25.05.2012 13:40 | Meine Presse Merkliste 0

Jens Thomas/Verneri Pohjola: Sensitiv

27.01.2012 | 12:10 |  Samir H. Köck (Die Presse - Schaufenster)

Dieses Album ist ideal für angejahrte Rockfans, denen es das Nervenkostüm zerfetzt hat.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Dieses Album ist ideal für angejahrte Rockfans, denen es das Nervenkostüm zerfetzt hat. Der deutsche Pianist und Sänger Jens Thomas hat sich nach früheren, eigenwilligen Hommagen wie jener an den Filmkomponisten Ennio Morricone nun die patinierte Hardrock-Kombo AC/DC zur schmalen Brust genommen. Thomas hat nicht das geringste Problem, seine sensitive Seite zu zeigen. Das bekommen alte Kracher wie „Highway To Hell“ und „TNT“ zu spüren. Unter Zuhilfenahme des hauchigen Trompetenspiels des Finnen Verneri Pohjola bezähmt er die wilden Reißer und verwandelte sie in liebevoll zelebrierte Kleinodien von skandinavisch-ätherischer Jazzanmutung. Der zeitlupenlangsame Flüstergesang erreicht erstaunlich subversive Qualität. „Hells Bells“ verwandelt er in einen zart mystischen Spoken-Poetry-Track, „You Shook Me All Night Long“ wird zur naiven Ballade, wo mit heiligem Ernst das Melodram zelebriert wird.

Jens Thomas/Verneri Pohjola: „Speed Of Grace – A Tribute To AC/DC“ (Act Music)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Song der Woche