Neue Food Trends: Latte Art, ernstgemeint

Cremart

Wahre Kunst bringt dieser koreanische Barista auf die Kaffeetasse: Kangbin Lee betreibt sein eigenes Café in Seoul und nennt seine Milchschaumkunst Cremart. Ob die "Sternennacht" von Vincent van Gogh...

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... oder Alice im Wunderland: Dieser Milchschaum ist fast zu schön zum Schlürfen. Woraus die Bilder bestehen? In einem Interview mit "Lonely Planet" wollte der Latte-Artist sein Geheimrezept nicht verraten.

Instagram/@leekangbin91

Drachen-Atem

Das Restaurant "Chocolate Chair" in Los Angeles verkauft eine Süßigkeit, die den Esser in einen Drachen verwandelt - fast.

Instagram/@stellyval

Die kleinen süßen Kügelchen werden mit Stäbchen aufgespießt und dann gegessen. Weil sie mit flüssigem Stickstoff gefüllt sind, erzeugen sie ordentlich Dampf...

Instagram/@chaseweaver

... der dann durch Nase und Mund wie bei einem Drachen ausgeblasen wird: Daher auch der Name "Dragon's Breath", Drachenatem also. Wobei: Viele Nichtraucher verwenden die Süßigkeit auch, um ihre Freunde hineinzulegen. Der Unterschied zwischen Stickstoff und viel Rauch dürfte auf Fotos nicht besonders groß sein.

Instagram/@xcruz20x

Essig-Limonade

Eine Limonade mit Einmachessiggeschmack erfreut jene Feinspitze, die gern den Saft aus dem Gurkenglas trinken.

Instagram/@grandpajoes

Sushi in Sneaker-Form

Filigrane Kunstwerke sind diese experimentellen Sushi, die ein italienischer Koch bastelt. Ob Sneakers von Nike...

Instagram/@theonigiriart

...Trainingsschuhe von Fila...

Instagram/@theonigiriart

...oder Schlapfen von Supreme: Der Sushi-Künstler - der in der "Sakana Sushi Bar" in Mailand arbeitet - gibt ihnen eine neue, fischige Form.

Instagram/@theonigiriart

Auch seine Freunde samt ihrer modischen Präferenzen wurden von ihm schon in Reis, Fisch und Seetang verewigt.

Instagram/@theonigiriart

Für die Freundin gab es einen Sushi-Miniaturblumenstrauß zum Weltfrauentag.

Instagram/@theonigiriart

Durchsichtiger Kaffee

Weil sie so viel Kaffee trinken, machten sich zwei Londoner Brüder Sorgen um ihr Aussehen - immerhin verfärbt die braune Brühe die Zähne. Die Lösung: "Clear Coffee", durchsichtiger Kaffee, der kalt serviert wird. Wie das Gebräu entsteht, verraten die Erfinder übrigens nicht - Zusatzstoffe sollen keine Rolle dabei spielen. Das Getränk kann in 200-Milliliter-Glasfläschen um rund sieben Euro erworben werden.

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Eiscreme-Ramen

Was aussieht wie Nahrung für Aliens, ist ein Dessert. Die türkisfarbenen, schimmernden Fäden heißen "Ice Cream Ramen", sind aber weder Ramen noch aus Eiscreme - sondern sind japanische Gelee-Nudeln aus Seetang auf einem Spiegel aus Crushed Ice und Milch.

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Zu dem Eis-Milch-Mix kommen dann Früchte - Mango und Melone - und ein Sirup aus Pfirsichen.

Instagram/@christine_angeliena

Spaghetti-Donuts

Warum braucht man Pasta in Donut-Form? "Vermutlich, weil wir in New York sind", schreibt eine Bloggerin auf Instagram über die neueste kulinarische Errungenschaft aus der US-Metropole.

Instagram/@feedyourgirlfriend

"Pop Pasta" nennt sich die Kreation.

Instagram/@stepyhaf

Asche-Eiscreme

Farblich ansprechend ist die Eiscreme aus Kokosnussasche allemal. Die Instagrammer auf dem Foto kombinierten dazu minimalisitisch Kugeln von Rohmilch- und Honigeis.

Instagram/@feedyourgirlfriend

Marshmallow-Polarbär

Essbare Dekoration ist dieser Eisbär, der in Tassen mit Milchgetränken eingesetzt werden kann.

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Die Deko besteht aus Marshmallowmasse - und erinnert vom Konzept her an die in den USA beliebte Heiße Schokolade mit Marshmallow-Topping.

Instagram/@lilsxd

Sushi-Donut

Food-Hybride liegen nach wie vor im Trend. Die Mischung aus Sushi und Donut verbreitet sich gerade viral im Web und könnte dadurch wohl bald in immer mehr Restaurants serviert werden.

Instagram/@projectpokeco

Geschmacklich dürfte es nicht viel anders als eine Sushi-Rolle schmecken, immerhin besteht der Donut aus Reis und wird mit den unterschiedlichsten Toppings belegt.

Instagram/@projectpokeco

Eiswatte

In Cebu City auf den Philippinen kommt man im "Room For Dessert by Casa Verde" Eis in einer Wolke aus Zuckerwatte.

Instagram/@roomfordessertbycv

Blossoming Hot Chocolate

Fast zu schön zum Trinken ist die neue Kakao-Kreation des weltbekannten Bäckers Dominique Ansel.

Instagram/@dabjapan

Dabei handelt es sich um heiße Schokolade, die mit einer Marshmallow-Blüte verschönert wird.

Instagram/@carsonnnilu

So sieht das Ganze dann im Zeitraffer aus.

Die "Blossoming Hot Chocolate" gibt es in den Läden von Dominique Ansel, etwa in London, New York oder Tokio.

Instagram/@dominiqueansel

Nitro Coffee

Der heißeste Kaffee-Trend des Sommers kommt aus den USA und ist ziemlich kalt: Nitro Coffee. Beim Stickstoff-Kaffee handelt es sich um nichts anderes als kalt aufgegossenen Kaffee, also Cold Brew, der mit Stickstoff versetzt wird und wie Bier aus dem Zapfhahn fließt.

Instagram (eatwithemistry)

Coffee in a Cone

Eisstanitzel mit Kaffee. Das ist die Geschäftsidee des südafrikanischen Baristas Dayne Levinrad von "The Grind Coffee Company" in Südafrika.

Instagram/@claudia_dantas

Die Idee hat sofort eingeschlagen. Wahrscheinlich auch, weil sich die Foodie-Innovation so gut fotografieren lässt. Eine dicke Schokoladenbeschichtung sorgt übrigens dafür, dass das Stanitzel nicht leckt. Mehr als zehn Minuten sollte man sich mit dem Trinken jedoch trotzdem nicht Zeit lassen.

 

Instagram/@mahmood_surty

Pink Latte

Nicht nur schön anzusehen, sondern auch gesund ist diese Gourmet-Innovation. Pink Lattes werden nämlich nicht mit Kaffee, sondern vielmehr mit Roten Rüben und Milch hergestellt.

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Gerolltes Eis

Gerolltes Eis ist in Thailand ein sehr populäres Dessert. Die Form erhält es, indem das Eis auf eine sehr kalte Platte dünn aufgelegt und dann mit einem Spatel abgekratzt wird. Kürzlich erobert das ungewöhnliche Eis auch New York.

Instagram/@allerhande

Churro-Ringe

In Kalifornien isst man jetzt Churro-Ringe, die mit Saucen und diversen Toppings versehen sind.

Instagram/@theloopchurros

Zerlegter Kaffee

In seine Einzelteile zerlegt wird der Kaffee im australischen Industry Beans Café. Zwar servieren die Inhaber und "Kaffee-Wissenschaftler" Trevor und Steve Simmons schon drei Jahre lang so ihren Kaffee, jetzt aber wurden sie durch einen viralen Facebookpost bekannt.

 

 

Instagram/@ssums_0

Die australische Schriftstellerin Jamila Rizvi veröffentlichte dieses Bild auf Facebook um ihrem Ärger Luft zu machen. "Das Hipstertum geht mit einem Kaffee, der in seine Einzelteile zerlegt serviert wird, zu weit", schreibt sie darunter. Das Bild wurde fast 5000 Mal geteilt und hat fast 23.000 Likes.

Instagram/@jamilarizvi

Roseneis

Fast zu schön um sie zu essen sind die Rosen aus Eis, die sich in Paris, Australien und New York großer Beliebtheit erfreuen.

Instagram/@kates.diary

Von Hand werde die Eissorten mit einem flachen Spatel drapiert, schließlich isst das Auge auch mit.

Instagram/@beautyplusapp

Schwarz

Nicht allen wird hingegen dieser Trend gefallen. Macarons kommen normalerweise in Pastellfarben daher.

Instagram/@inspirations.summer

Für die ungewöhnliche Farbe wird häufig die Tinte von Tintenfischen verwendet, was zusätzlich noch für einen etwas spezielleren Geschmack sorgt.

Instagram/@lukas_strike

Pizza-Pizzaschachtel

Von Kartons hat man in der Vinnie's Pizzeria in Brooklyn anscheinend genug. Stattdessen hat man eine Pizzaschachtel aus Pizza entworfen. Kein Abfall, 100 Prozent Pizza und 100 Prozent Genuss lautet nun das Motto.

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Umgerechnet etwa 35 Euro kostet die Pizza mit Schachtel, die Gäste scheinen von dem neuen Konzept begeistert zu sein.

Instagram/@juliareinstein

Raindrop Cake

Ein Kuchen, der das Aussehen eines übergroßen Wassertropfen hat, ist das neue Must-Have der New Yorker Foodie-Szene. Auf dem "Smorgasburg Food Market" wurde das Dessert des japanischen Kochs Darren Wong um acht Dollar verkauft und findet reißend Absatz. 

Instagram/@raindropcake

Der Raindrop Cake selbst ist fast geschmacksneutral und hat kaum Kalorien. Hergestellt wird er aus Mineralwasser und Agar Agar, einem Geliermittel.

Damit es nicht nur bei einem Erlebnis auf der Zunge bleibt, wird der "Kuchen" mit geröstetem Sojabohnen-Pulver und einer Sauce aus braunem Zucker gegessen.

Instagram/@raindropcake

Rice Pudding Burger

Der Rice Cream Shoppe in New York City hat sein Sortiment erweitert. Reispudding wird nun auch in Brioche-Brötchen mit Erdbeermarmelade und unterschiedlichen Toppings angeboten.

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Die Brötchen landen nach der Befüllung im Toaster ehe sie aufgeschnitten und nochmals mit Toppings beladen serviert werden.

Instagram/@eniolaloa

Sushi Burger

Sushi in Form von einem Burger ist ebenfalls ein neuer Foodtrend aus den USA. Statt einem Burger-Brötchen kommt Reis zum Einsatz, bei der Fülle ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Instagram/@senorbunz

Statt mit den Händen oder Stäbchen wird der Sushi-Burger übrigens mit Gabel und Messer verspeist.

Instagram/@flaviasoifo

Auch „Purple Bread“ lässt die Internetgemeinde hellhörig werden. Ein Lebensmitteltechniker der Univer­sität Singapur hatte via CNN verlautbart, ein violettes Brot ertüftelt zu haben, das dank der Pflanzenfarbstoffe Anthocyane um zwanzig Prozent langsamer verdaut wird und länger satt hält. Die Anthocyane hatte er aus violettem Reis extrahiert, die violette Farbe des Brots war eigentlich nur ein Nebeneffekt. 

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Nachdem nicht jeder Zugang zu diesem Pulver haben dürfte, ist eine Idee der farbverliebten Sterneköchin Tanja Grandits aus Basel umso interessanter: Sie hat ein Brotrezept mit dem „Purple-Carrot“-Saft der Marke Biotta entwickelt, das mit seiner tiefpurpurnen Farbe auch optisch ein Gewinn ist.

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Smoothie Bowl

Green Smoothies sind längst nichts Neues mehr. 2016 kommen sie in der Schüssel daher. Mit Joghurt zubereitet entsteht ein dickeres Mus, das gelöffelt werden kann. Unterschiedliche Toppings wie Früchte und Nüsse sorgen für ein neues "Müsli-Erlebnis".

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Acai Bowl

Ebenfalls aus der Schüssel gegessen werden die Acai-Bowls. Die Basis sind Acai-Beeren, die mit Obst und Milch zu einem Mus prüriert werden.

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Infinite Food

Trendforscherin Hanni Rützler hat im Trendreport des Zukunftsinstitutes und der Lebensmittelzeitung auch diesen Trend identifiziert. Essen wird bald immer und überall möglich sein. Nicht nur im To-Go- und Streetfood-Bereich, sondern auch branchenübergreifend. Damit ist etwa Essen in Modegeschäften oder Museen gemeint.

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Abo-Boxen

Schon in den vergangen Jahren war die Nachfrage nach Abo-Boxen für Bio-Lebensmittel, Snacks oder aufeinander abgestimmte Gerichte groß. Das Angebot differenziert sich noch mehr, Deluxe-Varianten wie etwa Purple Carrot in den USA wird es wohl bald auch bei uns geben.

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Birkenwasser

Kokoswasser liegt längst nicht mehr so im Trend wie Birkenwasser. Die süße Flüssigkeit wird aus dem Stamm der Birke gewonnen und soll viele gesunde Inhaltsstoffe haben.

 

 

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Avocadoöl

Kokosöl wird von Avocadoöl abgelöst. Es ist reich an Vitamin E und A und enthält viele ungesättigte Fettsäuren.

 

 

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Poké

Poké stammt aus Hawaii. Dabei handelt es sich um einen rohen Fischsalat, der mit Zwiebel, Sojasauce und Sesamöl angerichtet wird.

 

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Seetang

Seetang wird Grünkohl (Kale) ablösen, wenn man den Trendforschern glaubt. In vielen asiatischen Ländern ist es seit Jahrzehnten ein Grundnahrungsmittel. Dieses Superfood ist günstig in der Verarbeitung und wächst zuhauf im Meer, wodurch es keinen ökologischen Fußabdruck hinterlässt.

 

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Spiritual Food

Ernährung wird immer mehr zur Ersatzreligion. Gut zu sehen ist das etwa bei Veganismus, wo die ethische Verantwortung für Tiere und die Umwelt an Bedeutung gewinnt.

In den USA ist zudem der Trend zu beobachten, dass immer mehr als koscher oder halal ausgewiesene Produkte gekauft werden, ohne den Religionen anzugehören.

Eingelegtes Gemüse

Hausgemachtes liegt im Trend. 2016 sollen neben Marmelade und Brot auch eingelegtes Gemüse in allen Varianten auf den Tisch kommen.

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Urgetreide

Emmer und Einkorn sowie Pseudo-Getreide wie Amaranth, Quinoa oder Buchweizen sind stark im Kommen. Die Wiederbelebung scheint beim Backen und Kochen gut zu funktionieren.

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Kalt gebrühter Kaffee

Auch Kaffeeliebhabern gehen die Ideen nicht aus. Kalt aufgebrühter Kaffee, der weniger Säure- und Bitterstoffe hat, war 2015 schon in den USA ein Renner. Außergewöhnliche Kaffeebohnen und Kaffee-Sommeliers sorgen für Variantenreichtum.

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Fast Good

Fast Food wie Burger erleben ebenfalls ein Comeback, allerdings in der gesunden Variante. Schnell und hochwertig sollen dabei kein Widerspruch mehr sein.

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Gemüse als Hauptspeise

Der Gemüse-Spaghetti-Boom, bei dem etwa Zucchini oder Karotten spiraliert und als Nudel-Ersatz gegessen werden, ist noch nicht vorbei. Zudem sind alte Gemüsesorten wie Pastinaken und Topinambur wieder auf dem Vormarsch.

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Neue Klassiker

Gutbürgerliches Essen wie Schweinsbraten mit Knödel oder auch fast Vergessenes wie Innereien kommen wieder in Mode. Die Klassiker müssen aber modern interpretiert werden.

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Selbstgemachte Wurst

Nicht nur in der Gastronomie versucht man sich an selbstgemachten Würsten. Auch in der eigenen Küche wird angeblich verstärkt der Fleischwolf angelassen.

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Astronautenessen

Wer sich flüssig ernähren möchte, ohne auf wichtige Nährstoffe zu verzichten, kann sich in den USA schon diverse Shakes nach Hause liefern lassen. Diese Ernährungsform scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen und kommt vielleicht bald über den großen Teich.

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