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Salzburger Festspiele: Diese "Zauberflöte" ruckelt

28.07.2012 | 14:15 |  Von Wilhelm Sinkovicz (Die Presse)

Erstmals musiziert der Concentus musicus eine Mozart-Oper in der Felsenreitschule. Damit hat Nikolaus Harnoncourt die Möglichkeit, ohne passive Orchester-Resistenz sein Mozartbild zu verwirklichen. Es hat, anders als die lahme Regie Jens Daniel Herzogs, Methode.

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Mancher Musikfreund hat die eigenwillige Melange aus Faszination und Renitenz noch in Erinnerung, mit der die Philharmoniker einst den ungewohnten Tempovorgaben Nikolaus Harnoncourts bei dessen Staatsopern-„Zauberflöten"-Einstudierung folgten. Oder eben nicht folgten.

Herzrhythmusstörungen

Längst haben sich die Musiker mit dem Originalklang-Apostel angefreundet. Doch für seine Salzburger Produktion von Mozarts Spätwerk wollte Harnoncourt offenbar jedes Risiko ausschalten. Also sitzt erstmals sein Concentus musicus für eine Mozart-Oper im Festspiel-Orchestergraben. Er realisiert auf Punkt und Komma, was Harnoncourt vorgibt. Also klingt die „Zauberflöte" völlig anders als gewohnt. Wo traditionsgemäß langsam gespielt wird, geht es rasch vorwärts - und umgekehrt. Vor allem aber: Nicht einmal darauf ist Verlass.
Die Diskussion um den Pulsschlag von Paminas g-Moll-Arie wird diesmal sozusagen live geführt. Die Musiker sind die Diskutanten, beginnen etwa im doppelten Tempo, um ein paar Takte später ins gewohnte Trauermarsch-Andante zurückzufallen. Es ist, als wollte Harnoncourt das Auf und Ab der Gezeiten beschwören. Nicht in einer einzigen Nummer „steht" das Tempo. Immer wieder kommt die Bewegung ins Stocken, Pausen treten ein - nicht nur am Beginn des Duetts zwischen Pamina und Papageno, wo die berüchtigten Bläserakkorde nach dem Streicher-Auftakt natürlich fehlen.

Sie stehen ja auch nicht in Mozarts Partitur. So wenig wie die fortwährenden Temporückungen, deren Sinnhaftigkeit nur erkennt, wer weiß, was Harnoncourt weiß - andernfalls er Gefahr läuft, entdecken zu müssen, dass Seekrankheit auch akustische Auslöser haben kann.
Salzburgs Festspielpublikum hat keine Mühe, sich da dreinzufinden und jubelt über die musikalische Neudeutung einhellig. Es genießt wohl auch die oft betörend schönen Farbeffekte, die das Original-Instrumentarium bietet. Warum die Holzbläser Holzbläser heißen, erfährt man etwa bei den wunderbar weichen Flötensoli. Und beim Einsatz eines ganz speziellen Piccolos in Monostatos' Arie. Der „böse Mohr" heißt diesmal übrigens, wie in der Partitur, aus altgriechisch-sprachlichem Kalkül Manostatos . . .
Im Übrigen nimmt es Regisseur Jens-Daniel Herzog mit der Texttreue nicht so genau. Er verortet Sarastros Reich abwechselnd in einem Pensionat, dann wieder in einer psychiatrischen Anstalt samt Assoziationen zu Freuds Traumdeutung. All das bleibt zusammenhangloses Bilderwerk - ohne jeglichen Anflug von Humor.

Dass der Bezug zum Volkstheater völlig ausgeblendet bleibt, schadet vor allem den Papageno-Szenen. Da nützt es wenig, dass Markus Werba den Wiener Dialekt beherrscht. Er darf ihn nur sporadisch anwenden. Sein Spiel muss so distanziert bleiben wie das der übrigen Handelnden. Was an Theater-Effekten geboten wird, bleibt aufgesetzt, wie mit dem Holzhammer auf die Geschichte draufgeklopft. Vor allem wird jeder Witz nur angefangen: Dass die drei Damen dem Vogelhändler kein Schloss vor den Mund stecken, sondern ihm die Zähne einschlagen, mag für eine Mainzer Karnevals-Version der „Zauberflöte" dezent genug sein. Wann aber soll der „dreimalige Akkord" das Signal zur Lachsalve geben? Wie der Arme seine Sprache wiedergewinnt, bleibt unklar. Er bekommt sein Gebiss nicht wieder. Nicht einmal ein falsches.

Sichtbar wird: Der mächtige „Sonnenkreis" ist eine Art "Hirnschrittmacher", den Sarastro um den Hals trägt und der via Verkabelung mit seinem Kopf verbunden ist. Auch Papagena (Elisabeth Schwarz) funktioniert in diesem Klinikum per Fernsteuerung. Allein, die Wirkung des Zauberkästchens, das die Königin der Nacht so dringend zurückbekommen möchte, scheint lediglich eingebildeter Natur zu sein. Zuletzt schwingen Tamino und Pamina das Ding als exotische Babyrassel über den Kinderwägen, mit denen sie und das Vogelhändler-Pärchen sich aus dem Staub machen, während Sarastro und die Königin einander einen Ringkampf liefern.

Stadttheater-Format

So ratlos ist schon lange kein Regie-Team den Geheimnissen der „Zauberflöte" gegenüber gestanden. Ratlosigkeit herrscht bei manchem Betrachter auch ob der Besetzungspolitik der neuen Salzburger Festspiel-Führung. Die inhomogene Sänger-Liste weckt Erinnerungen an die schlimmsten Jahre der Ära Mortier, wo musikalische Fragen prinzipiell letzte Priorität zu haben schienen. Stadttheater-Niveau darf man dieser Festspiel-„Zauberflöte" von 2012 mehrheitlich zusprechen. Wobei die wie Walküren brüllenden drei Damen oder der mehrheitlich sprechende Monostatos von Rudolf Schasching (der allerdings eindrucksvoll-brutale Figur macht) Extremwerte markieren.

Zwischendrin etwa ein schön singender, ungewohnt schlankstimmiger Sarastro (Georg Zeppenfeld), eine makellos phrasierende Pamina (Julia Kleiter, der Lichtblick des Abends), ein in der Höhe unedelmetallisch gefärbter Tamino (Bernard Richter) und Mandy Fredrich, die über die Koloraturen der Königin offenbar schon hinaus ist . . .

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33 Kommentare
 
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Gast: Eva Horvath
08.08.2012 23:52
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Zauberflöte entzaubert

Jens Daniel Herzog ist es gelungen die großartige Zauberflöte absolut zu entzaubern und durch puren Dilettantismus zu ersetzen. Ein Lichtblick des Abends war Georg Zeppenfeld als Sarastro und Julia Kleiter als Pamina, die trotz dümmlicher Regie, beeindruckten. Warum verweigert der Mozartkenner Hanoncourt nicht seine Mitwirkung?

Gast: peterjuhani
08.08.2012 14:33
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düdellingen in salzburg

musikalisches Düdellingen in Salzburg .. was denkt sich Harnoncourt ?

Antworten Gast: Musica
09.08.2012 08:18
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Re: düdellingen in salzburg

H. weiss, dass es auch Zuhörer und Zuhörerinnen gibt, die mithören, sich mit unterschiedlichen Ansätzen auseinandersetzen wollen und nicht nur gedankenlose, düdellige Kommentare machen.

Antworten Antworten Gast: peterjuhani
10.08.2012 09:45
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Re: Re: düdellingen in salzburg

Was sind unterschiedliche Ansätze ? sind musikalische Experimente eventuell gemeint ?

Gibt es keine Partitur mit Tempiangaben bzw. Werktreue des Komponisten mehr ?

Wer urteilt kategorisch?

@Philharmonikerin:

"..Dann haben Sie aber in Ihrer Kindheit und in Ihrem Leben wenig mitbekommen ...die alleinige Wahrheit (richtige Interpretation) zu kennen ist überheblich. ...."

(Diese Replik empfinde ich wiederum als überheblich...)

Mit keinem meiner Worte maßte ich mir eine allein selig machende Wahrheit an. Musikerlebnisse wie die von mir erwähnten erzeugten in mir das Gefühl unendlichen Glücks und hoben mich über alles hinweg, was ich nicht oder kaum ertragen konnte. Die Intensität der jeweiligen Botschaft traf mich ins Innerste, berührte mein Wesen. Schon das Kind "verstand". - Das hat nichts mit fachlichem Wissen zu tun. Ein Kunstwerk trifft mich, berührt mich, prägt mich - nonverbal. Darüber wollte ich erzählen. Und darüber, was z.B. in dieser "Zauberflöte" ablenkt. Es hat wenig, so empfinde ich es, mit dem Dienen (eher mit sich Bedienen) zu tun. "Musik ist eine heilige Kunst"...

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Sehen wir es doch so...

Die Oper heißt nun einmal:"Die Zauberflöte". Dieses Instrument soll die Menschen verwandeln, Glück vermehren und so weiter. Das Libretto des Komödianten Schikaneder ist halt wegen seiner Unvollkommenheit geradezu für Deutungen prädestiniert. Es wurde viel hereininterpretiert, da man Mozart nicht unterstellen wollte, eine nicht hintergründige Musik geschrieben zu haben. Ebenso war man überzeugt, dass er auch etwas für die Freimaurer mitverpackt hat. Vielleicht ist alles ein bisschen wahr. Aber die Oper bleibt ein heiteres Märchen, das sich hauptsächlich mit der Liebe in vielen Facetten befasst. Dass der Librettist für sich eine Bombenrolle geschrieben hat, sei nur nebenbei erwähnt. Durch die Deutungen in letzter Zeit wird die ursprüngliche Absicht verhunzt. Armer Mozart, das hat er sich sicher nicht verdient. Wobei ich die musikalische Interpretation durch Harnancourt als durchaus interessant beurteile. Meine Kritik bezieht sich ausschließlich auf den Regisseur!

Gast: Emma04
31.07.2012 13:14
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Zauberflöte

Ich war zum ersten Mal in der Oper mit 11 Jahren und habe die Zauberflöte gesehen. Mich beeindruckte das schöne Bühnenbild der Wiener Staatsoper sowie die prächtige Kleidung. Alles war sehr würdevoll und feierlich inszeniert und aus mir wurde ein richtger Klassikfan. Hätte ich als Kind die Inszenierung von Jens-Daniel Herzog gesehen, ich wäre der Oper fortan immer fern geblieben. Ich habe gestern das Bild weggebliendet und nur den guten Sängern gelauscht.

Gast: mailmaus47
31.07.2012 12:52
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Prinz in Unterhosen

Ich versteh - rein technisch - von Musik weniger als meine VorrednerInnen. Es gab schon "Zauberflöten" deren Musik mit besser gefallen hat. Aber Tamino in Unterhosen - das war dann doch zuviel. Wie kann man den Ärmsten nur zu einer so lächerlichen Figur degradieren? Und weshalb treten die drei Knaben in Frack und mit Halbglatze auf? Kann mir den Sinn mal einer erklären? "In diesen heil´gen Hallen", in denen man die Rache nicht kennt, prügeln sich zum Schluss der, "..der seinem Feind vergibt.." mit der sternflammenden Königin? Wie gesagt: Es gab schon schönere "Zauberflöten".

Antworten Gast: gob
03.08.2012 01:16
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Re: Prinz in Unterhosen

Es ist nur eine kleine Erinnerung. In der Zauberflöte, die ich kenne, kannte man zwar die Rache auch nicht, aber der, der seinen Feinden vergibt verhängte auch da die Prügelsstrafe in Form von Sohlenstreichen. Und ob der von mir ansonsten sehr verehrte Dirigent immer mit seinem "Originalfimmel" im Recht ist, bezweifle ich auch. Es ist ja ganz interessant das Ursprüngliche zu hören, aber es wird wohl einen Grund haben, dass manches verändert wurde, heißt es doch so richtig: tempora mutantur .....

Gast: Lothi
31.07.2012 10:21
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Zauberflöte 30. 7. 2012

Was für ein wunderschöner Abend!
Danke, danke, danke!

Gast: Märchenerzählung ...
30.07.2012 10:40
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wo ist die Kritik der Kinderzauberflöte ?

Am Samstag war eine Premiere gegenüber der großen Festspielräume gewesen - in der Aula der Uni wurde eine neue Fassung für 11 Instrumente (und vermindertem Sängerkreis) gespielt und die 'Papageno'geschichte erzählt. süß gemacht - mit entzückenden Ideen in Bühnenbild und Kostümen, einiges war gestrichenen (weil lange und wenig lustige Arien) worden, dem Publikum und den Sängern machte die Aufführung Freunde. Gelächter von Klein und Groß ! ich bin neugierig was ihr Rezensent hier schreibt ....

Gast: DrWernerZoner
30.07.2012 10:18
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Originalklang braucht Originalraum

Nichts gegen den sogenannten Originalklang. Aber: Aufführungen mit "Originalinstrumenten" brauchen einen entsprechenden historischen Raum. Hervorragend waren die Aufführungen der Mozart Opern im Drottingholmer Schlosstheater unter Oestman. Auch in Wien und Salzburg gäbe es geeignete historische Räume, die als Spielstätten genutzt werden könnten. Nur: Dort passt nicht genug Publikum hinein, um entsprechende Renditen zu erzielen. So kommt bei den Salzburger Festspielen das heraus, was der geschätzte DrSinkovicz nur zwischen den Zeilen schreibt. Der Concentus Musicus hat in der Felsenreitschule ebensowenig verloren wie im grossen Musikvereinssaal.

Ich trau mich

@textor :-). Ich trau mich: Schlicht und ergreifend Mist!

Als Philharmonikertochter bin ich mit der Zauberflöte aufgewachsen, habe ihren Zauber ohne Schnickschnack erleben dürfen. Zum ersten Mal unter Furtwängler mit Frick, Seefried, Dermota, Kunz (dem Inbegriff des Papageno), der herrlichen Köth. Nach dem Krieg gab es kein Geld für Eitelkeiten. Die Künstler dienten Mozart und nicht Mozart ihnen. In der Felsenreitschule durfte als einziges "Extra" nur der Hahn vom Mönchsberg krähen. Das nahm aber keiner übel. Das gehörte dazu. - Diese xte "Deutung" eines unsterblichen Werkes war jedenfalls eine der unerträglichsten, bisher verschonte man wenigstens die Musik... Mozarts Tempiangaben eigenen Ideen unterzuordnen - das geht zu weit. Vom Krampf der szenischen Deutung rede ich gar nicht mehr... Darf die Zauberflöte nicht einfach nur ein Märchen sein?!

Re: Ich trau mich

Verzeihen Sie, ich stimme Ihnen in vielen Punkten absolut zu, aber aus meiner Sicht ist die Zauberflöte weit mehr als ein ver- und bezauberndes Märchen.

Antworten Gast: Philharmonikerin
30.07.2012 10:52
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Als Philharmonikerin muss ich Ihnen dazu einfach sagen:

Dann haben Sie aber in Ihrer Kindheit und in Ihrem Leben wenig mitbekommen - Schade!
Musik ist nicht auf die Noten zu reduzieren und nicht auf die Besetzung, sie hat sich immer schon gewandelt und immer schon entwickelt. Mozart war begeistert, siehe seine Briefe, wenn seine Sinfonien in unterschiedlicher Besetzung(sgrösse) gespielt wurden! Tempiangaben sind relativ und ein ewiger Streitpunkt! Wir können die damalige Wirklichkeit, nicht wiederherstellen, aber wir können uns ihr in unterschiedlicher Weise nähern!!! Vielleicht mag ich Harnoncourts Klang auch nicht besonders, aber zu behaupten, die alleinige Wahrheit (richtige Interpretation) zu kennen ist überheblich. Ich kenne sie nicht, das Orchester kennt sie nicht, die Dirigenten nicht aber Sie auch nicht!

Re: Als Philharmonikerin muss ich Ihnen dazu einfach sagen:

Entschuldigung liebe Philharmonikerin, ich habe mich in der Zeile geirrt und habe Ihr Posting als Antwort auf meines verstanden ... :-(

Viel Erfolg weiterhin in Salzburg oder wo auch immer! Ich war gestern bei Philharmonie & Gergiev: Kompliment an alle Beteiligten .... für mich war es ein sehr tiefgehender Klangrausch!!!

Re: Als Philharmonikerin muss ich Ihnen dazu einfach sagen:

Uups, da haben Sie mich leider grob missverstanden ...

Dann haben Sie aber in Ihrer Kindheit und in Ihrem Leben wenig mitbekommen - Schade!

Wenn ich in der Zauberflöte mehr als ein Märchen sehe, entspreche ich Ihrem Urteil? Das verstehe ich nicht! Bitte um Erklärung!

Sie unterstellen mir Unfehlberkeit ... das verstehe ich noch weniger. Ich bin auf der Suche nach einer subjektiv empfundenen Stückwahrheit!

Beispiel: Don Giovanni wurde sehr oft bis vor Kurzem (ich glaube 2002) als sympathischer Casanova dargestellt und ich habe in Slbg 2002 die Aufführung gesehen, die ihn komplett anders dargestellt hat, als bisher. Seitdem gefallen mir die "alten Interpretationen" nicht mehr ...

Ich suche und empfinde subjektiv, und vielleicht genau deshalb ist dien Zauberflöte für mich eher eine Lebenseinstellung als ein Märchen.

Ich empfinde subjektiv und erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit ... ok?

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Warum traut sich denn keiner zu sagen,

dass hier schlicht und ergreifend Mist produziert wurde.

Antworten Gast: zauberflöten liebhaber
03.08.2012 15:20
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Re: Warum traut sich denn keiner zu sagen,

augen nur zwischendurch aufmachen ,sonst nur geniessen

Re: Warum traut sich denn keiner zu sagen,

Weil es vielleicht nicht so einfach ist und sehr oberflächlich wäre?

Antworten Gast: Musica
30.07.2012 09:22
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Von den Postern?


Armer Wolfgang Amadeus Mozart!

Die Leut' unserer Zeit können Deine Opern
nicht mehr richtig werktreu aufführen, deinen unverwechselbaren Genius nicht umsetzen.
Welch legendäre Aufführungen gab es noch in den 80iger-90iger Jahren v.Jhdts bei den Salzburger Festspielen z.B. unter den grossen Dirigenten von Karajan, Karl Böhm, James Levine u.a.m.

Was hätte wohl Herbert von Karajan dazu gesagt?

Viellicht: "Hörens mit dem Spielen da auf. Das ist ja unerträglich. Das gehört sanfter - daa du da di da, gespielt. Furchtbar, das wird nichts".

Oder ihm hätte die Interpretation sogar gefallen? Schwer zu sagen.

Gast: Hans Billian
29.07.2012 00:50
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Musikalisch wunderbar, einmalig, unübertrefflich!

Endlich einmal eine wirklich gut, sinnvoll, klangsinnlich musizierte "Zauberflöte" (ein geniales Stück, das sonst leider notorisch unterschätzt und rasch sowie einfallslos herunterdirigiert und -musiziert wird). Danke, Nikolaus Harnoncourt! Und es schmerzt schon jetzt, an Mozart-Premieren zu denken, die ohne diesen großen Dirigenten werden auskommen müssen! Leider ist René Jacobs nicht ganz so überzeugend, und den Rest der Dirigenten kann man bei diesem Stück ohnehin vergessen.

Antworten Gast: alcindo
29.07.2012 13:50
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Re:de gustibus

leider hat Harnoncourt sich zuviel einfallen lassen und bringt die Zauberflöte zuweilen in die Naehe von "nach" Mozart. aber, wenn es nach Ihrem Geschmack unübertrefflich ist, ist es ja gut für sie, de gustibus... einmalig waren für mich eigentlich vor allem die vielen musikalischen Stolperstricke und Stehenbleiber sowie einige Tempowechsel. um ehrlich zu sein waren auch sehr viele schöne und innige Momente zu hören, aber etwas mehr Respekt vor den in der Originalpartitur notierten Notenwerten und Vortragsangaben wären wünschenswert. mit Gruss

Re: Musikalisch wunderbar, einmalig, unübertrefflich!

Haben Sie sich nicht so, es gibt außer Harnoncourt auch noch andere hervorragende Mozartinterpreten. Sollte es Sie zu sehr schmerzen, eine Mozart-Oper mit einem anderen Dirigenten zu sehen, dann nehmen Sie halt ein Aspirin mit ins Theater. Wasser gibt's am Buffet.

 
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Meinung