Schokolade: Nur die bittere ist empfehlenswert

Die sekundären Pflanzenstoffe im Kakao machen Schokolade zu einer einigermaßen gesunden Nascherei.

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Symbolbild – (c) Www BilderBox com (Www BilderBox com)

Schokolade kann auch gesund sein. Allerdings nur dann, wenn es sich um die richtige Sorte und die richtige Menge handelt. Täglich 100 Gramm davon, also eine ganze Tafel mit schwerwiegenden 550 Kalorien, wie es eine australische Studie Personen mit Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen hat, scheint wohl viel eher problematisch bis fahrlässig denn gesund zu sein.

Eine durchschnittliche Tagesmenge von 7,5Gramm erwies sich hingegen in einer Untersuchung der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition – eine der größten prospektiven Studien, welche die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen untersucht) als durchaus gesund: Die über acht Jahre dauernde und an 19.000 gesunden Probanden durchgeführte Befragung ergab, dass Schokoladekonsumenten gegenüber Verweigerern niedrigere Blutdruckwerte und ein geringeres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko aufwiesen.

 

Pralinen selbst herstellen

Derlei Vorteile bringt aber nur die dunkle Schokolade, denn sie hat einen höheren Kakaoanteil, und im Kakao, und nur darin, liegt die Schokoladenseite der Schokolade. Die Flavonoide, also sekundäre Pflanzenstoffe des Kakaos, haben unter anderem gefäßschützende Wirkung. Wer beispielsweise Pralinen selbst herstellen will, sollte daher in erster Linie zu Bitterkuvertüre greifen, die zwischen 50 und 75 Prozent Kakaoanteil aufweist. Wer Hilfestellung dazu braucht, kann sie in dem Büchlein „Expresspralinen“ (Karin Iden, Südwest-Verlag, 13,40 Euro, inklusive zweier Gießformen) finden. Doch: Auch wenn man solchermaßen eine einigermaßen gesunde (und sicher hübsche) Nascherei herstellt, wer zu viel davon verzehrt, tut weder seiner Gesundheit noch seiner Figur etwas Gutes.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2013)

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