Song Contest 2017: Das zweite Halbfinale

Österreich

Nathan Trent mit "Running on Air"

Er hat es wie neun andere am Donnerstag geschafft, das Minimalziel: Nathan Trent hat sich im Halbfinale des Eurovision Song Contest fürs große Finale qualifiziert. 

Nathan Trent, 25-jähriger gebürtiger Innsbrucker, war den meisten wohl vor der Nominierung gänzlich unbekannt. Sein Goodfeel-Song "Running On Air" bietet leicht-verdaulichen Radiopop, aber auch nicht mehr.

Nathan Trent mit "Running on Air" auf YouTube

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Bulgarien

Kristian Kostow mit "Beautiful Mess"

Der in Moskau geborene Sänger Kristian Kostow hat mit seinem Hipster-Schmachtfetzen „Beautfiul Mess“ durchaus Chancen, den ESC erstmals für Bulgarien zu holen. Sofia Calling? Die Buchmacher sehen ihn jedenfalls auf Platz drei - Tendenz steigend.

Kristian Kostow mit "Beautiful Mess" auf YouTube

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Dänemark

Anja Nissen mit "Where I Am"

Gute Chancen auf einen Spitzenplatz darf sich Dänemark machen. Der dreifache ESC-Gewinner (zuletzt 2013 mit Emmelie de Forest und „Only Teardrops“) enttäuschte bei den vergangenen beiden Malen und schied jeweils im Semifinale auf. Die kraftvolle Pop-Ballade „Where I am“, gesungen von der dänisch-australisch Sängerin Anja Nissen, reichte zumindest fürs Finale.

Anja Nissen mit "Where I Am" auf YouTube

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Israel

Imri Ziv mit "I Feel Alive"

Irgendwo zwischen David Guetta und dem ESC-Gewinner 2015, Mans Zelmerlöw, bewegt sich der diesjährige Beitrag Israels "I Feel Alive". Nicht ganz so catchy wie "Golden Boy" vor zwei Jahren, aber dennoch beliebt beim Publikum.

Imri Ziv mit "I Feel Alive" auf YouTube

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Kroatien

Jacques Houdek mit "My Friend"

Jacques Houdek tritt für Kroatien an, nach der mehrmals im Vorentscheid gescheitert war. Houdek ist kein Freund der Schwulen und Lesben. Er wurde 2011 von der Zagreb Pride zum „Homophoben des Jahrzehnts“ nominiert. Er hatte gleichgeschlechtliche Partnerschaften als „krank“ bezeichnet. Er zeichnet sich durch seinen vielfältigen Stimmeinsatz aus und kombiniert poppiges mit klassischem Singen.

Jacques Houdek mit "My Friend" auf YouTube

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Niederlande

O’G3NE mit "Lights and Shadows"

Auch die Niederlande haben sich für das Finale qualifiziert. Diesmal nicht mit erdigem Country-Folk sondern mit 90er Musik. Das weibliche Trio OG3NE lässt in "Lights and Shadows" singt einwandfrei, der Song ist nett.

O’G3NE mit "Lights and Shadows" auf YouTube

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Norwegen

Jowst feat. Aleksander Walmann mit "Grab the Moment"

Mit zeitgenössischen elektronischen Beats will Norwegen seinen vierten Sieg beim Song Contest einfahren. Ein Finalplatz ging sich aus, allzu weit vorne wird Jowst dort aber nicht landen.

Jowst feat. Aleksander Walmann mit "Grab the Moment" auf YouTube

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Rumänien

Ilinca und Alex Florea mit "Yodel It!"

Rumänien hat sich ins Finale gejodelt. Ja, jodeln. Warum ist das Österreich eigentlich nicht eingefallen? Das Duo Ilinca und Alex Florea steht in der Gunst der Buchmacher fast am Gipfel: Außenseiterchancen auf den Sieg am Samstag.

Ilinca und Alex Florea mit "Yodel It!" auf YouTube

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Ungarn

Joci Pápai mit "Origo"

Unsere Nachbarn schicken den Roma-ungarischen Sänger Joci Pápai ins Rennen - mit einem ins Ohr gehenden Ethno-Pop-Song. "Origo" zählt in den sozialen Medien zu den populärsten Beiträgen heuer.

Joci Pápai mit "Origo" aouf YouTube

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Weißrussland

NAVI mit "Story of My Life"

Die meisten Beiträge werden auch heuer wieder in Englisch gesungen, nicht jedoch jener aus Weißrussland, das durch das Folk-Duo Navi und dem Uptempo-Song „Historyja Majho Zyccia“ (Die Geschichte meines Lebens) vertreten wird. Der Song macht Spaß.

NAVI mit "Story of My Life" auf YouTube

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Ausgeschieden: Serbien

Tijana Bogićević mit "In Too Deep"

Tijana Bogićević (35) ist in ihrem Heimatland Serbien nicht unbekannt. Einmal hat sie bereits am ESC teilgenommen, allerdings als Backgroundsängerin im Jahr 2011. "In Too Deep" ist eine solide Power-Ballade, nicht besonders originell, aber sauber produziert. Die Wucht von Bojana Stamenov (genau, die Kandidatin vom ESC 2015 in Wien) hat sie aber nicht.

Tijana Bogićević mit "In Too Deep" auf YouTube

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Ausgeschieden: Mazedonien

Jana Burčeska mit "Dance Alone"

Auf pumpenden Dance-Beats singt Jana Burčeska - in Anlehnung auf Robyns "Dancing On My Own" - das Lied "Dance Alone". Fürs Finale hat es nicht gereicht.

Jana Burčeska mit "Dance Alone" auf YouTube

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Ausgeschieden: Malta

Claudia Faniello mit "Breathlessly"

Claudia Faniello erinnert mit "Breathlessly" etwas an die Balladen von Celine Dion und Bonnie Tyler. Erstere hat ja bereits vor ihrer großen internationalen Karriere den Song Contest gewonnen, die andere nach ihrer großen Karriere am ESC teilgenommen. 

Claudia Faniello mit "Breathlessly" auf YouTube

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Ausgeschieden: Irland

Brendan Murray mit "Dying to Try"

Auch die erfolgreichste Song-Contest-Nation – Irland hat siebenmal den ESC gewonnen – musste zuletzt stets nach dem Semifinale die Koffer packen. Der 20-jährige Brendan Murray, optisch erinnert er ein wenig an Harry Potter, Mitglied der Boyband Hometown, hat eine besondere Stimme, die allerdings nicht ganz begeistern konnte.

Brendan Murray mit "Dying to Try" auf YouTube

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Ausgeschieden: San Marino

Valentina Monetta & Jimmie Wilson mit "Spirit of the Night"

Der ESC müsste der Sängerin Valentina Monetta eigentlich einen Preis fürs Lebenswerk oder zumindest für Hartnäckigkeit überreichen. Die 42-Jährige tritt heuer - nach 2012, 2013 und 2014 - bereits zum vierten Mal an. Einmal gelang ihr der Finaleinzug, 2014. Heuer wurde es erneut nichts mit dem Einzug ins Finale.

Valentina Monetta & Jimmie Wilson mit "Spirit of the Night" auf YouTube

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Ausgeschieden: Schweiz

Timebelle mit "Apollo"

Der ballad'eske Pop-Beitrag aus der Schweiz wurde von Vornherein nicht allzu gut bewertet. Unser Nachbar hat den allersten ESC im Jahr 1956 gewonnen, ein zweites Mal gelang dies 1988, als die Kanadierin Céline Dion für die Eidgenossen antrat und siegte. Gejodelt wurde aber auch nicht (das erledigt heuer wie bereits erwähnt Rumänien).

Timebelle mit "Apollo" auf Youtube

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Ausgeschieden: Litauen

Fusedmarc mit "Rain of Revolution"

Den „Rain der Revolution“ und den Geist der späten 80er beschwört die litauische Band Fusedmarc. Die Buchmacher sahen den Beitrag in weiser Voraussicht nur auf Platz 38.

Fusedmarc mit "Rain of Revolution" auf Youtube

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Ausgeschieden: Estland

Koit Toome & Laura mit "Verona"

2001 konnte ein anderes baltisches Land, Estland, den ESC gewinnen. Heuer besingen Koit Toome und Laura „Verona“. Der Popsong klingt nach der Handschrift von Dieter Bohlen. Trotz ganz guter Wettquoten reichte es nicht für einen Platz im Finale. 

Koit Toome & Laura mit "Verona" auf YouTube

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