Santigold - "Master of My Make-Believe"

2008 stellte sich Santi White mit einem Paukenschlag vor. Mit ihrem zweiten Longplayer gelingt ihr ein ungewöhnliches Sommeralbum mit Tiefgang.

Santigold Master MakeBelieve
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Santigold Master MakeBelieve
(c) Atlantic/Warner

Santi White stellte sich 2008 mit einem Paukenschlag vor: Jamaikanische Rhythmen von Ska bis Reggae mischten sich mit Splittergitarren und im Keller tobenden Bässen zum explosiven Debüt als Santogold. Die Afroamerikanerin traf den Nerv der Zeit: Avancierter Pop klang plötzlich nicht mehr nur nach den alten Zentren wie New York, sondern ließ sich in der vermeintlichen Peripherie inspirieren.

Nach ausgiebigem Touren, Songwriting-Jobs und einem Rechtsstreit, der sie zur Umbenennung in Santigold zwang, hält die 35-Jährige ihr zweites Album nun betont perkussiv, mit Beats und Rhythmen aus aller Herren Länder, von Angola über Burundi bis Brasilien. An diese schmiegen sich leichtfüßige Melodien, die Whites Stärke als Songwriterin neben all den irrwitzigen Sounds ihrer Produzentenriege (Diplo, Switch, Dave Sitek, Q-Tip etc.) nie vergessen lässt. Sowohl poppiger als auch durchschlagskräftiger für den Club, gelingt White ein ungewöhnliches Sommeralbum mit Tiefgang.

TIPP

Santigold - "Master of My Make-Believe" (Atlantic/Warner)

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