Obwohl der Steirer Edi Köhldorfer in einer anrüchigen Band wie Global Kryner spielt, ist er doch einer der großen Jazzgitarristen des Landes. Mit diesem sinnlichen, vielgestaltigen Soloalbum zeigt er viele Facetten seines Spiels, das besonders in den ruhigen Passagen entzückt. „Game 3“, der hintersinnige Opener, ist von Eric Bernes Buch „Games People Play“ inspiriert. Ursprünglich 1993 erstmals mit dem Trio Speak veröffentlicht, erfuhr dieses Kleinod bis zum heutigen Tag viele Bearbeitungen. In der bewusst auf kleiner Flamme dahinsimmernden Musik ereignet sich der Austausch sanguinischer und freudeabstrahlender Potenzen geradezu ideal. „Akirfa“ führt in eine gänzlich andere Sphäre. Die exotischen Stimmsamples zu Beginn dieses Stücks deuten es sinnenreich an: Hier handelt es sich um eine musikalische Reverenz an den Kontinent Afrika. Luis Ribeiro zaubert perkussive Magie, Raphael Preuschl zeichnet für den klandestinen Groove mitverantwortlich.
Edi Köhldorfer: Aromatische Grooves
27.09.2012 | 18:01 | von Samir H. Köck (Die Presse)
Obwohl der Steirer Edi Köhldorfer in einer anrüchigen Band wie Global Kryner spielt, ist er doch einer der großen Jazzgitarristen des Landes.
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