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Grippemittel Neocitran ist ausgegangen

Bild: Imago 

Das Medikament ist österreichweit ausverkauft, der Hersteller Novartis gibt Lieferschwierigkeiten zu. Neocitran wird bei grippalen Infekten eingesetzt.

 (DiePresse.com)

Der Herbst ist noch jung, die erste Grippewelle weit, trotzdem gibt es schon einen ersten Versorgungsengpass am Erkältungsmarkt. In den österreichischen Apotheken ist das populäre Grippemedikament Neocitran ausverkauft. Die Nachfrage war zu hoch, heißt es beim Hersteller Novartis: "Neocitran ist derzeit aufgrund vorübergehender Lieferschwierigkeiten, hervorgerufen durch eine Kapazitätsüberlastung in unserem Produktionswerk, nicht lieferfähig", bezieht das Unternehmen Stellung.

Wann genau das Medikament wieder in den Apotheken erhältlich ist, kann nicht genau gesagt werden. "Wir haben die notwendigen Schritte bereits eingeleitet, um den Versorgungsengpass zu minimieren und gehen aus heutiger Sicht davon aus, ab Mitte November Neocitran flächendeckend wieder an alle Großhändler und Apotheken in Österreich liefern zu können", teilte Novartis-Sprecherin Sabine Lang auf Anfrage mit.

Auch dann gibt es aber keinen Grund für Hamsterkäufe. Die Grippezeit beginnt in der Regel ohnehin etwas später im Jahr. Ein Rückblick: In der Influenzasaison 2012/2013 hat der Grippemeldedienst der Stadt Wien im Zeitraum von Oktober bis April rund 250.000 Erkrankungen an Grippe und grippalen Infekten ausgewiesen. Rund 140.000 Fälle entfielen davon in den Zeitraum der eigentlichen Grippewelle, die vom 22. Jänner bis 10. April dauerte.

Info

Das Neocitran-Pulver enthält Paracetamol, Pheniramin, Phenylephrin und Ascorbinsäure, es wird bei Grippe- und Erkältungsbeschwerden eingesetzt. Neocitran wird nicht in Österreich, sondern in Frankreich von einem externen Hersteller produziert.

 

 

(sh.)

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14 Kommentare

Die alte und sich gut bewehrte Hühnersuppe ...

... ist und bleibt ein sehr gutes Mittel. Das dann noch begleitet von anderen Hausmittelchen wie eben auch Warme Milch, Whisky, Honig, Nelken, Zimtstange, Ingwer usw., reicht aus gegen grippale Infekte vor zu gehen. Wichtig ist natürlich keine inst. Brühe. Am besten ein gutes Biohuhn mit Suppengemüse schön lange kochen, aber nicht salzen. Erst kurz vor dem Verzehr würzen, vielleicht auch kleine Nudeln mit zu geben.
Der Grund warum Hühnersuppe hilft ist die Aminosäure Lysin die aus dem Fleisch gelöst wird und unteranderem die Eigenschaft hat Vieren "einschlafen" zu lassen. Die so inaktiven Vieren verursachen keine Symptome mehr und werden nach und nach durch unser Immunsystem zerstört (wenn vorhanden, d.h. Gerinnungsverhinderne Medikamente beeinflußen negativ unser Komplementsystem - Immunsystem) Allerdings entstehen bei diesem Prozess reichlich an Oxydantien (frei Radikale) welche zu einem Mißverhältnis zw. Antioxydantien und Oxydantien führen kann und somit unsere Zellen angreift, was widerum dazu führt, dass ...
... besser ist doch eher gleich für reichlich Antioxydantien zu sorgen durch reichlich frisches Obst (insbesondere rote Trauben) am besten direkt vom Lande ohne Pestizide oder durch entsprechende Supplementierung von z.B. Quercetin, Resveratol, Q10, Selen, Zink, Rutin und als Systembooster immer Vit. C.
Am aller besten ist aber die richtige und gesunde Ernährung mit temporärer zusätzlicher Einnahme von Vitaminen, Vitaminoide usw. als präventive Maßnahme.
Medis ade!

neocitran ist kein Grippemittel ! und ausserdem:

jedes Jahr um diese Zeit der gleiche pr-gag. und alle, natürlich auch Die Presse, plappern den ganzen Blödsinn nach. richtig peinlch.


Teurer Staubzucker


Neocitran besteht zu mehr als 95% aus Staubzucker.

Dazu ein altbekanntes Schmerzpulver (Parazetamol).
Und ein Mittel, das die Blutgefäße verengt; weshalb Neocitran für Menschen mit Bluthochdruck gefährlich sein kann.

Das sagt aber kein Apotheker und er fragt auch nicht nach, ob man an Bluthochdruck leidet.
Aber die Platzierung von Neocitran genau in Augenhöhe hinter dem Apothekenpersonal und so schön bunt; da muss es ja gut sein.

Re: Teurer Staubzucker

da muss ich jetzt meine Apotheke in der neubaugasse loben die es mir erst gegeben hat als ich versichert habe unter niedrigen Blutdruck zu leiden -streng aber korrekt

Warme Milch, Whisky, Honig, Nelken, Zimtstange.

Wirkt genausogut und macht mehr Spaß.

Re: Warme Milch, Whisky, Honig, Nelken, Zimtstange.

Jedes Placebo wirkt.

Re: Re: Warme Milch, Whisky, Honig, Nelken, Zimtstange.

Ich werde nicht schlau aus Ihnen. Manchmal vertreten Sie ja durchaus vernünftige Standpunkte, aber manchmal sind Sie einfach nur ein Dork.

Wenn's der Kreislauf aushält, ist warmer Alkohol ein Mittel gegen fast jede Erkältung oder beginnende Grippe. Doppelt durch die Maschine gelaufener Kaffee mit 1:1 Cognac und reichlich Zucker, so heiß wie gerade noch trinkbar hat Fieber von 39.5 auf 36 gebracht. Die Nacht war eher eigen, aber in der Früh war alles vorbei. Und das Rezept von oben ist ein altes schottisches Hausmittel, das mehr als einmal gewirkt hat. Russen schwören auf heißen Vodka.

Ich sage ja nichts gegen die Pharmakologie, nur helfen auch obige Fuselgemische nicht schlechter als Aspirin und Konsorten. Und Neocitran geht ganz schön auf den Magen. Ich nehme es ja selbst von Zeit zu Zeit.

Ist ja nicht so daß ich mit Snake Oil Krebs behandeln will oder daß ich behaupten würde, mit Whisky die spanische Grippe im Endstadium behandeln zu können.

Perfekter Werbeschachzug...

...und die Medien (DiePresse) ziehen mit!!!

Re: Perfekter Werbeschachzug...

Wohl kaum, denn die Leute kaufen dann die Alternative, die ihnen angeboten wird und bleiben dann möglicherweise dabei.

Die Welt geht bald unter...


Wie wärs mit Orangen??

Ich trink jedesmal, wenn ich merke, dass ich Fieber bekomme, selbst gepressten Saft aus einem Kilo Orangen. Dann ab ins Bett, schlafen und am nächsten Morgen bin ich wieder gesund. Bei mir funktioniert das jedesmal, also kann das sicher auch bei anderen helfen. Warum immer chemische Medikamente??

Re: Wie wärs mit Orangen??

Na geh, und was wird dann aus der armen Pharmaindustrie?

Die Rotstrichler erkennen Sarkasmus nicht ;)


Warum? Der Artikel gibt Ihnen doch die Antwort: Erkältungsmarkt!


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