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Gediegen: In der Endlosschleife des Qualitätsjazz

09.08.2012 | 16:15 |  von Samir H. Köck (Die Presse - Schaufenster)

Die Zeitlosigkeit der Blue-Note-Alben der Sechziger- und Siebzigerjahre verlockt Musikliebhaber und Industrie zu immer neuer Verwertung.

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Die erstaunliche Zeitlosigkeit der perfekt aufgenommenen Blue-Note-Alben der Sechziger- und Siebzigerjahre verlockt Musikliebhaber und Industrie zu immer neuer Verwertung. Das führt selbstverständlich auch zu unterschiedlich strengen Auslegungen, was unter Blue Note zu verstehen ist. Die anonym zusammengestellte Kompilationsreihe „Trip Tease“, die ganz offensichtlich an die so erfolgreiche Serie „The Blue Note Trip“ von DJ Maestro anknüpft, sieht die Herkunft der Stücke eher locker. Da hat man keinerlei Berührungsängste mit dem im gleichen Konzern befindlichen Katalog des Capitol-Labels. Erstaunlich, wie harmonisch die Stücke von Vol. 3 ineinander übergehen. Neueres wie Gianluca Petrella harmoniert mit Gil Evans, Marc Moulin mit David McCallum, Willie Nelson mit Bud Powell. Zu den Highlights dieses mit viel Gespür zusammengestellten Doppelalbums zählen Bobby Hutchersons grandioses „Bouquet“ und Hindi Zahras berührendes „Don't Forget“.

Various Artists: „Trip Tease Vol. 3“ (Blue Note/EMI)

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