popkritiker des "Standard" wirft er darin "reflexartige Boshaftigkeiten" vor. Die Band hat mittlerweile auf Twitter reagiert.

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Hubert von Goisern – (c) APA/ROBERT JAEGER

"Wer ist hier plemplem und ballaballa?", titelt der österreichische Musiker Hubert von Goisern am Donnerstag seinen offenen Brief an die Tageszeitung "Der Standard", den die Zeitung seinen Angaben zufolge nicht veröffentlichen wollte. Unter dem provokanten Titel übt er heftige Kritik: "Der Redaktion fehlte es an Mut und Sportsgeist", so der Musiker. In dem Schreiben wendet sich der 64-Jährige an Christian Schachinger, den Verfasser der Kritik des neuen Bilderbuch-Albums "Magic Life", der dieser den Titel "Zwischen Plemplem und Ballaballa" gab. Schachinger bezeichnet die Hörer der international erfolgreichen österreichischen Band als "Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne", die Musik sei "aus der Schule des zünftigen Bauernrock". Diese Formulierungen ärgern Von Goisern.

Von Goisern findet die "reflexartigen Boshaftigkeiten" des Autors in einer "seriösen Zeitung wie Der Standard deplaziert" und rät ihm abschließend: "Versuch dich doch einmal an einem Roman und reagier dich an fiktiven Figuren ab – mit anderen Worten, werde selber Künstler". Dass Schachinger ein Kollege von ihm ist und seit Jahren selbst Musik macht, weiß Von Goisern offenbar nicht.

Die Band Bilderbuch hat am Donnerstagnachmittag auf Twitter reagiert:

>> Link zur Albumkritik auf "Der Standard"

>> Link zum offenen Brief von Hubert von Goisern

(Red.)

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