Beim Experimentieren in seinem Labor hat ein französischer Biologe zufällig einen Wein aus Teeblättern erfunden, der sich binnen weniger Monate schon tausendfach verkauft hat. Frederic Pottecher probierte in seinem Labor in der Nähe von Orleans im Landesinneren mit grünem Tee herum, um ein neues Nahrungsergänzungsmittel zu entwickeln, wie er erzählte. Als der Tee zu fermentieren begann, sei ihm die Idee gekommen, eine Art Wein daraus zu keltern. "Tee hat sehr ähnliche Eigenschaften wie Wein", sagte Pottecher. "Er enthält Gerbstoffe und Polyphenole, und wenn man Hefe und Zucker beigibt, beginnt die Gärung."
Mittlerweile stellt der 48-jährige Unternehmer, der seit zwanzig Jahren verschiedene Nahrungsergänzungsmittel produziert, fünf verschiedene Sorten seines "Teeweins" her. Als Grundlage diene biologisch angebauter Grüntee aus China, dem er für den Geschmack andere Pflanzen wie Safran, Hibiskus und Moosbeere beimische, sagte Pottecher. "In knapp drei Monaten haben wir schon mehrere tausend Flaschen verkauft. Unser Ziel für dieses Jahr sind 40.000 Flaschen." Mittelfristig wolle er "einige hunderttausend Flaschen" produzieren und den 13,5-prozentigen Teewein nach Hongkong und China sowie Japan verkaufen.
(APA/AFP)
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