Ambulant operieren: Vom OP-Tisch in das eigene Bett

Minimalinvasive Eingriffe an Schultern oder Kniegelenken sind heute längst Standard. Doch der direkte Gang nach Hause ist nicht für jeden Patienten die ideale Lösung. Wie kann man frisch Operierte nach dem Eingriff am besten mobilisieren? Ein Blick auf aktuelle Methoden der Gelenkchirurgie.

Wenn noch so viele Kameras im Einsatz sind – Orthopädie ist immer eine Tischlerarbeit.
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Wenn noch so viele Kameras im Einsatz sind – Orthopädie ist immer eine Tischlerarbeit.
Wenn noch so viele Kameras im Einsatz sind – Orthopädie ist immer eine Tischlerarbeit. – Imago

Nein, eine typische Sportverletzung war es nicht, eher ein Pech. Michaela Stüber ist einfach in die Hocke gegangen, aber der Boden war uneben, deshalb ist sie weggerutscht und konnte danach nicht mehr aufstehen. Die ehemalige Fußballerin war damals Anfang 40. Innerhalb von zwei Tagen war klar, dass Kreuzband und Meniskus operiert werden müssen. Wie in diesem Bereich seit vielen Jahren üblich, wurde der Eingriff minimalinvasiv mithilfe einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt. Der Weg zurück ist trotzdem hart, sagt Stüber. Insgesamt neun Wochen Physiotherapie folgten. „Das ist anstrengend, hat sich aber gelohnt. Ich bin absolut schmerzfrei.“ Härter fand sie ohnehin die drei Wochen Liegezeit direkt nach dem Eingriff, hier musste sie das Knie zwar bewegen, durfte aber nicht auftreten. „Als aktiver Mensch wird man fast wahnsinnig.“ Die Hocke ist ihr bis heute nicht geheuer, der Schmerz von damals hat sich eingeprägt. Deshalb hat sie auch mit dem Skifahren aufgehört.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.03.2017)

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