Kein Platz im Supermarkt, hieß es für die Punkrock-Band Anti-Flag aus Pittsburgh nach dem 11. September 2001. Die Band kritisierte offensiv den "War on Terrorism" von Präsident George W. Bush, das patriotisch entflammte Land sah das nicht gern. Inoffziell wurden die Platten von Anti-Flag aus den Regalen der Supermarktketten verbannt.
Der Popularität von Anti-Flag bei Amerikas Jugend tat das keinen Abbruch. 2007 gingen sie mit den Punkrock-Stars Billy Talent auf Tour durch Kanada, heuer spielten sie als Vorband von Rage Against the Machine in Berlin. Ihre politische Haltung haben sie durch den zeitweisen Boykott der Kaufhäuser nicht geändert.
Interview mit Anti-Flag
"Leider Nein"-Fragen
"Ich habe große Hoffnungen für die Jugend in Amerika", sagt Sänger Justin Sane im Podcast-Interview. "Mehr denn je, denke ich, engagieren sich Kids in Amerika im Aktivismus." Auf der Bühne gehe es der Band auch darum, klar Position zu beziehen - "gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Klassendenken und Altersdiskriminierung". Sane sieht ein Konzert auch als Forum für die Positionen der Band: "Wenn uns jemand auf der Bühne diese eigentlich sehr einfachen Ideen sagen hört, denkt er vielleicht nach. Vielleicht ist es nicht cool, homosexuellen Menschen das Leben schwer zu machen. Vielleicht ist es nicht okay, seiner Freundin zu sagen, sie ist nicht klug, weil sie ein Mädchen ist. Die Hoffnung ist bescheiden, aber ich denke, sie ist erstrebenswert."
(her)






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