Brad Mehldau Trio - "Ode"

24.05.2012 | 16:41 |  von Samir H. Köck (Die Presse - Schaufenster)

Ode an die Ode

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Eine Ode ist für gewöhnlich in feierlichem Ton gehalten, vor allem aber gesungen. Der Pianist Brad Mehldau offeriert nun auf seinem neuen Album elf Stück davon, und das ohne lästige Worte, wie er in seinem wie stets klugen Booklet-Text formuliert. Sämtliche dieser fragilen, aber widerständigen Stücke hat Mehldau für sein seit 1995 amtierendes Trio geschrieben, also für Bassist Larry Grenadier und den relativ neuen Schlagzeuger Jeff Ballard, der Jorge Rossy ersetzt.

Den einmal munteren, einmal elegischen Stücken sind so unterschiedliche Charaktere zu eigen wie Jazzsaxofonist Michael Brecker, Cartoonheld Aquaman, Filmfigur George Hanson (wurde von Jack Nicholson in „Easy Rider“ verkörpert) und Fleurine, seine niederländische Frau. Aufgenommen wurde 2008 und 2011. Dass gleich das zweite Stück „Ode“ auf eine Metaebene führt, ist beim philosophischen Geist Mehldaus fast selbstverständlich. Das künstlerische Ergebnis ist einmal mehr luzide und äußerst stimulierend.

TIPP
Brad Mehldau Trio - "Ode" (Nonesuch/Warner)

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