20.06.2013 08:19 Merkliste 0

Rückreiseverkehr nach "Frequency": überfordert ÖBB

GEORG RENNER (Die Presse)

Bundesbahnen verweigerten Passagieren trotz gültiger Fahrscheine die Mitnahme. ÖBB-Sprecherin Eva Ruttensteiner verteidigt die Vorgehensweise.

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St. pölten. Wer mit den ÖBB reisen will, hat sich zuvor mit dem aktuellen Musikfestival-Kalender vertraut zu machen. Diese Erfahrung mussten am Sonntag mehrere Dutzend Passagiere der ÖBB machen, die am Vormittag per Zug von St. Pölten nach Wien gelangen wollten: Bedienstete der Bundesbahnen verweigerten nämlich gut 30 wartenden Fahrgästen – trotz gültiger Tickets –, den Railjet um 11.04 Uhr zu besteigen.

Die wenigen freien Plätze in der Garnitur seien für rückreisende Gäste des gerade zu Ende gegangenen „Frequency“-Festivals vorgesehen, die bereits länger auf dem Bahnsteig warten würden, erklärte ein ÖBB-Sicherheitsmitarbeiter der „Presse“. Folglich müssten die Reisenden warten, bis ein Zug mit freien Plätzen vorbeikäme. Dass in dem fraglichen Railjet tatsächlich noch etliche Sitzplätze frei waren, ließ der Mitarbeiter nicht gelten.

 

ÖBB: Vorgehen korrekt

ÖBB-Sprecherin Eva Ruttensteiner verteidigt die Vorgehensweise: Wer eine Platzreservierung gehabt hätte, wäre auch im Railjet mitgenommen worden. Pech für jene Fahrgäste, die von diesem (kostenpflichtigen) Service nicht Gebrauch gemacht haben. Sie hätten eben auf den nächsten Zug – „schon 20 Minuten später“ – warten müssen. Eine Entschädigung für die Wartezeit oder verpasste Termine gebe es nicht.
Frequency-Bilanz Seite 19

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2012)

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2 Kommentare
Gast: Ghega's Neffe
20.08.2012 15:56
3 0

Lächerlich

Dass aufgrund einer Veranstaltung mit - an mehrern Tagen - insgesamt über 100.000 Besuchern 30 Leute - die keinen Anspruch auf Beförderung mit einem bestimmten Zug hatten (!) - 20 Minuten später fahren mussten, "Überforderung" zu nennen, ist schon ziemlich verwegen. Vielen Dank für die Mitarbeit, das hätten wir uns selber nicht getraut - ihre ÖVP!

Gast: grösso
20.08.2012 08:15
3 3

Schön langsam wird's nur noch kindisch

Da haben also 30 Leute 20 Minuten (!) auf den nächsten Zug warten müssen. Welch eine Tragödie! Was für ein volkswirtschaftlicher Schaden! Was für Unerträglichkeiten! Wir verlangen alles und jederzeit, und vor allem sofort. Her mit der Marie! Und alle anderen sind die Patzer.

   

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