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Persische Küche

07.11.2009 | 18:25 |  von ERICH KOCINA (Die Presse)

Persische Küche mit Musik und viel Improvisation in der Seidenstraße.

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Es muss nicht immer das oberste Preissegment sein. Ab und zu bergen gerade kleine Lokale, die es wohl nie in einen Restaurantführer schaffen, große Überraschungen. Und auf die muss man zeitweise erst gestoßen werden – mit einem kitschig-bunten Bild einer orientalisch gekleideten Frau, die in Denkerpose zwischen einer Schale Granatäpfel und einem orientalischen Satieninstrument posiert.

Eigentlich ist das Restaurant Seidenstraße in der Jörgerstraße ja eher eine Pizzeria. Und tatsächlich hat das kleine Lokal noch durchaus den spröden Charme einer Pizza-to-go-Lokalität. Doch seit März wird hier auch persische Küche angeboten. Und das in einer Variante, wie man ihr nicht überall begegnet – Abgousht, ein iranischer Bohneneintopf mit Rindfleisch und Reis, wird da etwa mit Mörser serviert, in dem man das Gericht selbst zu einem Brei zerstampfen soll, nachdem man die Flüssigkeit als Suppe herausgelöffelt hat.

Lustig, das. So wie auch die musikalische Untermalung, der man hier kaum entkommt – so man das denn überhaupt wollte. Wirt und Gäste legen im Nebenraum immer wieder spontane Übungssessions ein, ab und zu gibt es auch geplante Konzerte mit orientalischer Musik. Für ein spontanes Abendessen jedenfalls eine denkbare Variante. Und – Sakko und Krawatte bitte daheim lassen.

diepresse.com/schaufenster

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.11.2009)

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