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Wie viel Medizin überlebt der Mensch?

Bild: (c) Haymon Verlag 

Ein Arzt übt in einem Buch scharfe Kritik an der modernen Medizin. Sie produziere neue, zum Teil sogar tödliche Krankheiten.

 (Die Presse)

Ist es um die Medizin so schlimm bestellt, wenn ein Arzt, also Insider, einem von ihm geschriebenen Buch den Titel „Wie viel Medizin überlebt der Mensch?“ gibt? Günther Loewit, Gemeindearzt seit vielen Jahren, hat jedenfalls viel an der modernen Medizin auszusetzen. Zwar könne sie ehemals unheilbare Krankheiten heilen, „zugleich produziert die heutige Medizin aber neue, zum Teil sogar tödliche Krankheiten, die es früher nicht gegeben hat“, schreibt er und führt als ein Beispiel Krankenhausinfektionen an, die jährlich Zigtausende Europäer umbringen.

 

Untersuchungen machen krank

„Und die viel zu vielen Untersuchungen machen die Menschen krank. Ziel jeder Untersuchung ist es doch, eine Krankheit zu finden“, erwähnt Loewit im Gespräch mit der „Presse“. Würde man nur einen Teil des Geldes, das unser Gesundheitssystem in sinnlose Untersuchungen und unnötige Medikamente steckt, Kassenärzten zukommen lassen, hätte die Drei-Minuten-Medizin ein Ende und der Arzt wieder viel mehr Zeit für seine Patienten. Und könnte ihnen zuhören, sich mit ihnen auseinander setzen, sie berühren, sie behandeln. Vielleicht müssten dann nicht mehr 46 Prozent aller Österreicher über 15 Jahre regelmäßig Tabletten schlucken.

 

Erfundene Krankheiten

Unnötige Arzneien, so Loewit, werden für Krankheiten verschrieben, die in der jüngeren Geschichte der Medizin „erfunden“ wurden – von prämenstruellen Stimmungsschwankungen über Burn-out bis zur Kaufsucht. In einem ersten Schritt werde Verunsicherung geschaffen, in einem zweiten würden entsprechende Medikation angeboten. Wie beim kindlichen ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom). „Ein neues gesellschaftliches Problem wird zu einem neuen medizinischen Problem“, betont der Autor. Politiker, Ärzte und Pharmaindustrie beteuerten, dass ADHS eindeutig eine Krankheit sei, „mangelnde Zuwendung und Beschäftigung mit dem Kind kommen als Erklärung nicht infrage“. Medikamente also statt Liebe und Zuwendung.

Außerdem, kritisiert der Autor, würden viele Krankheiten erst als Folge der Überbehandlung mit Medikamenten entstehen und Medikamente nur Symptome, aber nicht Krankheitsursachen behandeln. Und zu guter respektiver schlechter Letzt sei die medikamentöse Behandlung von Laborwerten zu einem festen Bestandteil der Medizin geworden. Das sei obendrein ein gutes Geschäft, und damit es so bleibe, würden tolerierbare Obergrenzen laufend nach unten revidiert (Beispiel Cholesterin).

„Gedankenlos werden erhöhte Harnsäure- und Cholesterinspiegel, erniedrigte Schilddrüsenwerte und andere Abweichungen von der Norm mit Tabletten behandelt. Ob der Patient je unter irgendwelchen Beschwerden gelitten hat, ist gänzlich unerheblich“, wettert Loewit. Die viel gelobte „evidence-based medicine“ beschreitet eben nur noch vorgegebene „Behandlungspfade“, das Individuum bleibt da auf der Strecke. Wie denn auch in einer sehr technikgläubigen, wissenschaftlich orientierten Medizin etliches auf der Strecke bleibt und mit der „Verwissenschaftlichung“ der modernen Medizin jahrhundertealtes Wissen um die Entstehung und Bedeutung einzelner Krankheiten verloren gegangen ist. „Alles, was nicht in mathematischen Zahlen und Formeln fassbar ist, wird abgelehnt.“ Damit, ärgert sich Loewit, wird die Placebowirkung des Arztes, die „Droge Arzt“, untergraben.

 

Placebowirkung unterschätzt

„Ich glaube, dass in der gesamten Medizin die Placebowirkung viel wichtiger ist, als anerkannt ist“, betont Loewit im „Presse“-Gespräch. „Wenn ein Patient einen Chirurgen mag, wird die Operation mit Sicherheit erfolgreicher sein.“ Auch die Selbstheilungskräfte des Einzelnen würden nicht richtig eingeschätzt werden. „Die Medizin kann nur begleiten, heilen muss der Körper sich selbst.“

Ein weiterer Kritikpunkt: „Es wird zu viel operiert, nämlich 1,3Millionen Mal pro Jahr in Österreich“, sagt der Arzt und bringt ein Beispiel: „Einem 90-Jährigen wird eine Herzklappe operiert, der stirbt 14 Tage später. Es war aber schon von vornherein klar, dass er sterben würde, das ist reine Geldverschwendung.“ Ob er generell dagegen sei, dass Menschen jenseits der 80 noch operiert werden? „Nein, ganz und gar nicht. Bei rüstigen Senioren haben Operationen Sinn. Aber sehr viele Patienten versterben im Anschluss an ihre letzte Operation, da ist schon von vorneherein klar, dass der Patient sterben muss. Und die Ärzte wissen das.“

 

Viele sterben an der Therapie

Auch Chemotherapien, die selbst in hoffnungslosen Fällen reflexartig angeboten werden und mit Schwäche, brennenden Schleimhäuten, Brechreiz, Übelkeit, Appetitlosigkeit und zusätzlichen Infekten verbunden sind, sind Teil von Loewits Kritik. „Immer öfter sterben Patienten nicht an der Krankheit, sondern an der Therapie“, schreibt er in diesem Zusammenhang. Und wenn der „Lohn“ dafür eine 1,6 Monate längere Lebenszeit sei, dann klinge das in Anbetracht von bettlägrigen, schmerzgepeinigten Patienten wie blanker Hohn.

Was Patienten wirklich wollen, so der Arzt, seien Berührungen und Gespräche – und nicht nur Technik und Tabletten. Letzteres ist modern, Ersteres fast schon ein Relikt aus jener Zeit, als die Medizin noch „Heilkunst“ hieß.

Auf einen Blick

In dem Buch „Wie viel Medizin überlebt der Mensch?“kritisiert der Gemeindearzt Günther Loewit das moderne Medizinwesen, das durch die Verwissenschaftlichung viel an altem Wissen, aber auch an Menschlichkeit verloren hat.

Das Buch hat 280 Seiten, ist im Haymon-Verlag erschienen und kostet 12,95 Euro.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

www.guenther-loewit.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2013)

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45 Kommentare
 
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Weniger ist manchmal mehr

Hier ein passendes Zitat:
Ach wie gut es doch wär
Man schmisse alle Medikamente ins Meer
Dann stürben zwar alle Fische,
aber wir lebten glücklich daher.

Ein ander Spruch sagt:" Wenn jemand einen Hammer hat, dann sieht er in allem einen Nagel"

Manchmal sollte man auch als Arzt einen Schritt zurück gehen, die Perspektive verändern und sich fragen: Muss es denn jetzt noch ein Medikament sein?
Schauen sie sich die Pillenschachteln älterer Menschen an- soviel kann doch auf die Dauer nicht gesund sein.

Sehr gehhrte Frau Richter!

Gestatten Sie bitte, dass ich aus aktuellem Anlass Ihnen zu dieser Buchbesprechung einige Fragen stelle. Sie sind ja nicht irgendwer, sondern eine Journlistin die für ihre "medizinische" Berichterstattung ausgezeichnet worden ist.
Fage :

Ist dieses Bucbesprechung eine entgeltiche Besprechun für die die Pesse bezahlt worden ist?

Wenn ja, dann erübrigt sich jede Diskussion über diesen Beitrag mehr oder weniger.

Wenn nein, dann stellt sich natürlich die Frage, nach welchen Kriterien Sie ein Buch zur Besprechung auswählen und nach welchen Kriterien sie ein Buch beurteilen.

Noch ein "Doktor" der mit esoterischen Blabla Geld verdienen will...


na bumm

... da haben die pharmatrolls ja heute wieder AUSGANG!!!!! LOL
muss ganz schön wehtun, soviel wahrheit!!! da muss ja gleich gegengesteuert werden,und all diejenigen, die einen ANDEREN weg gehen, müssen als esofuzzis oder volltrotteln hingestellt werden..
lasst euch gesagt sein, meine lieben pharmaverteidiger: KEINE lüge bleibt ewig. KEINE noch so grosse "spende" an diverse politiker, vereinigungen oder andere "selbstlose" vereine kann das aufhalten, was man schlicht und einfach WAHRHEIT nennt. und hier muss man euch halt leider sagen, dass ihr an ALLEM interessiert seid, was mit geldverdienen zusammenhängt, nur nicht daran, krankheiten ZU HEILEN !!!
also meine lieben .... VERPISST euch, macht es euch untereinander gemütlich ...und lasst diejenigen, die dieses system erkannt haben und es verweigern, einfach in ruh.... ihr könnt uns nicht mehr "zwangsbeglücken", so viel dumme leute gibt es nicht mehr ...und DAS .... das freut mich ungemein .. *JUBEL*

Re: na bumm - ein Eigentor

Auf logische Einwände und auf die negative Faktenlage reagieren Sie mit Denialismus.
Wenn etwas nicht in ihren Kram, in ihr Weltbild passt, dann dann müssen es böse Trolle sein; Pharmatrolle, die als bezahlte Meinungsmacher für Stimmung sorgen. Das gleiche könnte ich von ihnen auch behaupten, denn es gibt auch eine alternative, komplmentäre und ganhzheitliche Gesundheitsindustrie mit riesigen Gewinnen.
Sie reden große Worte, aber könnnen diese nicht definieren. Der Inhalt ist heiße Luft. Und man kann in ihrem Post auch keine logische Linie außer der Verunglimpfung finden. Dass es Meschen gibt, die von sich aus sich bemühen Sachverhalte un Phänomene zu erklären, ohne von finsteren Mächten dafür angeheuert zu werden, ist für Sie unvorstellbar? oder

Alternativmedizin NEIN!

Komplemantärmedizin, ausgeführt durch bestens und umfassend ausgebildete Mediziner JA!

Eines wird auf alles Fälle durch dieses Buch gesunden: das Konto des Verfassers! Wie viele - oft verzweifelte - Menschen werden dieses Buch kaufen und doch nur "heiße Luft" finden!

Re: Alternativmedizin NEIN!

Was bitte soll komplementär heißen?
Wenn etwas zur Heiliung, Linderung und Besserung von Krankheit und Leid erweisenermaßen ursächlich beiträgt, also einen echten zusätzlichen Nutzen bringt, dann ist es notwendige medizinische Behandlung. Diesen Nachweis erbringen jedoch die auch die meisten sogenannten komplmentären Methoden nicht. Sie wirken also nicht wirklich, sondern haben nur Placebocharakter - somit ein gute gute Sache um dmit das Geld armen Erkrankten aus der Tasche zu ziehen.

Re: Re: Alternativmedizin NEIN!

Wenn eine Heilmethode nachweislich wirkt, dann ist das eben wirksame Medizin. Tut sie das nicht (oder nicht besser als Placebo), dann ist das weder alternativ noch komplementär, sondern quatsch. Daher sind
Ausdrücke wie "Schulmedizin" (von Esoterikern als Schimpfwort gemeint) oder "Alternativmedizin" unsinnig. Wer die Grundlagen und Argumente der Esoterik (vor allem der Astrologie) kennt, kann leicht feststellen, dass die meisten "ganzheitlichen" Pseudotherapien (wie Homöopathie, Bachblüten etc) rein esoterischer Natur sind. Es ist eine Ersatzreligion, dogmatisch, unsinnig, dafür aber finanziell sehr lohnend!

Wenn eine komplementäre Therapie

"ergänzend", das heißt es ja, zu schulmedizinischen Therapien von bestausgebildeten Medizinern angewandt wird, dann hat sie sehr wohl einen Nutzen, selbst dann, falls dieser nur Placebocharakter haben sollte!
Nicht umsonst heißt es, eine wirkungsvolle Medizin muss bitter sein etc...

Re: Wenn eine komplementäre Therapie

Ein Kennzeichen von Pseudowissenschaft ist es mit undefinierten Begriffen irgend etwas zu erklären.
Dies trifft auch auf die vielgepriesene und durch die meisten Gesundheitsjournalisten hochgelobte Szene der alternativen, komplementären und ganzheitlichen Heilkünstelei zu.
Ob etwas als alternaitv, komplementär oder ganzhheitlich bezeichnet wird ist vollkommen egal, denn dahinter steht wie immer nichts greifbares. Was soll ergänzend heißen?
Wenn es Krankheit und Leid zusätzlich nachweisbar positiv beeinflußt, ist es ein Kunstfehler es zu unterlassen und muss Teil der Therpie in der konventionellen Medizin sein.

Wir meinen zwar offenbar das Gleiche, aber

Sie wollen mich nicht verstehen! Egal, wie Sie komplementäre Therapien bezeichnen, die Begriffsdefinition davon, was Komplementär- und was Schulmedizin ist, stammt ja nicht von mir! Ich würde z.B. Akupunktur, auch wenn sie schon an Unikliniken angewandt wird, noch immer als komlementäre Therapie bezeichnen!

Alternativer Esotherikquatsch ist auch nicht mein Verständnis von seriöser Medizin! Ganz im Gegenteil! Aber, was wettern Sie denn so gegen "die Priester von Hahnemann"? Solange diese in erster Linie Schulmedizinier sind und für Homöopathie nicht exorbitant verlangen, sollen die Kollegen doch Homöopathie anwenden, auch wenn der Nutzen nicht klar bewiesen ist. Glaube kann Berge versetzen!

Re: Wir meinen zwar offenbar das Gleiche, aber

Falsch!
Die Nichtwirksamkeit von Homöopathie ist schlüssig erwiesen!

Faktum ist, dass es an der MedUni Wien

Vorlesungen und Übungen zur Homöopathie gibt! Seit Jahrzehnten! Ob wirksam oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber ich nehme an, dass man an der MedUni Wien weiß, was man tut!

Re: Faktum ist, dass es an der MedUni Wien

Glauben Sie wirklich, dass das Anbieten einer Vorlesung an der MedUni ein Wirksamkeitsnachweis ist??? So eine Vorlesung anzusetzen kann viele Gründe haben, von politischen bis zu pragmatischen (zB um angehenden Ärzten eine Möglichkeit zu bieten, sich ein eigenes - auch durchaus kritisches - Urteil zu bilden, so habe ich zum Beispiel meine sehr negative Einschätzung der Homöopathie erarbeitet). In diesem Fall war es damals, soweit ich mich erinnere, im wesentlichen der Druck der ÖH.

Re: Re: Faktum ist, dass es an der MedUni Wien

Sie haben recht! Leider hat "unbekannterniemand" das Forum verlassen. Ich war ihm zu stur.
Meine besondere Aufmerksamkeit hat er erregt, indem er die komplmentäre Medizin relativierte. Er sei zwar gegen alternativen Humbug ganz gewiss. Er jedoch wollte die Komplmetärmedizin unter "wirksam" und gerechtfertigt einreihen, vor allem dann, wenn es ein Arzt praktiziert. Diesen Standpunkt kann ich natürlich nicht durchgehen lassen, denn das ist kein Nachweis einer Wirksamkeit. "Wer heilt, hat recht" ist ein alter Trugschluss. Und auf dieses Totschlagargument läuft es hinaus. I Folge heißt es dann ganz einfach: Ich bin Artzt und ich mache alles richtig. Weil ich Arzt bin, irre ich micht nicht! usw...

Re: Faktum ist, dass es an der MedUni Wien

Tja, dann überprüfen sie ihre Annahme!

Re: Faktum ist, dass es an der MedUni Wien

Faktum ist, dass über diese Vorlesungen und Übungen heftig debattiert wird. Faktum ist, dass es keinen namhaftenpharmakologen gibt der einbe Wirksamkeit der Homöopathie bestätigt. Es gibt keinen gerichtlich beeideten Sachverstädigen der dies täte. Vor Gericht sind ausschließlich Pharmakologen diesbezüglich als Sachverständige zugelassen. Das ist ausjudiziert! Nachdem für jede Scharlatanerie das Image entscheident ist, istr es auch für die Homöopathie überlebensnotwendig sich in medizinischen Einrichtungen mit entsprechender Reputation einzunisten. Wenn die weissen Zuckerkügelchen nicht mehr in den Apotheken sondern auch in Drogerien ubnd Tankstellen gehandelt werden würden, dann würden Sie mit Sichherheit stark an Wirksamkeit verlieren. Fehlt dem Gstuss der Nimbus, dann ist Schluss damit!

Re: Wir meinen zwar offenbar das Gleiche, aber

Es gibt keine Schulmedizin sondern nur eine wirksame und eine nicht wirksame Medizin- Leider kennt dieMedizinethik und das Medizinrecht weder eine unwirksame Medizin noch eine disbegliche Einschrränkung ärztlicher Handlungsfreiheit. Solange nichts passiert, kein nachweislir Schaden eintritt, muss der Patient zahlen. Es gibt nur ein Arbeitshonorar und kein Erfolgshonrar. Wenn ein Schaden im Rahmen einer Therapie und das auch im Rahmen einer alternativen, komplmentären und ganzheitlichen Therapie eintritt, dann muss der geschädigte Patient nachweisen, dass der Arzt bestimmte Syptome erkennen hätte müssen, die nach dem "state of the art" eine allgemein anerkannte zielführende Behandlung, deren Unterlassung als Kunstfehler gilt, durchgeführt werden hätte müssen. Sie können sich leicht ausmalen, dass diese Beweisführung fast nie zu bewerkstelligen ist. Und diesen Beweis müssen Sie auch dann antreten, wenn die Krankenakte vorsorglich verschwunden ist. Und fü die Akupuntur ist auch keine echte Wirkung nachgewiesen. Jedes konventionelle Verfahren mit Bomben und Granaten durch, wenn seine Wirksamkeit nur derrt unzureichend belegt werden kann, wie es für die alternative, komplmentäre und ganzheitliche Medizin und Mittel genügend ist.dort genügt nur der Glaube an eine Wirkung, der mit salbungsvollem Schwurbel verbrämt wird!

Jeder Kulturkreis hat seine eigene Medizinerausbildung, ABER

deshalb kann man doch nicht so arrogant sein und sagen, dass die indische, chinesische oder sonst eine Medizin unwirksam ist! man kann ja durchaus das, was man für sinnvoll erachtet von anderswo in "unsere" Medizin mit herein nehmen!

Und Eines noch: Ich wehre mich gegen jedweden ausschließlich alternativmedizinischen Quatsch! Wer könnte das besser beurteilen als ich!

Beim Autor des besagten Buchs handelt es sich wohl nur um einen fertigen Mediziner, ABER nicht um einen Arzt! Er hat offenbar sein Studium zwar beendet, aber kaum praktisch gearbeitet!

Ich wehre mich gegen jedweden ausschließlich alternativmedizinischen Quatsch! Wer könnte das besser beurteilen als ich!

Was berechtigt Sie zu dieser Aussage?

Ganz einfach: die Erfahrung!

Und mein Wissen!

Re: Ganz einfach: die Erfahrung!

Davon habe ich aber bis jetzt nicht bemerken können!
Sie haben bis jetzt nichts geschrieben, das logisch nachvollziehbar gewesen wäre.
Und wenn ich mich nicht irre, dann haben auch sie den Begriff "Schulmedizin" verwendet, was schwer daraufhin deutet, dass sie grundsätzlich nicht zwischen wirksamen Beahndlungen .
und unwirsamen Zeremonien unterscheiden wollen. Sie schreiben: "Komplemantärmedizin, ausgeführt durch bestens und umfassend ausgebildete Mediziner JA!" Und genau in diesem Satz drücken Sie aus, das Sie noch nicht viel über Ethik in der Medzin und der Notwendigkeit, sich bei Auswahl von Therapien und Arzneimittel immer wieder neu zu vergewissern, ob diese auch tatsächlich wirken und wirken können, grundlegende Gedanken gemacht haben. Hätten Sie das gemacht, so hätten sie nicht so ein Statement abgegeben.
Und bitte: WAs soll den der Unterscheid sein, zwischen ihrer Schulmedizin und der Komplmetärmedizin? Womit wollen Sie die Komplmentärmedizin rechtfertigen?

Um Ihnen eine Metapher aufzuzeigen, die Sie vielleicht auch verstehen:

In der Atomphysik wusste man zwar seit langem, dass es die "Gottesteilchen" geben muss, ABER nachweisen konnte man diese erst letztes Jahr im CERN! Soviel zu pharmakologischen Beweisen, Studien etc. Die Physik ist wohl unbestritten eine anerkannte Wissenschaft, die ganz großen Genies haben aber immer lange mit Hypothesen gearbeitet, bis der Beweis erbracht werden konnte!

Genau so ist es mit Sicherheit auch in der Medizin! Was ja u.a. durch viele Neuerungen in den letzten Jahrzehnten, wie z.B. Organtransplantationen, bewiesen wurde in der Praxis!

Re: Um Ihnen eine Metapher aufzuzeigen, die Sie vielleicht auch verstehen:

Oh mein Gott!
Wissen sie was man vor dem Nachweis der Gottesteilchen wusste?
Ihre spezifische Wirksamkeit!

Denken sie einfach über diesen Satz nach und übernehmen sie seine Logik in die Medizin!

Re: Re: Um Ihnen eine Metapher aufzuzeigen, die Sie vielleicht auch verstehen:

Danke für diese Klarstellung.
Aber ob unbekannterniemand das begreift, steht in den Sternen.
Er hat sich ja weiter ob verabschiedet, weil ich so begrenzt bin und ihm seine Relativierungsversuche in Sachen Komplmentärmedizin nicht goutiert habe.

Re: Um Ihnen eine Metapher aufzuzeigen, die Sie vielleicht auch verstehen:

Kein ernsthaft forschender und arbeitender Physiker verwendet den Begriff "Gottesteilchen". Das ist ein Unwort in Physikerkreisen.
Und zum zwiten Teil ihrer Ausführungen ist zu sagen, dass alles, absolut alles was wir heute über Leben und Biologie wissen, einer wisenschaftsbasierten Naturwissenschaft, Medizin und Biologie verdanken. Der Beitrag alternativer, komplementären und ganzheitlichen Lehren ist null. Das ist auch logisch, den diese Lehren sind dogmatisch und damit unveränderbar, neunen Erkenntnissen nicht zugänglich. Wieso sie das als Agument pro Komplementärmedizin anführen ist in disem Sinne nicht verständlich!

 
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