Die Sacher-Torte feierte 175. Geburtstag

23.04.2007 | 15:37 |   (APA)

Im Jahr 1832 kreierte der damals 16-jährige Kocheleve Franz Sacher für den Hof des Fürsten Metternich die berühmte Torte.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Eine der berühmtesten Wienerinnen feiert ihren 175. Geburtstag: Im Jahr 1832 kreierte der damals 16-jährige Kocheleve Franz Sacher für den Hof des Fürsten Metternich die berühmte Sacher-Torte. Am Donnerstag feierte die heutige Chefin des Hotel Sacher, Elisabeth Gürtler, bei einer Pressekonferenz in der Nobelherberge das Jubiläum der Mehlspeise.

Unter den Gratulanten war auch Opernsängerin Montserrat Caballe, die ebenfalls Geburtstag hatte. "Die Sacher-Torte ist um 101 Jahre älter als ich", verriet Caballe. Die gewichtige Sängerin hatte 1959 ihre erste Bekanntschaft mit der Mehlspeise. "Ich war sofort begeistert", schwärmte die Diva. Selbst dass in einem einzigen Stück rund 600 Kalorien stecken, konnte Caballe nie abschrecken: "Kalorien kommen in meinem Wortschatz nicht vor."

Ein Teil des Erfolges der Torte - heute werden alljährlich etwa 360.000 Stück hergestellt - ist wohl, dass das genaue Rezept eifersüchtig geheim gehalten wird. Neben Elisabeth Gürtler kennen gerade zwei Mitarbeiter des Hotels den Inhalt des handgeschriebenen Originals, das in einem Safe weggeschlossen ist. Und die Eingeweihten wurden vertraglich zu Stillschweigen verdonnert.

"Wenn ich es verrate, muss ich eine sechsstellige Summe Pönale zahlen", sagte Küchenchef Alfred Buxbaum. Unmoralische Angebote gab es dennoch immer wieder. "Einmal wollte mich sogar ein Hotel in Dubai abwerben", sagte der Küchenchef. Bisher hat er den Verlockungen allerdings widerstanden. So viel sei aber verraten: Es sind weniger die Zutaten als deren Zubereitung, die das wahre Geheimnis ausmachen. "Ich kann etwa keine Sacher-Torte machen, obwohl ich das Rezept kenne", gestand Gürtler.

Bei der Verteidigung der Bezeichnung "Original Sacher Torte" kennen die Erzeuger auch keinen Spaß. Mehrmals wurde gegen Konkurrenz alle gerichtlichen Instanzen hindurch um das Recht des Namens gestritten. "Das Hotel Sacher bekam immer Recht", gab sich Gürtler selbstbewusst. Um vor Fälschungen sicher zu sein, wurde die Torte - von der Aufschrift bis hin zu einem Siegel - inzwischen mit beinahe so vielen Erkennungsmerkmalen wie eine Euro-Banknote versehen.

Der Geburtstag der Mehlspeise wurde selbstverständlich mit einer Sacher-Torte begangen. Die 1,75 Meter große Schokobombe wurde nach der Präsentation dem Clara-Fey Kinderdorf gespendet.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

2 Kommentare
Gast: Verletzter Gast
26.04.2007 19:35
0

Dank an Demel

Ich möchte hiermit recht herzlich bei der Fa. demel für die Zusendung einer Torte bedanken.

Hätte wirklich nicht gedacht das sich wer meldet, es war nicht Sacher, dafür aber Demel,tiefste Ergriffenheit.

Herzlichen Dank.

Otto

PS: @ presse, warum haben sie meinen Kommentar gelöscht, war er für das noble Haus Sacher ein Dorn im Auge, oder habe ich ihre Etikette verletzt.

Mann, müßt ihr schwach sein, das man ein nicht beleidigenes Posting löscht.

Bin mal gespannt ob wenigstens dieses etröffentlicht wird - Es sollte auch da ich euch hiermit einen Elfmeter auflege !

Antworten Gast: Verletzter Gast
27.04.2007 15:04
0

Re: Dank an Demel

Danke !

AnmeldenAnmelden