Alle sind erleichtert: Wilfried Haslauer, zur Zeit Vorsitzender des Salzburger Festspielkuratoriums, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und auch der streitbare Salzburger Neo-Intendant Alexander Pereira. Der Kompromiss ist gefunden, den friedfertigen Eröffnungsfeierlichkeiten der Salzburger Festspiele 2012 scheint nichts im Weg zu stehen. Das Kuratorium der Festspiele hat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag das Budget von Intendant Alexander Pereira in der Höhe von 60 Mio. Euro für 2013 einstimmig genehmigt.
Durch den Trick, das 2,6 Mio. Euro teure musikalisch-soziale Sonderprojekt "El Sistema" aus Venezuela aus dem regulären Budget auszugliedern, sowie den Ball der Salzburger Festspiele 2013 beim Verein der Freunde der Salzburger Festspiele anzusiedeln, konnten die Wogen geglättet werden.
"Alles andere kann mir wurscht sein"
"Diese Idee habe ich aus Zürich mitgebracht, auch dort hat der Freundesverein den Ball veranstaltet und den Reingewinn an die Oper überwiesen. Hauptsache, der Salzburger Verein der Freunde macht das auch. Alles andere kann mir wurscht sein", sagte Pereira bei der Pressekonferenz nach der Kuratoriumssitzung.
Geeinigt haben sich das Kuratorium (politisch besetztes Aufsichtsgremium mit Vertretern der öffentlichen Geldgeber Bund, Land, Stadt und Fremdenverkehr, Anm.) und das Direktorium (Präsidentin und Intendant, Anm.) auch darauf, dass die Salzburger Festspiele keinesfalls - so wie von 2011 auf 2012 - weiter wachsen sollen. Im Gegenteil: Die Zahl der Veranstaltungen soll von 248 auf 200 und die Zahl der aufgelegten Karten von 265.000 auf 256.000 heruntergefahren werden.
Mehr Karten für Pfingstfestspiele
Deutlich erweitert werden soll das Kartenangebot hingegen bei den Pfingstfestspielen 2013. Wegen Cecilia Bartolis enormen Erfolges 2012 wird es 2013 statt 9.700 exakt 13.150 Karten geben. "Das liegt vor allem am Ballett, das nur im Großen Festspielehaus sinnvoll gemacht werden kann. Zeitlich aber bleibt der Zeitrahmen von Freitag bis Pfingstmontag unangetastet", so Pereira.
Intendant Pereira drohte Mitte Juni mit seinem Rücktritt, sollte sein Wunschbudget nicht durchgehen. "Um die massiven Tariflohnerhöhungen abzufangen, müssen wir in das Programm investieren und es erweitern, um dadurch mehr Kartenerlöse und mehr Sponsorgelder zu erwirken", erklärte Pereira damals und kündigte eine Internationalisierung des Schauspiels bei den Festspielen an.
(APA/Red.)
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