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Jungärzte: Keine Zeit für „echte“ Ausbildung

Jungaerzte Keine Zeit fuer
Bild: (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL) 

Beunruhigende Aussichten für Patienten: Laut einer aktuellen Befragung verbringen Jungärzte ihre Ausbildung mit pflegerischen Tätigkeiten. Für ärztliche Praxis bleibt wenig Zeit.

 (Die Presse)

Patientendaten aufnehmen, Blutdruck messen und Infusionen wechseln: So beschreibt einer junger Mediziner, der gerade seine Facharztausbildung am Wiener AKH absolviert, im Gespräch mit der „Presse“ seinen Alltag. Diese Routine würde 70 bis 80 Prozent seines Arbeitsalltages ausmachen. Für seine eigentliche Aufgabe, die ärztliche Ausbildung, bleibe da wenig Zeit.

Dass das kein Einzelfall ist, sondern System hat, beweist eine aktuelle bundesweite Evaluierung der Turnusausbildung, die vom ärztlichen Qualitätszentrum in Oberösterreich durchgeführt wurde. Zwei Drittel der Turnusärzte kümmern sich demnach „immer“ oder „meistens“ um das „Ausheben von Krankenakten“, das „Messen des Blutdrucks“ und das „Schreiben von EKGs“. Aufgaben, die das Pflegepersonal übernehmen könnte, klagt die Ärztekammer. Ein Umstand, der der Ärzteausbildung enorm schade: „Die jungen Ärzte sind immer weniger oft bei Visiten dabei – ihr Know-how bleibt auf der Strecke“, sagt Gerald Radner, Referent für Qualitätssicherung der Wiener Ärztekammer. Die Turnusärzte seien vor allem „billige Systemerhalter“.

Dass diese Befürchtung nicht unberechtigt ist, zeigen die Zahlen: Laut Umfrage ordnet nicht einmal die Hälfte der Jungärzte selbstständig Medikamente an oder führt Untersuchungen durch. Wundversorgungen und kleinchirurgische Eingriffe nimmt in den Wiener Krankenhäusern gar nur jeder Fünfte vor. In Wien gibt auch ein Drittel der Turnusärzte an, nur „selten“ bzw. „nie“ an Visiten teilzunehmen.

(c) DiePresse / Bild: (c) DiePresse 

Gesucht: Stationssekretäre

Was braucht es aber nun für eine Verbesserung der Medizinerausbildung? Eine andere Arbeitsaufteilung, sagt die Wiener Ärztekammer. Das Pflegepersonal müsse jene Aufgaben übernehmen, für die es rein rechtlich ohnehin zuständig wäre. Warum es trotzdem nicht passiert, beschreibt ein Pathologe gegenüber der „Presse“ aus dem Alltag: „Die Schwestern sind einfach unwillig – auch weil sie selbst viel zu tun haben –, und die Oberärzte wollen es sich mit ihnen nicht verscherzen.“

Radner urteilt milder: Viele Pfleger würden Aufgaben wie Infusionen anhängen gerne übernehmen, aber es fehle Personal. Denn auch die Pflegerinnen würden vielfach Aufgaben übernehmen, die nicht in ihren Aufgabenbereich gehören und für die sie eigentlich überqualifiziert seien: Schreibtätigkeiten, Betten machen. Diese Arbeit – und einen Großteil der Dokumentation, über die die Ärzte generell klagen – könnten nämlich auch sogenannte Stationssekretäre übernehmen. Dann, so die Argumentation, könnten die Pfleger wiederum die Turnusärzte entlasten, die laut einer Burn-out-Studie aus dem Jahr 2011 auch am anfälligsten für stressbedingte Erschöpfung sind. Stress könnte aber auch das „Ausbildungsklima“ verursachen: „Österreich ist insofern ein seltsames Land, als den meisten Kollegen die Ausbildung der Jungen egal ist. Entweder weil sie selbst schon halb im Burn-out sind, oder vielleicht auch, weil sie Angst haben, dass einer von den Jungen besser wird als sie“, sagt der Pathologe im „Presse“-Gespräch. Und weiter: „Die Turnusärzte werden im Nachtdienst oft im Stich gelassen. Der Oberarzt sagt einfach, er will schlafen.“ So könne es zu – auch für Patienten – heiklen Situationen kommen, in denen junge Mediziner aus Angst, den Oberarzt mit einer Frage zu wecken, Fehler begehen würden. Laut Umfrage wird mehr als der Hälfte der Turnusärzte (Wien: 63,1Prozent) nie Supervision angeboten.

Eine Reform der Turnusausbildung ist ohnehin auch politisch Thema, Beschlüsse fehlen bisher aber. Angedacht ist eine Medizinerausbildung nach deutschem Vorbild. Was einer Abschaffung der Turnusausbildung gleichkommt, bei gleichzeitiger Aufwertung des Allgemeinmediziners zum Facharzt mit fünfjähriger Ausbildung. Sprich: Alle beginnen nach dem Studium sofort mit der Facharztausbildung. Die ersten Praxiserfahrungen sollten dann im sechsten Studienjahr (dem klinisch-praktischen Jahr) gesammelt werden. Dass diese Änderungen allein zu einer Verbesserung der Ausbildung führen, bezweifelt man in der Wiener Ärztekammer jedoch.

Auf einen Blick

Die Umfrage der Ärztekammer zeigt: Jungärzte werden vermehrt praxisfern eingesetzt. Eingedeckt werden diese häufig mit administrativen Tätigkeiten und Aufgaben, die auch das Pflegepersonal erledigen könnte. So kümmern sich zwei Drittel der Turnusärzte „immer“ oder „meistens“ um das „Ausheben von Krankenakten“, das „Messen des Blutdrucks“ und das „Schreiben von EKGs“. Hingegen gibt ein Drittel der Wiener Turnusärzte an, nur „selten“ bzw. „nie“ an Visiten teilzunehmen. Die Wiener Ärztekammer appelliert deshalb für eine andere Arbeitsaufteilung. Was es brauche: Stationssekretäre, die sich der Schreibarbeit annehmen, so die Forderung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.02.2012)

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91 Kommentare
 
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Gast: derPiefke
01.03.2012 20:28
0

Ausland

Kann mich dem nur anschließen. Die Pflege in Österreich ist völlig hypertroph. Tagtäglich nur Schikanen. Bin nun Assistenzarzt in Deutschland. Übrigens 4300 Euro netto im Monat ist auch netter als die früheren 1700 Euro in der Alpenrepublik.

Gast: Meddoktor80
01.03.2012 20:10
0

Ausland

Kann nur allen Jungärzten aus eigener Erfahrung empfehlen ins Ausland zu gehen. Die Ausbildung scheitert in Österreich an den ständigen Provokationen durch das Pflegepersonal. Bin froh, endlich Arzt sein zu können und nicht mehr unter der Rute des Pflegepersonals zu stehen.
LG aus Spanien

Gast: Ich meine, dass
22.02.2012 12:25
0

TA Ausbildungsdilemma

Fact ist: Die Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin stinkt zum Himmel. Fact ist auch: Es wird sich trotz vielfach propagierter Sprüche NICHTS ändern.
Turnusärzte haben so gut wie KEINE Lobby. Wie denn auch. Das Stammpersonal will sich die Finger an der Pflege nicht schmutzig machen, wozu also soll sich ein OA oder der Herr Primar hinter seine Jung-KollegInnen stellen ? Es kann dir als TA passieren, dass man sogar von beiden Seiten eine "drüber" bekommt, wenn man sich über bestimmte Dinge alteriert. Es gibt Häuser, da kann sich weder ein ärztlicher Direktor noch ein Primar einer Abteilung bei der Pflegedirektion durchsetzen und geht mit gesenktem Haupt aus der Besprechung.
Was müsste sich ändern ?
1) Abgabe sämtlicher pflegerischen Tätigkeiten wie Subcutanspritzen usw an die Pflegehelfer. Damit Aufwertung der PH Ausbildung
2) Damit kann Freiraum für das Pflegepersonal geschaffen werden.
3) Entlastung administrativer Tätigkeiten in beiden Bereichen! Auch Schwestern/Pfleger haben enorm viel Dokumentationsarbeit zu leisten, da ist es genauso nervig, wenn mann dann nebenher noch Flascherl anhängen muss.
4) Errichtung einer Stationssekretär-Postens

das wäre zumindest ein Ansatz

Gast: Ich bin der Meinung
22.02.2012 09:37
0

Interessant

und gleichzeitig wird von einem Provinzblatt (OÖN) auf "Wunsch" des Herrn LH, dem sich natürlich alle wie Lemminge anschließen, die Forderung nach einer zusätzlichen Medizinerausbildung in Linz immer penetranter unter die Leute gebracht.

Bravo: So wird sinnlos Steuergeld vergeudet und das sogenannte Sparpaket der politischen Taferlklassler in der Regierung ad absurdum geführt.

Weiter so!

Am besten wir machen in Griechenland Urlaub und sehen dort wie es uns in 10-15 Jahren ergehen wird. Da können wir dann schon vorsorgen.

Anstelle eines Ouzo gibts bei uns halt einen Obstler.


Gast: Mundl
18.02.2012 22:52
1

....

Jedem Oesterreicher dem die Ausbildung von Jungaerzten am A* vorbeigeht, der moege bitte hoffen, dass er nie ein Spital von innen als Patient sieht. Denn es is sicher net der Primar oder der Oberarzt der zu Hilfe kommt wenn um 3 Uhr frueh die K* am Dampfen is.

Gast: Dipl.-Ing.
16.02.2012 16:28
0

Mag. statt Dr. med.

Gibt es ein rationales Argument, dass Ärzte noch immer automatisch mit einem Dr. abschließen, ohne eine Dissertation verfasst zu haben?

Ich finde der Dr.-Titel sollte denen vorbehalten sein, die in der Forschung tätig sind.
Mir ist schon klar die Ärztekammer würde natürlich einen großen Aufstand machen, wenn dadurch das Prestige der Götter in Weiß geschmälert würde, aber dieser unglaubliche Etikettenschwindel muss auch endlich ein Ende haben!

Antworten Gast: Hammvieh
20.02.2012 14:10
0

Re: Mag. statt Dr. med.

Dafuer gibt es ja noch die Befuegungen "med." , "jur." usw. Diese Grade sind historisch gewachsen und erklaeren sich aus ihrer Geschichte; es ist eine moderne Wahnidee, da "Logik" hineinzwingen und alles ueber einen Leisten scheren zu wollen. Von Etikettenschwindel ist schon gar keine Rede, wenn Vermutungen ueber den nicht angetroffenen Inhalt nur auf grotesker Unbildung beruhen.

Re: Mag. statt Dr. med.

dann schafen wir den Dipl. Ing. auch ab - gibt's eh nur Österreich

Antworten Gast: MsX
17.02.2012 13:22
1

Re: Mag. statt Dr. med.

und wie ist das mit den ahs lehrern, die den professortitel verliehen kriegen? abgesehen davon war das nicht thema des artikels?!

Antworten Gast: drmed
16.02.2012 18:38
0

Re: Mag. statt Dr. med.

Es ist nur ein Berufstitel, das Studium ist ein Diplomstudium und die Graduierung zum Dr. med. ist eine Sponsion.

Also was regst dich auf?

Antworten Antworten Gast: Dipl.-Ing.
16.02.2012 19:22
0

Re: Re: Mag. statt Dr. med.

Es regt mich nur auf, dass Ärzte nach einem nur 6-jährigen Studium einen Doktor erhalten, wofür andere 10 Jahre studieren.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gnaaa
16.02.2012 22:30
0

Re: Re: Re: Mag. statt Dr. med.

Das Grundstudium der Medizin dauert 6 Jahre, alle anderen Magisterstudien 4 (+2 fürs Doktorat), lediglich Technik (5 für den Dipl. Ing +2 für den Dr. tech) tanzen aus der Reihe. Von der Länge her finde ich den Titel in Ordnung, da ja eigentlich kein 4jähriges Grundstudium, sondern etwas mehr absolviert ist.

Besser fände auch ich allerdings, wenn es nach 3 Jahren Bsc, nach 4-5 Jahren Msc und nach 6 Jahren den Doktor gäbe, um mehr Gerechtigkeit mit anderen Studien herzustellen. (Das ist kein Irrsinn von mir, sondern funktioniert tlw. im angloamerikanischen Raum an Unis, wo Molekularbiologen, Biologen, Tierärzte, Nurses=Schwestern und Ärzte einen gemeinsamen 3 Jahres Bachelor haben (Grundlage der Zellen, Histologie, (Patho-)Physiologie) und sich im Halbjahr des 2. Jahres und im ganzen 3. Jahr spezialisieren (eher mehr Biologie und Anatomie-Kurse mit Tieren oder Radiologie und Anatomiesezierkurse für Menschen oder reine Pflegepraktika), dann eben nach 3 Jahren mit einer kleinen Arbeit als Bsc graduieren und danach ein Aufbaustudium weiterführend absolvieren, das entweder zum Biologen (4 Jahre insgesamt) oder zum Tierarzt (5 Jahre insgesamt) oder zum Arzt und M.D. (6 Jahre) führt.
Da wären tatsächlich durch ein modulares System und gemeinsamen Beginn für Histologen, Biologen, Veterinärmediziner, Ärzte und Schwestern samt Trennung nach etwa 1.5 Jahren Riesen-Synergieeffekte vorhanden und auch ein leichterer Umwechsel wäre möglich. Just my 2 (or more) cents.

Antworten Gast: aex
16.02.2012 18:12
1

Re: Mag. statt Dr. med.

So ein Schwachsinn, ein Medizinstudium dauert sechs Jahre und ist nicht nur zwei Jahre länger, sondern auch um Welten aufwändiger als jedes Mag.Studium.

Daher ist der Dr. Titel sehr wohl gerechtfertigt und Ärzte machen sehr wohl eine Diss. oder ein entsprechendes Wahlfach.

Leisten Sie einmal was Ärzte leisten und dann reden Sie weiter.

Antworten Antworten Gast: Dipl.-Ing.
16.02.2012 19:16
0

Re: Re: Mag. statt Dr. med.

Um Welten aufwändiger?!
Haben Sie überhaupt eine Ahnung wie lange ein "normales" Doktorat-Studium dauert? Mindestens 4 Jahre NACH Abschluss eines mindestens 5-jährigen Diplom/Master-Studiums.

Ich weiß nicht was Sie unter einer Dissertation verstehen, aber an den wissenschaftlichen Gehalt einer naturwissenschaftlichen Diss kommt die durchschnittliche Arbeit nie heran!
Wenn dem so wäre, warum bekommen Ärzte dann nicht Mag. und den Dr.?

Antworten Antworten Antworten Gast: Gnaaa
16.02.2012 22:31
0

Re: Re: Re: Mag. statt Dr. med.

Falsch. Ein Doktoratsstudium dauert in der Regel 4 Semester (2 Jahre). Ausnahmen bestätigen die Regeln (ein sci med Programm dauert z.B. mittlerweile auch 6 Semester).

Re: Re: Re: Re: Mag. statt Dr. med.

ja, vor 20 Jahren. Inzwischen gibt's nur noch "echte" Doktorate (äquivalent Ph.D., die alten D-Studien laufen aus) und die dauern mindestens 3 Jahre (gesetzlich geregelt), idR 4 -5. Informieren Sie sich lieber vorm posten.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Abklaerer
20.02.2012 14:12
0

Re: Re: Re: Re: Re: Mag. statt Dr. med.

Auch vor 20 Jahren waren zweijaehrige Dissertationen eher rar.

Mangelnde Professionalität

wohin man schaut, in Österreich. Es wäre ungerecht dies nur an den Ärzten festzumachen.
Überall Weltspitze in der Propaganda, hintennach dort wo es klar meßbar ist: Stichwort Tripple A, oder schlicht und einfach beim Fußball (auch dort nützen Ausreden nichts). Diese Liste könnte man beliebig lang fortsetzen.

Gute Ausbildung spart Geld und nützt Patienten!

Es ist schön, dass man sich in den Medien wieder einmal der Turnusärzte annimmt, die nach ihrer Ausbildung als praktische Ärzte tätig sind. Ich verfolge die Diskussion zu den katastrophalen Ausbildungsbedingungen nun seit 30 Jahren und es hat sich offenbar nichts geändert.
Die Gesundheitspolitik ist schnell dabei, uns mit Qualitätsmanagement, neuen Hygiene-Vorschriften und demnächst? auch ELGA zu beglücken. Aber dort, wo man Qualität echt erzeugen kann, in der Ausbildung, fehlt es an Geld und Phantasie. Dabei ist ein gut ausgebildeter Arzt am besten geeignet, kostengünstige Medizin zu betreiben. Hochqualifiziertes Pflegepersonal darf ruhig etwas verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen als zur Zeit vielerort üblich und Turnusärzte sollen nicht als Spritzen-Trottel und Zettel-Schreiber missbraucht werden. Beide Berufsgruppen sollen von Tätigkeiten entlastet werden, die von weniger qualifiziertem Personal geleistet werden können. Wenn eine Abteilung nicht willens oder in der Lage ist, junge Ärzte auszubilden, soll man die Stellen streichen. Und wenn ein Arzt zu faul oder unwillig ist, zu lernen, dann möge man ihm am Ende auch kein Zeugnis in die Hand drücken. Wir steuern auf einen Ärztemangel zu und es darf nicht sein, dass unsere besten Ärzte ins Ausland abwandern, weil dort Ausbildung, Arbeitsbedingungen und Bezahlung besser sind. Formulare und Dokumentation ersetzen nicht die Zeit mit Patienten. Auch wenn uns das Theoretiker vorgaukeln

Gast: strelnikov
15.02.2012 14:32
0

Gesundheitswesen

Wie sehr man ein gut funktionierendes Gesundheitswesen in den Abgrund steuern kann, zeigt sich am Beispiel Vorarlberg.
Hier wurde vom seinerzeitigen LR Wallner alles schöngeredet. Jetzt kommen die Misstände an's Tageslicht. Das Personal ist überfordert, unterbezahlt, leidet tw. am Burn-Out-Syndrom, hat keine Perspektive und wandert, wann immer sich Gelegenheit bietet, nach CH oder D aus. Dort wird zwar auch viel verlangt, aber entsprechend entlohnt. Und vor allem sollten Ärzte und das Pflegepersonal, die ja die echten Fachleute im Gesundheitswesen sind, Entscheidungen mittragen oder beeinspruchen können. Wallner und Fleisch sind ja keine Fachleute, sondern brave Parteisoldaten !
Wallner hat hier zus. mit seinen beiden Vasallen der Bevölkerung die wahren Zustände verschwiegen. Als erstes gehören die beiden Direktoren ausgewechselt und durch Fachleute ersetzt. Nur gerne Kabarett und Musik machen befähigt noch nicht zum Direktor der Landeskrankenhäuser. Und vom anderen hört man eh selten was. Wäre zwar meines Wissens studierter Mediziner, hat dann aber sein Heil in der Wirtschaft gesucht. Frage ist, wo wäre er besser gewesen?
Aber wie man sieht, man kann durch Unfähigkeit beruflich noch aufsteigen und LH werden. Ohne vorzeitigem Abgang von Sausgruber wäre Wallner vermutlich nie LH geworden. Hier wurde das Wahlvolk vorsätzlich verarscht. Hoffen wir, die Bevölkerung vergisst bis zu den nächsten Wahlen nichts. SOUVERÄN - ERWACHE !!!!!

Gast: Humerus
15.02.2012 13:53
0

gutes Thema - schlechter Artikel

Leider zeigt es sich wieder - und wurde im Forum auch schon mehrmals gepostet - daß viele Redakteure über Medizin schreiben, aber überhaupt kein Hintergrundwissen über das Gesundheitssystem haben und ganz offensichtlich auch keines erlangen wollen. Wie sonst erklärt sich ein so schlecht recherchierter Artikel? (diese Haltung teilen sie übrigens mit den meisten Politikern, was die Sache nicht leichter macht).
Wie lange haben Sie daran geschrieben, liebe Frau Julia Neuhauser und Ulrike Weiser ? Je 10 Minuten?
Bitte nocheinmal an den Start!
Das Thema intersiert ja offensichtlich viele Leser...

PS: Aus gutem Grund wird die ärztliche Ausbildung reformiert, der alte Turnus ist nicht mehr zeitgemäß in der derzeitigen Kürze.


Gast: sporen
15.02.2012 13:28
0

und olles wird bessa.


im artikel überschlagen sich die konjunktive...

könnten, sollten, müssten... ohne ende!

da muss ich einen nachschieben:
auch diverse primare und oberärzte KÖNNTEN ihren job tun und auf ihren stationen 1. anwesend sein und 2. die arbeit besser verteilen und überwachen.

KÖNNTE es möglich sein, dass aufenthalt und arbeit auf der station halt nicht so attraktiv sind wie auf der nahe gelegenen 'goldenen meile', den privatkliniken und privatordinationen?

KÖNNTE es sein, dass im gesundheitsbereich viel mehr als in anderen der fisch am kopf zu stinken beginnt?

SOLLTE diesen abzockern, die arbeit und verantwortung auf unterbezahlte mitarbeiter abschieben und selbst einen auf gott in weiß machen, nicht endlich mal das handwerk gelegt werden?

MÜSSTE nicht mal das stationspersonal statt dem privatpatienten des 'herrn professor' in den a... zu kriechen, diesem die bettpfanne über den kopf ausleeren und gott in weiß die reinigungsarbeit überlassen?

könnte, sollte, müsste....

Antworten Gast: King Dickon's Battle Axe
15.02.2012 14:16
0

Re: im artikel überschlagen sich die konjunktive...

Das Krankenpflegepersonal behandelt Privatpatienten im Gegenteil oft mit besonderer Herablassung und sogar Aggression. Habe ich am eigenen Leib erlebt, als Patientin, und vorher mehrmals bei Famulaturen.

Antworten Antworten Gast: bittere Pillen
15.02.2012 18:34
0

Re: Re: im artikel überschlagen sich die konjunktive...

na wenn Sie vorher als Famulantin auf der Station waren ...............

Antworten Antworten Antworten Gast: King Dickon's Battle Axe
15.02.2012 20:02
0

Re: Re: Re: im artikel überschlagen sich die konjunktive...

Sie können sich Ihren unqualifizerten Kommentar sparen. Ich habe an verschiedenen Abteilungen famuliert, allerdings nie an der, auf der ich Patientin war.

 
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