19.05.2013 11:18 Merkliste 0

Nova Rock: Drei Monate bedingt für Gitarrendieb

 (DiePresse.com)

Ein Securitymann soll während seiner Arbeit am Festival ein Instrument der US-Band Limp Bizkit gestohlen haben. Die Gitarre hat einen Wert von 5000 Euro.

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Ein Security-Mitarbeiter soll heuer beim Nova Rock Festival in Nickelsdorf eine Gitarre von Limp Bizkit gestohlen haben. Der 21-jährige Ungar musste sich am Mittwoch dafür am Eisenstädter Landesgericht verantworten. Er war geständig und wurde zu einer dreimonatigen bedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Auch zwei Kollegen fassten eine einmonatige, bedingte Freiheitsstrafe aus. Sie hatten das gestohlene Instrument im Wert von rund 5000 Euro verschwinden lassen.

Die Tat, in der Nacht auf den 10. Juni, dem letzten Festivaltag, sei eine "jugendliche Dummheit" gewesen, meinte er am Mittwoch. Der 21-Jährige habe die Gitarre in einem Koffer oder Etui von der Bühne getragen, schilderte der Hauptangeklagte.

"Wir hatten freien Zugang und waren auf der Bühne. Das hat uns recht gut gefallen. Er (der 21-Jährige, Anm.) ist dann mit der Gitarre in der Hand auf mich zugekommen", erinnerte sich ein weiterer Sicherheitsangestellter, ein 23-jähriger Mann aus Ungarn.

Die Gitarre wurde schließlich in einem Zelt, in dem der Hauptangeklagte und ein 21-jähriger Kollege übernachtet hatten, verstaut. Man wollte am nächsten Tag "mit einem klaren Kopf" darüber nachdenken, was man mit dem Instrument mache. Beide Kollegen redeten dem 21-jährigen mutmaßlichen Dieb zu, er solle die Gitarre zurückbringen. Am nächsten Tag ging dieser zur Arbeit, die beiden brachten das Instrument vom Gelände und versteckten es unter Gestrüpp. Weil sie dort beobachtet worden waren, stellte man das Duo zur Rede, danach flog der Fall auf.

Die "jugendliche Dummheit" ließ der Richter aufgrund der Tatsache, dass "Sie keine Jugendlichen mehr sind" nicht gelten. Außerdem habe man als Securitymann eine besondere Verantwortung. "Was sind das für Securitys, die sich selbst bedienen", gab er Staatsanwalt Heinz Prinke recht. Prinke meinte zuvor in seinem Schlussplädoyer zu den beiden Kollegen des Hauptangeklagten: "Ich glaube Ihnen nicht, dass Sie keine andere Wahl gehabt hätten. Sie hätten den Koffer hinbringen und sagen können: Wir haben den Koffer gefunden. Es hätte keiner gefragt oder gezweifelt." Das Urteil für die drei Sicherheitskräfte ist nicht rechtskräftig.

Der bestohlene Gitarrist Wes Borland wurde vom Staatsanwalt als Zeuge beantragt, musste aber den Weg nach Eisenstadt doch nicht antreten.

(APA)

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Security

ist im Englischen nie eine Person. Aber egal, Handy ist ja auch nie ein Gerät.

   

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