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Da hilft nur eines: Elektrizität

15.09.2012 | 18:06 |  Thomas Kramar (Die Presse)

Drei Schwestern, eine Freundin: Teen, keinesfalls zu verwechseln mit der 70er-Boygroup „The Teens“, ist eine Frauenband aus Brooklyn. Ihr erstes Album „In Limbo“ ist kürzlich erschienen.

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Teen: „Electric“. Über das „Teenage Wasteland“ sangen einst The Who: Die Teenagerjahre – auch in der gerontokratischen Pop-Welt von heute das Lebensjahrzehnt, auf das sich alles bezieht – sind nicht nur Himmel (im Rückblick), sondern auch (retrospektive) Hölle. Das weiß eine Band, die sich unironisch, aber wissend Teen nennt, gut, auch wenn ihre Mitglieder kaum noch den 20.Geburtstag gefeiert haben: Mit der illusionslosen Zeile „Everyone's disposable“ beginnt dieser Song, über einem Bassthema, das fast nur aus einer Note besteht. „We're running out of time“ heißt es später und, im hoch fliegenden Mittelteil: „Our last chance has passed.“ Da hilft nur das All-time-Antidepressivum des Pop: Elektrizität, funkelnd und gefährlich. Erst im Refrain, der nur einmal kommt, wird sie beschworen, dann übernimmt ein unwirscher Synthesizer das Fade-out. Klug konstruierter Song.

Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar („Die Presse“) und Philipp L'Heritier (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.09.2012)

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  • Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar (''Die Presse'') und Philipp L'Heritier (Radio FM4, fm4.orf.at/philipplheritier).

    Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4.

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