Hilfe für die Abwehr

Gesundheit

Verkühlungen haben Saison, Grippeviren feiern fröhliche Urständ. Ein guter Zeitpunkt um wieder über die körpereigene Abwehr und ein paar stärkende Maßnahmen nachzudenken.

Imago

Das System

Das menschliche Immunsystem hält ständig an die 300 Billionen Bakterien in Schach, zieht geschädigte Körperzellen aus dem Verkehr und erhöht - wenn es nötig wird - die Betriebstemperatur, damit etwaige Viren ins Schwitzen kommen.

Es verfügt über Milliarden an Abwehrzellen, jede einzelne ist nicht größer als ein tausendstel Millimeter. Nachdem wir ohne eine gute Abwehr, ziemlich schlecht aussehen würden, hier ein paar Tipps, wie sich das Verteidigungszentrum stärken lässt.

Imago

Alltagsgift

Zu viel Alkohol und Nikotin verzögert das Eindringen der sogenannten Fresszellen in das entzündete Gewebe. Diese Zellen des Immunsystems vernichten Krankheitserreger, Fremdkörper und Zelltrümmer. Fresszellen gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten).

Reuters

Fitness

Um das Immunsystem zu unterstützen, seien besonders Ausdauersportarten wie Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen geeignet. Drei Trainingseinheiten von 30 Minuten haben nach Angaben von Internisten bereits einen deutlichen positiven Effekt.

Übertreiben sollte man es als Sportanfänger aber nicht, denn völlige Verausgabung bewirkt eine Schwächung des Immunsystems.

Reuters

Nachtruhe

Auch Menschen, die zu wenig Schlaf bekommen, sind anfälliger für Bakterien- und Virusinfektionen. Im Schlaf läuft das Immunsystem auf Hochtouren - wer nicht ausreichend schläft, blockiert es.

Imago

Abkühlen

Wohldosierte Kälte stärkt das Immunsystem und schützt in der kühleren Jahreszeit vor Infekten. Daher sollte man sich nicht zu warm anziehen und nicht nur heiß duschen, da dies den Körper noch empfindlicher gegenüber niedrigen Temperaturen mache.

Imago

Temperaturreize

Auch Temperaturreize durch Sauna, Kneipp-Kuren oder auch Wechselduschen wirken sich positiv auf die Abwehrkräfte aus. Wer regelmäßig in die Sauna geht oder Kaltwasserbäder nimmt, bekommt eine bessere Thermoregulation. Wer aber bereits erkältet ist, sollte die Saunagänge einstellen.

Reuters

Ernährung

Eine ausgewogene und vielseitige Ernährung liefert dem Immunsystem die Grundbausteine, um eine wirkungsvolle Abwehr aufbauen zu können. Viel Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Fisch versorgten den Organismus am besten mit gesunden Nährstoffen. Vitamin C und E vor dem Angriff von freien Radikalen.

Reuters

Vitamin C

Wieviel Vitamin C ist gesund? 100 Milligramm sind für einen erwachsenen Menschen optimal. Umgerechnet auf Orangen sind das 200 Gramm. Neben Zitrusfrüchten gibt es noch andere wichtige Vitamin C Lieferanten: Hagebutten, schwarze Johannisbeeren, Kartoffeln, Paprika und alle grünen Pflanzen. Vitamin C ist allerdings nicht sehr stabil. Durch Blanchieren und Einfrieren kann man den Vitaminverlust vermindern.




Imago

Vitamin E

Als Vitamin E-Bomber empfehlen sich Mandeln, Weizenkeimöl, Avocados und wieder - der Kohl. Paradeiser, im besonderen ihr roter Farbstoff, enthalten den Stoff Lycopin, dieser wirkt stimulierend auf das Immunsystem.

Reuters

Die Psyche

Auch die Psyche hat Einfluss auf das Immunsystem. So kann positiver Stress, wie etwa beim Sport, dem Ausüben eines Hobbys oder dem Erlernen neuer Fähigkeiten das Immunsystem stimulieren.

Imago

Stress

Langanhaltende seelische Belastung hingegen schwächt die Abwehrkräfte. Bei dauerhaftem Stress schüttet der Körper verstärkt das Stresshormon Kortisol aus, was das Immunsystem blockiert.

Reuters

Zur Ruhe kommen

Auch ein Gefühl der Geborgenheit in der Umwelt sowie ein ausgeglichenes Gefühlsleben stabilisierten das Immunsystem. Meditation, autogenes Training und Yoga können die Zahl der Antikörper erheblich steigern.

Imago

TCM

Meridiane sind laut der Traditionellen Chinesischen Medizin Netze im Körper, die für die Zirkulation der Energie sorgen. Durch die Bewegungstherapie (dem Klopfen, Kneten und Massieren der Akupunkturpunkte) soll der Kreislauf aktiviert und das Immunsystem gestärkt werden. Informationen unter www.tcm-austria.com

Reuters