Er gilt seit einigen Jahren als vielversprechendster jüngerer Pianist. Diesem Druck hielt Yaron Herman bislang souverän stand. Für seine neuen Stücke krabbelte er auf die Metaebene, thematisiert die Basis seiner Kunst. „Alter Ego“ ist eine radikale Selbstbefragung, die sich keine Sorgen um Schönheit macht. Die komplexen Texturen changieren zwischen Naivität und Melancholie. Als Sidemen brillieren u. a. Bassist Stephane Kerecki und Saxofonist Emile Parisien. Diese Art von Jazz verweigert die Anerkennung der Dichotomie von Intellekt und Gemüt. Schroff, aber herzlich: Mit solchen Künstlern muss man keine Sorge ums Genre haben.
Yaron Herman: „Alter Ego“
11.10.2012 | 17:09 | von Samir H. Köck (Die Presse - Schaufenster)
Er gilt seit einigen Jahren als vielversprechendster jüngerer Pianist.
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