Laut landläufiger Meinung soll man im Hochsommer kalt duschen und leicht essen – Mozzarella und Salat und so. Das ist aber erstens elend langweilig und zweitens wissenschaftlich nicht zu 100 Prozent bewiesen. Wagen wir daher die Gegenthese: Wenn man heiß duscht, sind die 35Grad Außentemperatur danach eine Abkühlung. Und dann ab in den Gmoakeller. Der klingt kühler als er ist – zumindest draußen heizt sich der Garten ganz schön auf. Aber echte Esser harren trotzdem unter den Schirmen aus. Etwa für ein gebackenes Hirn. (Eine kleine Bitte an alle Köche: Lasst dieses frittierte Grünzeug drauf.) Der Gmoakeller ist zu Recht für seine Innereien berühmt, die genialen Nierndln in Zwiebel-Estragon-Pfeffer-Sauce geben der Hitze den Rest. Genau, das schmeckt ziemlich intensiv gewürzt. Wer das – gute – Naturschnitzel bestellt, schwimmt später sicher am Beckenrand. Danach noch eine großartige Marmelade-palatschinke. Man will sich doch später auf dem Weg durch den Stadtpark auf jede Bank setzen. Noch eine Woche hat der Gmoakeller in diesem schönen Sommer offen, dann wird umgebaut. Allen Puristen sei daher schnell noch ein Besuch empfohlen, wer weiß, wie hübsch das Lokal danach aussieht. Innen ist es übrigens schön dunkel, ideal an einem strahlenden Tag.