Im Keller: Gemischter Satz

31.01.2013 | 18:43 |  von Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Ich hab schon wieder etwas gelernt.

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Ich wurde animiert, ein paar Weine zu trinken, darunter auch Wiener Gemischter Satz. Ich war ziemlich begeistert und hab mich – natürlich nur rhetorisch – zugleich bei der eigenen Nase genommen. Ich hab mich mit diesen Weinen bisher viel zu wenig auseinandergesetzt. Der Grund: Ich hab mit diesem Jungweinzirkus im Herbst so meine liebe Not. Bin einfach schon zu oft eingefahren. Und diesen Generalverdacht trage ich seither bequem vor mir her.

Zum Glück lernt man in diesem Geschäft nie aus. Sprich: Blindverkostung, Bombenüberraschung. Der Gemischte Satz 2012 von Rainer Christ, der einem ohnehin überall ins Auge springt – etwa im Supermarktregal bei Spar –, trinkt sich hervorragend. „Sehr burgundisch“, war der allgemeine Tenor.  Grüner Veltliner dominiert, Riesling, Welschriesling und Weißburgunder runden ab. Heraus kommt ein feines Apfel-Birnen-Aroma, schöne, noch immer angenehme Säure: Ein Wein, der Spaß macht. Vielleicht, weil er im Gegensatz zu den meisten Spaßweinen nicht so plump mit Sauvignon Blanc, Muskateller und Co. parfümiert ist.

Weingut Rainer Christ, www.weingut-christ.at, kostet 7,90 Euro ab Hof

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