Die Fastenspeise aus dem Schneckenhaus

Die Weinbergschnecke hat in Wien lange Tradition – nicht nur als Fastenspeise. Andreas Gugumuck versucht das seit Jahren wieder in Erinnerung zu rufen. Leicht ist das immer noch nicht.

Andreas Gugumuck züchtet in Rothneusiedl im zehnten Wiener Gemeindebezirk Weinbergschnecken. Die Gastronomie nimmt diese als Fastenspeise mittlerweile dankend an.
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Andreas Gugumuck züchtet in Rothneusiedl im zehnten Wiener Gemeindebezirk Weinbergschnecken. Die Gastronomie nimmt diese als Fastenspeise mittlerweile dankend an.
Andreas Gugumuck züchtet in Rothneusiedl im zehnten Wiener Gemeindebezirk Weinbergschnecken. Die Gastronomie nimmt diese als Fastenspeise mittlerweile dankend an. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die Mönche waren es, die die Schnecken als Fastenspeise kultiviert haben. Im Gegensatz zu Bockbier, Kräutern, Hochprozentigem oder auch dem Karpfen – alles Lebens- oder Genussmittel, die in Klöstern eine lange Tradition haben –, lassen Schnecken den einen oder anderen immer noch mit einer gewissen Hemmschwelle kämpfen. Das spürt Schneckenzüchter Andreas Gugumuck seit Jahren tagtäglich. Seit 2008 befasst er sich mit Weinbergschnecken und vertreibt diese mittlerweile recht erfolgreich über die Gastronomie. Es sei aber immer noch kein Leichtes, dem Wiener die Schnecke schmackhaft zu machen. „Wenn sie es einmal probiert haben, dann sind die meisten begeistert. Aber für manche braucht es Überwindung“, sagt der Wiener, der stets mit Schieferkappe, Jeans, Hemd und Hosenträger auftritt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.03.2017)

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