"Guilty Party": Ende eines Sommers der Liebe

Barack Obamas Lieblingsband: The National aus Cincinatti, Ohio. Nun ist ihr siebtes Album, „Sleep Well Beast“, erschienen.

The National aus Cincinatti, Ohio
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The National aus Cincinatti, Ohio
The National aus Cincinatti, Ohio – (c) imago/Matrix (Matrixpictures.co.uk)

The National: »Guilty Party«. Jedes Sommerende braucht sein Lied. Für das, das derzeit droht und dräut, empfiehlt sich dieser Song von der auch nicht mehr ganz jungen Band, die sich aus unerfindlichen – gewiss nicht nationalistischen – Gründen The National nennt. Es ist kein schneller Song, und trotzdem vermittelt er mit seinen bald tickenden, bald stolpernden, bald stürzenden Rhythmen den Eindruck, den der Refrain so ausdrückt: „It all catches up to me“, mich holt alles ein, das Leben ist mir auf den Fersen. Da nützen die elegischen Klavierakkorde nichts: „Another year gets away, another summer of love.“

Dahinter steht, wie auf dem ganzen Album, der Geist einer beendeten, aber längst nicht bewältigten Beziehung: „I say your name, I say I'm sorry. I know it's not working. It's nobody's fault. No guilty party.“ Nur diese elende Zeit, die uns verfolgt und endlich alles zerstört, auch den Sommer, auch die Liebe.

 


Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar („Die Presse“) und Philipp L'Heritier (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4. Weitere Infos auf www.diepresse.com/songderwoche und fm4.ORF.at.

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