21.05.2013 22:48 Merkliste 0

Kein Ton für "The Boss": Veranstalter unter Beschuss

18.07.2012 | 11:04 |   (DiePresse.com)

Nach dem Londoner Bürgermeister brachte sich nun auch die britische Behörde für Gesundheit und Sicherheit enttäuscht in die Diskussion um das abgebrochene Springsteen Konzert ein.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Warum wurde der Stecker gezogen? Am Samstag, dem 14. Juli endete der zweite Tag des Londoner "Hard Rock Calling"-Festivals unsanfter als gedacht. Der Veranstalter Live Nation brachte Bruce "The Boss" Springsteen und seinen (Überraschungs-)Duettpartner Sir Paul McCartney spontan zum Schweigen. Weil sie die Sperrstunde überzogen hätten, wurde zwei der wichtigsten lebenden Musiker der Ton abgedreht. Argumentiert wurde diese Entscheidung mit dem Schutz der Konzertbesucher, man habe "nur im Namen der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit" gehandelt.

Gestern hakte sich die britische Behörde für Gesundheit und Sicherheit (HSE) dann in die Diskussion ein, mit einer Rüge. Direktor Kevin Mayers war nämlich selbst als Springsteen-Fan im Publikum: "Ich war doppelt enttäuscht, nachdem ich hören musste, dass Live Nation 'Gesundheit und Sicherheit' als Gründe für den Konzertabbruch angab", teilte er über die offizielle Website mit. Die Fans hätten seiner Meinung nach die Wahrheit verdient, "diese Sache ist keine Angelegenheit der öffentlichen Sicherheit und Gesundheit".

"The Boss" beendet Konzert in Irland

Zuvor wurden die Veranstalter bereits von höchster Stelle kritisiert. Londons Bürgermeister Boris Johnson kritisierte die Veranstalter. "Das klingt für mich nach einer überzogenen Entscheidung", sagte der Politiker dem Londoner Radiosender LBC. "Hätten sie mich angerufen, meine Antwort wäre gewesen, dass sie in Gottes Namen weiterrocken sollen!"

Mittlerweile konnte "The Boss" sein Konzert auch standesgemäß beenden - in Dublin. Bei seinem Tourstopp in der irischen Hauptstadt begann er den Abend mit dem letzten Lied vom Hyde Park, "Twist and Shout", schreibt der "Guardian". Außerdem habe er einen Vertrag unterschrieben, der das Ende des Konzerts in seine Hände legt: "Nur der Boss sagt, wann Schluss ist".

>> Hier geht's zum Bericht

 

 

(sh.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
6 Kommentare
Gast: gast:1
18.07.2012 14:31
2 4

@ DiePresse

"...zwei der wichtigsten lebenden Musiker..."

Das ist die private Meinung des Autors.
Die interessiert mich aber nicht.

Wenn ich "Meinungen" lesen wollte, könnt ich das in einer UBahn-Zeitung tun... alles klar?

Antworten Gast: du suderant ...
19.07.2012 13:11
1 0

Re: @ DiePresse

... der Beatle und The Boss waren nicht so unwesentlich für die Musikgeschichte.

Antworten Gast: Gastastast
18.07.2012 18:58
1 1

Re: @ DiePresse

Jenseits der exakten Wissenschaften gibts grundsätzlich nur noch Meinungen. Ihr Post qualifiziert sich ebenfalls als Meinung. Wenn ich sowas hätte lesen wollen... na eh scho wissen.

0 0

Re: @ DiePresse

und was schreibt die "Presse" sonst als Meinungen und wenig Fakten? Österreichs Presselandschaft.... (seufz)

Ist sowas ähnliches

nicht auch in Wien passiert, als man die Flutlichter andrehte?

Antworten Gast: "the boss"
18.07.2012 13:38
1 0

Re: Ist sowas ähnliches

naja, net ganz. In wien hat man um 23 uhr (offizieller schluss) das licht aufgedreht und ihn dann spielen lassen, bis er von allein aufgehört hat - um 23:48 uhr. typisch österreichische lösung, "es warat zeit ... aber wenn's wollt's, spielt's halt noch eins".
hätte ich nicht davon in der zeitung gelesen, wäre es mir gar nicht aufgefallen; war a mords stimmung und vom stadionlicht hat sich keiner stören lassen, "the boss" nicht und die zuhörer auch nicht.

   

Feedback