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Trackshittaz: "Wir haben einen Niederschlag erlebt"

23.05.2012 | 10:51 |   (DiePresse.com)

Die österreichischen Teilnehmer des Eurovision Song Contests müssen wieder zurück ins Mühlviertel "wackeln". Hoffelner hat sich verletzt, der ORF-Unterhaltungschef zollt den Trackshittaz großen Respekt.

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Die Trackshittaz haben es nicht geschafft: Die beiden Mühlviertler Mundartrapper Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner verpassten am Dienstagabend mit ihrer Aerobic-Nummer "Woki mit deim Popo" beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contests 2012 in Aserbaidschans Hauptstadt Baku den Einzug ins Finale. Die beiden Oberösterreicher wurden nicht auf einen der vorderen zehn Plätzen gewählt, die ein Ticket für die Endrunde der popmusikalischen Großveranstaltung am 26. Mai gebracht hätten.

Freuen dürfen sich hingegen Rumänien, Moldawien, Island, Ungarn, Dänemark, Albanien, Zypern, Griechenland, Russland und Irland. Neben Österreich müssen auch Belgien, Finnland, Israel, Lettland, Montenegro, San Marino und die Schweiz die Heimreise antreten.

Song Contest - erstes Halbfinale: Aus für die Trackshittaz

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"Wir haben einen Niederschlag erlebt"

Der von den Trackshittaz selbst kreierte "Traktorgängstapartyrap" hat Europa offensichtlich weniger zum Hinternwackeln animiert, als erhofft. Zumindest reichten die Stimmen für "Woki mit deim Popo" nicht, um die beiden Mühlviertler ins Finale zu bringen. Dabei hatten sich Plöchl und Hoffelner mit ihrer Performance körperlich ins Zeug gelegt und für ihre drei Backgroundtänzerinnen Stripclubstangen aufgestellt. Aber auch der implementierte LED-Effekt, die Hinterteile der Tänzerinnen thematisch passend zum Leuchten zu bringen, überzeugte nicht genügend Stimmvolk.

Deutlich geknickt reagierten die österreichischen Mundartrapper nach ihrem Ausscheiden. "Bei uns ist es immer bergauf gegangen, und jetzt haben wir halt auch mal einen Niederschlag erlebt," meinte Lukas Plöchl. Noch dazu, da sich sein Kollege Manuel Hoffelner während des Auftritts am Knie verletzt hat.

ORF-Unterhaltungschef zollt Respekt

Der eigens nach Baku gereiste ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm zeigte sich nach dem Ausscheiden Österreichs im 1. Halbfinale vor Journalisten enttäuscht, zollte der Leistung der Trackshittaz aber dennoch großen Respekt. Einem Ausstieg des ORF aus dem Song Contest erteilte er zugleich eine Absage.

Wie kam das Voting zustande? Zu 50 Prozent wurden die Ergebnisse der Anrufer und SMS-Schreiber des Abends gewertet, zu 50 Prozent das Votum einer Fachjury. Dieses wurde bereits am Montag gefällt, als die Teilnehmer die gesamte Show vor leidlich gefüllter Halle bereits einmal durchlaufen mussten.

Die Taufe der "Crystal Hall"

Umso beeindruckender gestaltete sich das größte Musikevent der Welt in seiner 57. Ausgabe dann in Vollbesetzung von 17.000 Zuschauer. So viele Song-Contest-Fans hatten sich dank der Zeitverschiebung von drei Stunden zu Mitteleuropa um Mitternacht (Ortszeit) in der neu errichteten "Crystal Hall" in der Bucht von Baku versammelt, deren Fassade jeweils in den Farben der auftretenden Länder erstrahlte.

APA (MARTIN FICHTER-WÖSS) Crystall Hall

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Moderiert wurde die farbenfrohe Übertragung charmant aber weitgehend gagfrei von einem Trio bestehend aus der einen Hälfte des Vorjahresgewinners, dem Sänger Eldar Gasimov, sowie seinen eleganten Begleiterinnen Nargiz Berk-Petersen und Leyla Aliyeva.

Die Finalisten im Schnelldurchlauf

Abwechslungsreicher gestalteten sich da die musikalischen Beiträge. Wie schon in Düsseldorf setzten sich die irischen Zwillinge von Jedward (Bild unten) bei ihrer zweiten Contest-Teilnahme mit Akrobatik gegen die Konkurrenz durch, für ihren Song "Waterline" diesmal allerdings mit Fontäne auf der Bühne. Von der Dynamik her aus der entgegengesetzten Richtung kam die russisch-udmurtische Popomatruppe Buranovskiye Babushki, die sich mit Knuddelgesichtern und Discorhythmen unter dem Titel "Party for Everybody" zu einem Favoriten mausert. Mit einer kubanisch-balkanischen Mischung schafften es die Rumänien der Gruppe Mandiga mit "Zaleilah" ins Finale.

APA Jedward

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Island war mit aufwendiger Show und dramatischem Mann-Frau-Duo mit der Nummer "Never Forget" erfolgreich, Griechenland setzte wieder auf landestypische Bouzoukiklänge, wobei der Nummer "Aphrodisiac" von Eleftheria Eleftheriou auch Ballermannqualitäten zuzugestehen sind, was für den Finaleinzug reichte. Gleiches gilt für Zyperns fußballhymnentauglicher Nummer "La La Love" von Ivi Adamou. Der defätistische Stimmungskiller aus Albanien, Rona Nishliu mit ihrer Leidenshymne "Suus", gewann mit beeindruckender Stimme die Herzen, Dänemark schafft es mit der eingängigen Nummer "Should've known better" von Soluna Samay ins Finale. Für Ungarn überzeugten die Männer der Gruppe Compact Disco mit "Sound Of Our Hearts", während Moldawiens Gypsyklänge "Lautar", gesungen von Pasha Parfeny, für den Aufstieg reichten.

Zweites Song-Contest-Halbfinale: Diese Länder haben es geschafft

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"And here are the results ..."

Am Donnerstag folgt das 2. Halbfinale, bei dem weitere 18 Länder um eines von 10 Finaltickets kämpfen müssen. Fixstarter sind hingegen die fünf großen Nationen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sowie Gastgeberland Aserbaidschan. Das Finale findet am Samstag, dem 26. Mai statt.

ESC im TV
Übertragen wird das 2. Halbfinale ebenso wie das Finale live aus Baku auf ORF eins. Dabei ist zum Finale ein Comeback zu feiern, wenn sich Kommentator Andi Knoll auf Kanal 1 auf dem zweiten Kanal das erste Mal seit zehn Jahren wieder die beiden Kabarettisten Stermann und Grissemann hinzugesellen. Hingegen wie im Vorjahr wird erneut Kati Bellowitsch für den klassischen Satz "And here are the results of the Austrian vote" im Anschluss an die Präsentation der Finallieder verantwortlich sein.

 

(APA)

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201 Kommentare
 
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die zwei

waren ja das unnötigste, was Österreich zum song Contest schicken konnte. hoffentlich ersparen die beiden der Österreichischen Bevölkerung in Zukunft jegliche Auftritte.

Gast: Korrektor01
24.05.2012 18:38
0 0

Wortschatz

"Niederschlag erlebt" ist Schwachsinn. Entweder waren sie niedergeschlagen, oder sie haben einen Rückschlag erlitten. Aber "Niederschlag erleben" kann man nur, wenn man dem Regen zuschaut. Mühlviertler Babygangster...

Gast: Bayer
24.05.2012 10:11
0 0

So übel....

fand ich das Lied nicht. Witzig vor allem, dass es in oberösterreichem Dialekt gesungen wurde. Zum Sinn des Textes: ja mei.... . Des is aber bei den Konkurrenzlieder wohl auch ned anders. Zum Glück versteht man die meisten fremdsprachigen Texte nicht......

0 0

Niederschlag erlebt ...

deitsches Sproche, schwäres Sproche ...

schreibt man "Ziege", sagt man "Goass" ...
:)P

Das Lied war halt für den A....

- pardon, Popo.

1 0

Scheinbar schauen nur noch Popwackler

den ORF.

Re: Scheinbar schauen nur noch Popwackler

Irgendwie wundert es mich schon, daß Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner das Voting als persönlichen "Niederschlag" erlebten: Hatten sie doch VOR ihrem Auftritt immer wieder verkündet: "Entweder wir werden Erster oder Letzter. Ein Platz im Mittelfeld interessiert uns nicht!" Und genau DAS haben sie jetzt auch bekommen...

STOP VOMITING NOW!

Bitte unbedingt für GRIECHENLAND anrufen!

Griechenland braucht jetzt vor allem eines: WACHSTUM(-SIMPULSE)!!!

rück- statt niederschlag

"Bei uns ist es immer bergauf gegangen, und jetzt haben wir halt auch mal einen Niederschlag erlebt," meinte Lukas Plöchl.

Sollte es nicht vielmehr Rückschlag statt Niederschlag heißen?

Beispielsatz:
Der Rückschlag für die Trackshittaz war sicherlich niederschmetternd.

0 0

Re: rück- statt niederschlag

Das gutes Deutsch nicht deren Stärke ist wissen wir ja. Niederschlag verbinde ich auch eher mit Regenwetter.

Reschpekt!

schon 178 Kommentare zu diesem "Kültür-vom-Feinsten" - Event!

trackshittaz==crap

so gesehen passt zumindest der name

Antworten Gast: shystrack
23.05.2012 16:38
0 0

Re: trackshittaz==crap

Somit hätten sie ausgezeichnet zum ESC in Baku als Vertreter des heutigen Österreich gepasst.

Gast: L.W.
23.05.2012 15:32
1 0

"Niederschlag erlebt" ?

In welcher Form wäre interessant.

Von vorne mit der Faust ? Von hinten mit der Keule ? Oder hat es gar geregnet ? oder gehagelt ?

Also ich habe in meinem bisherigen Leben höchstens Niederlagen erlitten.

Aber bitte, es sei. Wer "Woki" statt "WockL" textet, der erlebt auch Niederschläge.

Shit happenZ...

6 0

Wenn ich diese zwei Pseudorapper sehe, fällt mir

schlagartig eine Provinzdiskothek ein, wo sie am besten aufgehoben wären.
Wenn ein ORF- UNterhaltungschef Böhm diese Vorstellung auch noch gut findet, wird mir klar, warum das ORF- Programm so ist wie es ist!

Re: Wenn ich diese zwei Pseudorapper sehe, fällt mir

da bin ich voll bei dir :-)

Gast: Berta Beethoven
23.05.2012 15:28
3 0

Wir sind auf den Hund - bzw. das Popowackeln - gekommen

Das Land, das Haydn, Mozart und Bruckner hervorgebracht hat, wo Texte von Schikaneder, Goethe u.v.a. vertont wurden, hat jetzt mit Humtata-Takt und "Wocki mit deim Popo"-Text international zu reüssieren versucht. Das ist nicht mehr grenzwertig, es ist jenseitig.

Gott sei Dank haben das die Millionen internationaler Voter auch so gesehen. Jetzt beginnt vielleicht auch im Quotenpopulismus verseuchten ORF ein Umdenken.

Der ORF-Kommentator hat die Track... gestern gelobt, weil sie so brav so viele Interviews gegeben hätten. Das zeigt, worauf es dem Sender nur mehr ankommt. Wie tief wird die Vertro**elung noch gehen?

Warum wundert man sich über die PISA-Ratings und die schlechten Schulen, wenn das die "Leitkultur" ist?

Re: Wir sind auf den Hund - bzw. das Popowackeln - gekommen

Aber mit Haydn, Mozart, Bruckner und naoch ein Dutzend anderer Kaliber dieser Art wären wir in Baku schließlich auch krass abgestunken! Das ist nun einmal keine Veranstaltung, wo "hohe Kunst" gefragt ist; da geht´s nur noch um die "Hetz", die Gaudi, den Spaß an sich - und um nichts anderes! Hören wir also auf, in den ESC mehr hinein zu geheimnissen, als tatsächlich drinnen ist...

Mit Frau Wurst wären wir weiter gekommen.


Nadine Bailer war um Längen besser....

als diese zwei Clowns. Geschmäcker sind verschieden manche fanden ihr Lied langweilig andere Genial! Nur was diese Track.... angeht die sind absolut peinlich, unser Land besteht nicht nur aus Clowns die denen dieser Schmarn gefällt. Gott sei dank haben müssen wir uns nicht noch ein weiteres mal fremdschämen für diese Kasperl die unseren Nation lächerlich machen!!!!!

Niederschlag?

Warum Niederschlag? Durch das Ausscheiden hat die ganze Geschichte eh noch eine glückliche Wendung erlebt.

Eurovision Songcontest - ein Wachstumsimpuls?

Ich kenne zwar keinen musikalischen Beitrag, aber ich stimme für Griechenland.

Wenn Griechenland den nächsten Eurovision Songcontest veranstalten muß, dann ist es endgültig bankrott und muß die EU verlassen. Außerdem wird es sicherlich lustig, wenn Griechenland den Eurovision Songcontest ausrichten wird müssen.

STOP VOMITING NOW!

GREECE - 12 POINTS

Re: Eurovision Songcontest - ein Wachstumsimpuls?

Ich fürchte, genau SO könnte es tatsächlich kommen: Ich denke dabei nämlich vornehmlich an jede Menge Sympathie- und Mitleidspunkte, die sich über die Helllenen ergießen könnten.

Gast: horst krause
23.05.2012 14:44
0 1

jetzt haben sie die position die ihnen schon immer zugestanden ist


typisch österreichisch..

Ich versteh gar nicht wie so sich so viele über die Trackshittaz aufregen. Mir hat zb. Frau Wurst auch besser gefallen und wäre genau das richtige und bessere Lied für den ESC gewesen, aber die Trackshittaz haben halt mal die meisten Stimmen bekommen. Das solle man halt einfach akzeptieren. Die meisten die sich über die Trackshittaz aufregen sind eh die nicht beim Voting mitmacht haben und sich danach aufregen wie man so was wählen kann.
Also ruhig Blut, ist ja nur der ESC wo sich der Osten die ganzen Punkte zuschiebt....

Re: typisch österreichisch..

HERR Wurst, nicht Frau Wurst!
Ach was soll's, bei diesem Prolo ist das auch schon egal.

 
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