Am Freitag hat das Direktorium der Salzburger Festspiele bei einer Pressekonferenz Bilanz gezogen. Dabei wurde bekannt gegeben, dass die Auslastung der Festspiele in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 90 Prozent gesunken ist. Das bedeutet auch die niedrigste Auslastung seit 13 Jahren.
Insgesamt sind 240.000 Besucher in 251 regulären Veranstaltungen gekommen. Rechnet man zu diesen Zahlen drei Benefiz-, zwei Open-Air- und 42 Sonderveranstaltungen dazu, so ergibt das eine Zuschauer-Gesamtzahl von fast 279.000. Dies wiederum bedeutet einen Zuschauerrekord in der Historie der Salzburger Festspiele.
Diese Divergenz ergibt sich aus der Tatsache, dass die Festspiele heuer mit 265.000 Karten um 42.000 Tickets mehr aufgelegt hatten als im Vorjahr. "Wir haben heuer in unsere Schwäche investiert, und im Schlussdrittel der Festspiele besonders viele attraktive Veranstaltungen inklusive Opernpremieren programmiert. Es dauert zwei, drei Jahre, bis das Publikum registrieren wird, dass auch der Schluss und nicht nur der Anfang der Festspiele attraktiv ist", sagte Intendant Alexander Pereira.
Sven-Eric Bechtolf, Regisseur und Schauspielchef: "Man muss wagen und Risiken eingehen, und wir werden das auch in Zukunft tun. Wenn eine Produktion nur zu 60 Prozent ausgelastet ist, dann ist das völlig wurscht. Diese Art von Verschwendung ist keinesfalls obszön, sie ist vielmehr Teil des Festes. Wenn wir permanent 99 Prozent hätten, würde man uns 'Populisten' nennen".
(APA)
Die Freude an den TönenAlles rund um die Salzburger Festspiele
Filmstarts der WocheDiamantenhandel mit Hader, Autorennen mit Vin Diesel 
''The Great Gatsby''Vom Scheitern eines Spektakels
Inge Morath''Menschen'' in der Galerie Leica
Ballett im BerghainKlassischer Tanz erobert den besten Club Berlins