21.05.2013 11:34 Merkliste 0

Im Keller: Ein Hauch von Burgund

05.07.2012 | 17:10 |  von Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Die Riede Jungherrn ist eine der besten Lagen

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Weinberge über dem Wiener Kahlenbergerdorf bewirtschaften die Augustiner-Chorherren in Klosterneuburg schon seit vielen Jahrhunderten. Die Riede Jungherrn ist eine der besten Lagen. Das Muschelkalkgestein und der ständige Wind sorgen dafür, dass hier Burgunder besonders prächtig gedeiht. Auch der Weißburgunder 2011. Klassischer Duft nach Honig, frisch gebackenem Brot, leichter Zitrusanklang, cremig am Gaumen, schönes Säuregerüst. Es ist ein Wein für alle Fälle. Ein großartiger Speisenbegleiter, weil er prima zu Fisch, Kalb und Geflügel passt. Der Name Jungherrn rührt übrigens daher, dass früher dieser Weingarten von den Novizen gepflegt wurde, erzählte mir Wolfgang Hamm, Chef der Stiftsweinguts.

Das Weingut gilt generell als Burgunder-Spezialist. Vor allem auch bei den Rotweinen. Pinot Noir und St. Laurent zählen zu den Leitsorten des 108 Hektar großen Weinguts.

Seit 1114 keltern die Chorherrn Wein. Das Stift Klosterneuburg ist somit das älteste Weingut Österreichs. Während der Nazi-Diktatur wurde das Stift geschlossen. Denn der Augustiner-Chorherr Roman Karl Scholz war Mitbegründer der ersten Widerstandsbewegung gegen Hitler in Österreich. Er bezahlte sein Engagement 1944 mit dem Leben.

TIPP
Stift Klosterneuburg, www.stift-klosterneuburg.at
Weißburgunder 2011 Jungherrn, 9,50 Euro

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com