Phosphorescent: Am Ende bleibt die Eisenbahn

22.12.2012 | 18:00 |  Thomas Kramar (Die Presse)

Leuchte aus Alabama: Matthew Houck nennt sich Phosphorescent, „Hej, Me I'm Light“ hieß 2010 ein hypnotischer Song. Sein neues Album „Muchacho“ erscheint im März.

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„Song For Zula“. „Some say love is a burning thing, that it makes a fiery ring...“ Mit einer Variante der Zeilen aus „Ring of Fire“ (bekannt von Johnny Cash) beginnt dieser Song – und er hinterfragt sie in Bitternis. Er kenne die Liebe als „fading thing“, singt der Mann, der sich Phosphorescent nennt, als „caging thing“. Er ist diesem Ding entkommen oder dabei, ihm zu entkommen: „My heart is wild, and my bones are steam, and I could kill you with my bare hands if I was free“, lauten die letzten Zeilen. Was treibt ihn über die „desert plains all night“?

Im Song ein endloser Dub-Rhythmus, der an den Sound einer Eisenbahn erinnert: pure kinetische Energie. „Honey, I am not a broken thing“, schwört der Mann, umstellt von gleißenden Arrangements, und man glaubt ihm, man glaubt ihm nicht, man glaubt ihm. Am Ende bleibt die Bahn. Großer Song.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.12.2012)

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