Am Freitag Nachmittag herrschte auf der Wiener Donauinsel die Ruhe vor dem Massenansturm: Standler trafen die letzten Vorbereitungen, auf einigen Bühnen wurden Soundchecks durchgeführt. Bereit für die Besuchermassen ist das Veranstaltungsgelände jedenfalls: "Die Aufbauarbeiten sind beendet", berichtete Projektleiter Sascha Kostelecky. Man befinde sich jetzt in der Finalisierungsphase, erzählte der Inselfest-Projektleiter, dort und da erfolge noch ein "Feintuning".
Was das Wetter betrifft, so verzogen sich am frühen Nachmittag die Wolken und die Sonne kam zum Vorschein. "Ich finde es super", freute sich Kostelecky darüber, "wenn die Prognosen, die wir haben, eintreffen, dann ist es das ideale Donauinselfest-Wetter." Angst, dass wegen der Fußball-EM - heute Abend findet das Viertelfinalspiel zwischen Griechenland und Deutschland statt - die Besucher ausbleiben, hat er nicht: "Ich glaube, wir haben so ein gutes musikalisches Programm, da habe ich keine Sorgen, dass die Leute ausbleiben." Die Fußballspiele werden auf dem Festgelände nicht übertragen.
Am Nachmittag schlenderten bereits die ersten Besucher über das Festareal. Einige labten sich an Hotdogs oder tranken gemütlich ein Bier, andere beobachteten interessiert das Treiben. Auch etwas Unterhaltung wurde geboten. So musizierten um 14 Uhr "Rhythm 4 Boots" auf der Country- und Westernbühne. Auf den anderen Stages ging es noch ruhiger zu.
Die offizielle Eröffnung des Donauinselfests erfolgte um 18 Uhr via Videobotschaft von Bürgermeister Michael Häupl, die auf allen Bühnen übertragen wurde. Als Höhepunkte des Auftakttages werden Hubert von Goisern, James Morrison und Unheilig auf der großen Festbühne, Nino de Angelo auf der Schlager- und Oldiesbühne, Marsimoto auf der FM4-Bühne und Beth Edges auf der Rockbühne zu sehen sein.
Insgesamt werden bei dem drei Tage dauernden Freiluftspektakel rund 2000 Künstler auftreten. Neben Kabarett und Musik werden auf dem Gelände zwischen Nord- und Reichsbrücke auch Kinderunterhaltung und Sportprogramm geboten. Das Fest, das von der Wiener SPÖ organisiert wird, kostet 4,2 Millionen Euro. Erwartet werden rund drei Millionen Besucher.
(APA)
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