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Musikunterricht: Wien startet Pop-Akademie für Schüler

14.05.2012 | 14:22 |   (DiePresse.com)

Das Wiener Angebot in Sachen Musikunterricht wird ausgebaut: Ab Herbst 2012 wird im Gasometer die erste Pop-Akademie den Betrieb aufnehmen. Die Zielgruppe sind 12- bis 18-Jährige.

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Wien ist, wenn es um Musik geht, für Klassik bekannt. Das könnte sich bald ändern: Ab Herbst 2012 wird - im Rahmen einer von der Stadt initiierten Reform der Musikausbildung - im Gasometer die erste Pop-Akademie starten, verkündete Schulstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) in einer Pressekonferenz am Montag. Mit diesem neuen Ausbildungszentrum, das von einem privaten Partner betrieben wird, soll das Angebot im Musikunterricht erweitert werden. Hauptzielgruppe sind vor allem Zwölf bis 18-Jährige, die ihr Können ausbauen und spezialisieren möchten, wie betont wurde.

Unter dem Titel "Zukunftsbild Musik in Wien 2015+" hatte die MA 13 für Bildung und Jugend im vergangenen Oktober an allen Schultypen eine Umfrage mittels Fragebögen gestartet. Dabei ging es vor allem darum, das aktuelle Musikausbildungsangebot in Wien abzubilden. Insgesamt wurden 10.000 Fragebögen an alle Schultypen verschickt, wovon 7.900 zurückkamen.

26 Prozent der Schüler lernen ein Instrument

"Die Ergebnisse haben uns überrascht. Der Versorgungsgrad der Wiener Kinder und Jugendlichen in der Musikausbildung ist höher als erwartet", hob der Stadtrat hervor. Insgesamt lernen 26 Prozent der Schüler ein Instrument, wobei Klavier und Gitarre am beliebtesten sind. Elf Prozent der insgesamt 7.900 Befragten nehmen Singunterricht. Spitzenreiter waren dabei die Allgemein Höherbildenden Schulen (AHS) mit rund 35 Prozent, gefolgt von der Neuen Mittelschule (24,4 Prozent). Viel weniger Musikangebot gibt es laut der Umfrage an Hauptschulen (19,1 Prozent) und Polytechnischen Schulen (14,1 Prozent).

"Wie die Ergebnisse klar zeigen, müssen wir verstärkt an der Niederschwelligkeit der Angebote und der sukzessiven Integration von Musik in den Unterricht arbeiten", erklärte Oxonitsch. Außerdem ist eine zentrale Ansprech- und Beratungsstelle für das gesamte Musikausbildungsangebot geplant. Wiener Musikschulen (öffentliche sowie private, Anm.) würden daher gemeinsam mit etablierten Wiener Orchestern an Strategien arbeiten, den Stellenwert der Musikstadt Wien und das Angebot auszubauen, hieß es.

Pop war bisher Magenlware

Popular- und Weltmusik zu erlernen, war bisher Mangelware: "Diese Lücke schließen wir heuer im Herbst", zeigte sich Oxonitsch, der laut eigenen Angaben als Jugendlicher selbst einmal Pop-Musiker werden wollte, erfreut. Im Wiener Gasometer, Turm B, werden zu Beginn des kommenden Schuljahres 120 junge Musiker ausgebildet. Träger der Einrichtung ist die Johann Sebastian Bach Musikschule der Diakonie: "Unsere Zielgruppe sind die Zwölf bis 18-jährigen, die in einer Band spielen oder etwa Songschreiben lernen wollen", betonte der künftige Leiter Hanns Christian Stekel. Neben Instrumentalunterricht und Studioarbeit soll es auch Workshops mit bekannten Musikern geben, kündigte Stekel an.

Anmelden können sich alle Musikinteressierten zwischen zwölf und 18 Jahren bis 15. Juni per E-Mail an mail@bach-musikschule.at oder direkt in der Johann Sebastian Bach Musikschule. Voraussetzungen sind gute Kenntnisse in einem Instrument sowie, so hieß es, hohes Engagement.

Stadt Wien fördert mit 1,2 Millionen Euro

Die Stadt Wien unterstützt den Aufbau des Ausbildungszentrums für Popular- und Weltmusik mit insgesamt 1,2 Mio. Euro. Für die Schüler werde es bei Bedarf Stipendien geben, versprach Stekel. Die Kosten der speziellen Musikausbildung würden pro Jahr zwischen 810 und 950 Euro betragen.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Wenig Begeisteter
15.05.2012 15:33
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Schaun wir mal

Bleibt zu hoffen, dass die Ausbildung dort ein anderes Niveau bietet als "die" Österreichische Popmusikszene. Wäre es nicht sinnvoller die viel zu kurz gehaltenen Musikschulen (Stichwort: mehr Lehrpersonal und mehr Musikschulplätze) endlich auszubauen - Es gibt ja mehr als genug Popularmusikpädagogen z.B. von der MDW und vom Konservatorium-Wien ("Jazzkons"), die für diesen Bedarf in die Musikschulen integriert werden können...

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Abermals beweist die Stadt Wien,...

..daß sie weder planerische, sowie unternehmerische Kompetenz besitzt und unerhört erfahrungsresistent ist.
Die "Shopping Mall" des Gasometers, in der sich dann auch die Musikschule befinden soll, wird von zwei gemeinnützigen (sic!) Wohnbaugesellschaften mittels der "GSE Gasometer Shopping– und Entertainment Center Vermietungs GmbH" verwaltet. Wie schon der Rechnungshof bestätigt hat sind hierbei bis 2009 die nicht unerhebliche Summe von 20,95 Mio € an Verlusten angefallen; negatives Eigenkapital 16,14Mio €. Gott sei Dank wurde das Unternehmen saniert, und so konnte 2010 nur mehr ein Verlust von 560 000 € ausgewiesen werden.
Naheliegend in so ein nachhaltiges Konzept ruck-zuck 1,2 Mio zu investieren. Die Verwaltungs und Personalstruktur beizubehalten ist natürlich auch vollkommen logisch und nachvollziehbar.

Gast: löwenzahn
14.05.2012 20:33
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Kommunismus?

In Frankreich schickt man schon Zweijährige in die "Ecole maternelle". Kommunismus?
Schulpflicht herrscht nahezu weltweit, zumindest europaweit und hat mit Kommunismus wenig zu tun.
Auch über verschiedene FH - Lehrgänge kann man geteilter Meinung sein, warum soll es nicht auch eine "popakademie" geben, Geschmäcker und Studienwünsche sind ebenso verschieden wie Begabungen.

Gast: 1. Parteiloser
14.05.2012 16:28
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Nur im Kommunismus.....

Nur im Kommunismus dringen die Regierenden tief in das persönliche Leben der Menschen ein.

Nur im Kommunismus verpflichten die Regierenden die Eltern deren Kinder in den Kindergarten zu geben (Ö)

Nur im Kommunismus gibt es Staatsunternehmen, welche den Aufgaben gegenüber der Gesellschaft schlecht nachkommen (sehr viele in Ö, auch die Genossenschaftsbanken)

Nur im Kommunismus gibt es Normschulen für alle Bürger, welche auch verpflichtend besucht werden müssen (NMS)

Nur im Kommunismus verfügt der Staat über die wirtschaftliche Leistung der einzelnen Menschen mit über 40% an Abgaben. (Ö)

Nur im Kommunismus werden kaputte Minibanken mit den Zwangsabgaben der Bürger am Leben erhalten und können weiteren Schaden anrichten Kommunalkredit (HGAA, Hypo Tirol)

Nur im Kommunismus definieren die Politiker die ethischen Grundlangen für die anderen Menschen (Spindi heute)

Nur im Kommunismus verwenden die Politiker die Zwangsabgaben um private Interessen weniger Mitmenschen (aktuelles Beispiel) und vor allem der eigenen Interessen (überall in Ö) zu finanzieren.

Nur im Kommunismus wird automatisch abgewirtschaftet, weil Planwirtschaften immer Mangelwirtschaften sind. Riesige geschützte Bereiche, Förderwahnsinn und Frühpensionswahnsinn erbringen einfach keine Leistungen zur Versorgung der Gesellschaft (ganze EU)

Sicher ist aber, dass der Kommunismus, auch der Europäische Kommunismus, niemals finanzierbar sein wird, auch wenn es lange zum Ende dauert.

Antworten Gast: leherer
14.05.2012 20:35
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Re: Nur im Kommunismus.....

Thema verfehlt, schwaches politisches und geschichtliches hintergrundwissen, setzen 5

Platten der Woche