Wenn es draußen so richtig kalt wird, haben heiße Maroni Hochsaison. Rund 220 Straßenstände wurden in den vergangenen Wochen in den Straßen Wiens aufgestellt, wo bis Ende April neben Maroni auch Bratkartoffeln und Kartoffelpuffer angeboten werden. Dass die Mehrheit der Händler diese und nicht andere Waren im Angebot hat, ist auf die geschichtliche Entwicklung zurückzuführen, erklärt die für die Genehmigung der Stände verantwortliche MA 59. Für den Verkauf gebratener Früchte sei einst nämlich kein Befähigungsnachweis notwendig gewesen.
Heiße Maroni sind aber nicht nur ein schneller, wärmender Snack, sondern gelten auch als sehr gesund: Dank ihrer enthaltenen Kombination von Kalzium und Phosphor stärken sie Knochen und Zähne, Vitamin B und Phospor sind für die Nerven gut. Aus der enthaltenen Aminosäure Tryptophan kann sich der Körper das Glückshormon Serotonin basteln und selbst bei spätabendlichem Verzehr liegen Kastanien nicht schwer im Magen.
Die Mehrheit der in Österreich verkauften Edelkastanien kommt aus Italien oder der Türkei. Die Qualität wird dabei ebenfalls von der MA 59 überprüft. Jährlich werden rund 70 Proben bei Straßenständen und Großhändlern entnommen und getestet. Im Vorjahr wurden fünf als für den menschlichen Verzehr ungeeignet beanstandet - wegen Schimmels und Insektenfraßes. In der seit 1. Oktober laufenden Saison sei derlei Unerfreuliches aber noch nicht entdeckt worden, freute sich die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger in einer Aussendung.
(Ag./ Red.)

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