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"Iss jetzt": Gehirn macht Schokolade unwiderstehlich

21.09.2012 | 13:59 |   (DiePresse.com)

Schon beim Anblick der Süßigkeit setzt ein kleines Gehirnareal eine opiumähnliche Substanz namens Enkephalin frei.

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US-Forscher haben herausgefunden, was Schokolade so unwiderstehlich macht: Schon beim Anblick und dann auch beim Verzehr der Süßigkeit setzt ein kleines Gehirnareal eine opiumähnliche Substanz frei, das Enkephalin. Dieses löst im Gehirn eine Art "Iss jetzt"- und "Iss mehr davon"- Befehl aus. Das haben die Wissenschaftler in einem Experiment mit Ratten festgestellt. Bei diesen stieg der Enkephalin-Gehalt im Gehirn, sobald sie Schokolade vor sich sahen und zu fressen begannen, berichten die Forscher im Fachmagazin "Current Biology".

Injizierten die Forscher den Tieren in einem Folgeversuch eine kleine Menge Enkephalin in das Hirnareal, das sogenannte dorsale Neostriatum, schlangen die Ratten anschließend sogar doppelt so viel Schokolade in sich hinein als normalerweise. Rechne man diesen Konsum von 17 Gramm Schokoladendrops auf einen Menschen um, entspräche dies 3,6 Kilogramm Schokolade. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Enkephalin nicht nur bei Ratten, sondern auch beim Menschen übermäßiges Essen und Suchtverhalten antreibt", sagt Erstautorin Alexandra DiFeliceantonio von der University of Michigan in Ann Arbor.

Enkephalins steigert Gier

Der Signalstoff werde beim Anblick von Schokolade und möglicherweise auch anderer süßer und fetthaltiger Nahrung ausgeschüttet. Dies geschehe im gleichen Hirnareal, das auch aktiv wird, wenn Drogensüchtige andere beim Drogenkonsum beobachten oder Übergewichtige Nahrung sehen.

Die Ausschüttung des Enkephalins in diesem Hirnareal steigere indes nur die Gier der Ratten auf die Schokolade. Den Tieren habe die Schokolade dabei nicht besser geschmeckt als sonst, wiesen die Forscher in einem weiteren Versuch nach. Sie wollten einfach nur schnell und viel davon fressen.

(APA/sda)

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5 Kommentare
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Auch die medizischen Wissenschaften unterliegen einem Metabolismus.

Die Endprodukte dieses Metabolismus üben eine besondere Anziehungskraft auf die Journalisten und Journalistinnen in der Gesundheitsredaktion der führenden Zeitung des Landes aus.
So werden wir wöchentlich mit der unwissenschaftlichen übelriechenden Jauche von abstrusen Scheinstudien übergossen.
Man könnte auch von des Hauswarten des Abtritts der Medizin sprechen.

Sollte nicht

auch Kaffee als Suchtmittel verboten werden?

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diese versuchsratten

haben mehr glück gehabt,als viele ihre artgenossen.

Gast: vito c
21.09.2012 16:20
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schade, wird wohl auch verboten werden

dabei ess ich so gern schokolade. wenn dass aber etwas mit dem ausschütten einer opium ähnlichen substanz einhergeht, wird wohl bald schokolade verboten werden. denn alles was spass macht und von dem man nicht genug bekommen kann, wird doch verboten.

kürzlich nannte man das in einer deutschen zeitung die talibanisierung des westens.

vielleicht checken es die verbotsgeilen politiker irgendwann einmal, dass viele menschen lieber ein wenig kürzer leben, dafür aber mehr spass haben. denn es geht nicht um lebensjahre, es geht um die gesamtintensität. und ein feuer das heller brennt, kann eben nicht so lange brennen, aus bladerunner. obwohl, wenn man sich keith richards ansieht?

ich esse nach wie vor schoko. kann man körpereigene drogen eigendlich verbieten? vielleicht müssen irgendwan nman alle menschen in die klinik, und es wird ihnen chirurgisch die möglichkeit zu spass und freude entfernt.

übrigens: die gier, leider gibt es kein anderes wort dafür, ist gut: gordon gekko

Antworten Gast: Wo bleibt der Widerstand?
21.09.2012 20:47
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Re: schade, wird wohl auch verboten werden

Die Verdummungskampagnen und Verbotspolitik dieser Zeit sind signifikant geworden, wir steuern da auf auf eine bedeutende historische Kreuzung zu.
Ich bin nur mit einem, meiner Meinung nach, sehr wichtigen Punkt nicht einverstanden, nämlich dass mehr Spass haben kürzer leben bedeutet. Solche Aussagen sind ja genau die Folgen der permanenten Verunsicherung durch Warnhinweise aller Art.
Ich behaupte das Gegenteil: Rauchen macht nicht krank! Schokolade ebenso wenig!
Gesundheit ist keine rein mechanistische Konsequenz, sondern ebenso eine mentale. Viele Ärzte und Experten haben dies noch nicht begriffen und haben dennoch keine Hemmung, ihr Halbwissen als Dogmen zu verbreiten.