Actimel-Werbung wurde in Großbritannien verboten

Kinder lieben Actimel, das ist gut für sie und obendrein wissenschaftlich bewiesen - mit dieser Botschaft wollte Danone für das Produkt Actimel werben. Die britische Werbeaufsicht ist nicht einverstanden und stellt sich quer.

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(c) (Fabry Clemens)

Die britische Werbeaufsicht ASA hat auf der Insel die Ausstrahlung aktueller TV-Werbespots für das Danone-Produkt Actimel gestoppt. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde vom Mittwoch sind die Behauptungen des Lebensmittelskonzerns, dass Actimel positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern habe, nicht erwiesen.

Die Werbespots in Großbritannien zeigten spielende Kinder, eine Stimme aus dem Off erläuterte, dass Kinder Actimel "lieben" und dass das Getränk zudem gut für sie sei. Im Anschluss hieß es, es sei wissenschaftlich belegt, dass Actimel die natürlichen Abwehrkräfte von Kindern stärke. Die Wörter "wissenschaftlich erwiesen" waren auch auf dem Bildschirm zu lesen.

Studien sollen nicht glaubwürdig sein

Danone hatte bei der ASA seinerseits erklärt, die Vorzüge von Actimel seien durch 23 Studien an mehr als 6.000 Menschen aller Altersgruppen belegt seien, an acht dieser Studien hätten Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre teilgenommen. Die ASA hielt dem aber entgegen, dass einige dieser Studien wegen ihrer Teilnehmergruppen nicht auf jene Gruppen übertragen werden könnten, an die sich die TV-Spots in Großbritannien gerichtet hätten. So seien für eine der Studien schwer durchfallkranke Kinder in indischen Krankenhäusern überprüft worden. Auch andere Studien überzeugten die ASA nicht, weil die Kinder dafür doppelt so viel Actimel - nämlich 200 Gramm – trinken mussten wie von der Herstellerfirma Danone empfohlen.

(Ag.)

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