Das 2002 gegründete Young Directors Project der Salzburger Festspiele gilt als Karrieresprungbrett. Stolz verweisen die Verantwortlichen darauf, dass etwa der Lette Alvis Hermanis hier seinen ersten internationalen Auftritt hatte. Heuer ist neben einer Französin, einer Südafrikanerin und einem Südkoreaner auch eine junge Österreicherin im Starterfeld. Die 30-jährige Lienzerin Cornelia Rainer setzt sich auf Einladung des Schauspielchefs Sven-Eric Bechtolf in einer selbst entwickelten Produktion mit dem Sturm-und-Drang-Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz auseinander.
Die etablierten Theater sind aufmerksam geworden auf die junge Regisseurin. "Jakob Michael Reinhold Lenz" realisiert sie mit ihrer freien Gruppe Theater Montagnes Russes, finanziert und beauftragt von den Salzburger Festspielen. Auch künftig möchte sie Grenzgängerin bleiben, zwischen Musik und Theater, etablierten Strukturen und der Freien Szene. Salzburger Uraufführung ist am 10. August, die Eröffnungsproduktion Shakespeares Sturm der neuen Klagenfurter Intendaz wird ebenso von Rainer inszeniert.
(APA)
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