Als das Trio The Very Best 2009 sein famoses Debüt „Warm Heart of Africa“ veröffentlichte, war seine lustvolle Musik ziemlich einzigartig: Afrikanische Stile von Kwaito bis Highlife sorgten mit Pop-Sensibilität und Dancefloor-Einflüssen für Frohsinngarantie. Zum Duo geschrumpft und mit fettem Clubsound aufmunitioniert, streift das zweite reguläre Album nun bisweilen das aktuell die Charts dominierende Böller-Elektro-Territorium. Dass die Stücke von „MTMTMK“ allerdings nie wie billige Meterware klingen, dafür sorgt erstens der beseelte Gesang von Esau Mwamwaya, der selbst dann, wenn er über Kindersoldaten singt, unbedingt zuversichtlich klingt. Und zweitens die afrikanisch inspirierte Polyrhythmik. Mwamwaya und Produzent Hugo Karberg gelingen so zwingende Tanzbodenstücke wie das wild hüpfende „Kondaine“. Auch wenn Charme und Raffinesse des Debüts teilweise abgehen, verströmen The Very Best weiterhin positiven Spirit: ein Beinahesommeralbum.
The Very Best: „MTMTMK“ (Moshi Moshi)
Afro-Pop: Beinahesommeralbum mit Frohsinngarantie
02.08.2012 | 17:11 | (Die Presse - Schaufenster)
Als das Trio The Very Best 2009 sein famoses Debüt „Warm Heart of Africa“ veröffentlichte, war seine lustvolle Musik ziemlich einzigartig.

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