Song der Woche

Art-Rock-Band Palm: Die Antwort ist . . . ach, nichts.

Ihre Musik passiere einfach, sagen die Musiker der Band Palm. Ihr neues Album heißt „Rock Island“, der Song der Woche "Pearly".

Palm: "Pearly".
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Palm: "Pearly".
Palm: "Pearly". – (c) Beigestellt

Palm: "Pearly". Rockmusik sei lächerlich und kulturell irrelevant geworden, sagen die Musiker von Palm im Interview. Mag gut sein, dass sie recht haben, aber kann man etwas dagegen tun? Und was? Das Rezept, das diese Band anbietet, ist (fast) genauso alt wie die Klischees, die sie ablehnen: eine psychedelische Welt, in der nichts mehr Sinn hat, nichts real ist, wie einst John Lennon sang. „I feel illumination coming“, heißt das bei Palm, während ein Spielplatz-Rhythmus ständig stockt und startet: „I look around at nothing.“

Auf nichts Ernsthaftes jedenfalls, hier wird gespielt, liebe Kinder! Natürlich ohne Regeln, denn, so die nächste Hippie-Weisheit: „My own rules are always best when broken.“ Später kommen ein schlaffes Händeklatschen und die wiederholte Versicherung: „I want nothing but the best for us.“ Man beginnt zu verstehen: Die Antwort kennt erstens nur der Wind, und zweitens sind wir alle recht wirr im Kopf. Guten Abend.

Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar („Die Presse“) und Philipp L'Heritier (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4. Weitere Infos auf www.diepresse.com/songderwoche und fm4.ORF.at.

 


[NY5RN]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2017)

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