Im Keller: Holzpferd

20.12.2012 | 16:33 |  Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

„Ayana“ heißt dieser Cabernet Sauvignon, und er ist wuchtig, opulent und drall

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„Ayana“ heißt dieser Cabernet Sauvignon, und er ist wuchtig, opulent und drall. Kein Wunder, denn er wächst auf der türkischen Insel Bozcaada. Dort brennt zwar die Sonne auf die Weingärten herunter, aber eine kühle Meeresströmung sorgt dafür, dass die Nächte recht frisch sind. Ideale Bedingungen für außergewöhnliche Weine. Das hat auch der Wiener Oliver Gareis erkannt. Er hat auf der Insel mithilfe seines Vaters und eines Südtiroler Önologen ein kleines, feines Weingut aufgebaut. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gibt es die Weine nun auch in Österreich. Gareis vertreibt seine Weine in der Türkei unter der Marke Amadeus. Das ist bei uns aus markenrechtlichen Gründen nicht möglich, deshalb „Ayana“. Obwohl Weinbau auf Bozcaada eine lange Tradition genießt, ist die Insel aus einem anderen Grund bekannt: Auf diese Insel zogen sich die Griechen laut Homer zurück, nachdem sie Troja belagert hatten. Den Trojanern hatten sie zum Abschied ein Holzpferd geschenkt. Der Rest ist bekannt. Und wenn Oliver Gareis in Sachen Wein so weitermacht, wird er als Winzer auch bald bekannt sein. Ohne Holzpferd.

TIPP
Ayana Cabernet Sauvignon 2010, www.amadeuswine.com. 13,20 Euro, bei sabex.at

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