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Radiologie: Diese Untersuchung schützt vor Darmkrebs

Symbolbild
Bild: (c) AP 

Die Darmspiegelung reduziert das Risiko von Dickdarmkrebs gewaltig. Angst vor der Untersuchung ist unbegründet: Die konventionelle ist fast schmerzfrei geworden, die virtuelle kommt ganz ohne Schlauch aus.

 (Die Presse)

Die meisten mögen sie nicht. Obwohl sie wie kaum eine andere vor Krebs schützen kann: Die Koloskopie, die Darmspiegelung also, kann – rechtzeitig und regelmäßig durchgeführt – die Gefahr eines Dickdarmkrebses um bis zu 90 Prozent reduzieren. Gegenüber früher ist diese Art der Untersuchung viel patientenfreundlicher geworden: Heutzutage werden bei der sogenannten „sanften Koloskopie“ Sedierungsmittel eingesetzt, die den Patienten in einen leichten Dämmerschlaf versetzen, sodass er fast nichts mitbekommt, den Eingriff mehr oder weniger verschläft.

Dennoch bleibt die Koloskopie angstbesetzt. Nur etwa zehn Prozent der Österreicher ab 45 Jahren nehmen diese wichtige Vorsorgeuntersuchung wahr. Eine schonendere, nicht invasive Alternative zum Einführen des einen Zentimeter dicken und 1,80 Meter langen Rohrs ist die virtuelle Koloskopie, auch CT-Koloskopie oder CT-Kolonografie genannt. Darüber hat Thomas Mang, leitender Oberarzt für gastrointestinale Radiologie an der Wiener Universitätsklinik für Radiodiagnostik, am vergangenen Sonntag auf dem europäischen Radiologenkongress in Wien referiert.

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Die virtuellen Vorteile

Die Vorteile der CT-Untersuchung liegen auf der Hand: schmerzfrei (wiewohl manche es als unangenehm empfinden, wenn vor der Untersuchung Luft in den Darm gepumpt wird), keine Sedierung, ein extrem geringes Risiko für Darmverletzungen (bei der herkömmlichen Koloskopie kann es in einem von 1000 Fällen passieren, dass der Darm verletzt wird oder es zu Blutungen kommt; pro 10.000 bis 20.000 Eingriffen kann es einen Todesfall geben; Anm.). Warum die CT-Kolonografie dennoch nicht breitflächig eingesetzt wird, hat mehrere (nicht unbedingt ausschließlich nachvollziehbare) Gründe.

Dauert nur zehn bis 15 Minuten

Zum einen werden die Kosten für diese Untersuchung im niedergelassenen Bereich nicht generell von den Krankenkassen übernommen: Die Untersuchung mit dem Schlauch allein ist wohl billiger als die virtuelle Reise durch den Darm. Jedoch darf man nicht vergessen, dass der sedierte Patient nach dem Eingriff ein bis zwei Stunden ein Aufwachzimmer blockiert. Berufstätige müssen sich mindestens einen halben Tag freinehmen, die CT-Untersuchung dauert hingegen nur zehn bis 15 Minuten, danach ist der Betroffene gleich voll da.

Hinsichtlich der diagnostischen Aussagekraft sind beide Methoden vergleichbar: Man findet 90 Prozent aller Dickdarmpolypen ab einer Größe von sechs Millimetern und 96 Prozent aller bösartigen Dickdarmtumore. „Bei kleinen Veränderungen unter sechs Millimeter Größe ist das CT methodisch klar schlechter“, so Mang. Allerdings sei die Gefahr, dass aus derart kleinen Veränderungen Krebs entsteht, sehr gering. „Das Risiko einer Komplikation bei einer herkömmlichen Koloskopie ist statistisch sogar höher.“ Im englischsprachigen Raum werden winzige Polypen aufgrund des geringen Entartungsrisikos oft generell ignoriert.

CT-Methode begrenzt eingesetzt

Ein tatsächlicher Nachteil der CT-Kolonografie mag folgender sein: Wird ein Polyp entdeckt, kann man ihn und damit eventuelles Krebsrisiko bei der herkömmlichen Koloskopie gleich entfernen, bei der CT-Kolonografie indes nicht. Es muss also erst recht eine Dickdarmspiegelung mit Schlauch vorgenommen werden. Bedeutet also: zwei Untersuchungen. Allerdings: Weniger als zehn Prozent der virtuell untersuchten Patienten müssen sich auch einer endoskopischen Untersuchung unterziehen.

Dennoch bleibt der Einsatz der patientenfreundlicheren CT-Methode auf einige Indikationen begrenzt: Bei mehr als zehn Prozent der „normal“ Untersuchten bleibt das Ergebnis lückenhaft, das heißt, aus irgendeinem Grund werden die oberen Darmabschnitte nicht mit dem Koloskop erreicht. Das kann an einem zu engen oder zu langen Darm oder an krankhaften Verengungen liegen. „In nahezu allen Fällen kann man nachfolgend mit der CT-Kolonografie den gesamten Dickdarm vollständig darstellen“, weiß Mang.

Könnte sehr viel Leid ersparen

Zu Kontraindikationen einer Koloskopie gehören unter anderem Herzkreislauf-Probleme oder die Einnahme von Blutgerinnungshemmern. Auch wenn die Angst so groß ist, dass der Patient eine herkömmliche Darmspiegelung ablehnt, ist die Computertomografie die beste Alternative. „Damit kann man dann doch viel mehr Patienten für eine Darmkrebsvorsorge erreichen“, wirft Wolfgang Dock, Leiter des Instituts für Computertomografie an der Confraternität-Privatklinik Josefstadt, ein, „und damit viele Darmkrebsfälle verhindern und viel Leid ersparen.“

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20 Kommentare

Die nächste Lüge....

....die Spiegelung reduziert/hilft gar nix...es ermöglicht die Begutachtung des Darms...

Hat die Pharmalobby Einbrüche bei den Verkaufszahlen bzgl. med. Equipment?


Gast: hartwig kappey
27.10.2012 14:32
0 0

ct-untersuchung

kann man bei einer ct-untersuchung, mit 1l kontastlösung,einen tumor im darmbereich
erkennen,evtl. auch polypen ?

vielen dank

Gast: hartwig kappey
23.10.2012 13:42
0 0

h.kappey@web.de

ist die ct-untersuchung mit 1lkontrastmittel der normalen
darmspiegelung gleichwertig?

vielen dank hartwig kappey

Gast: Pandora
18.03.2012 03:52
1 0

Darmkrebs Schnelltest

Da die Darmspiegelung nicht unbedingt sooo beliebt ist noch der Hinweis auf eine Enzym Test zur Darmkrebs Vorsorge. Das geht wirklich schnell und Sondierung.
http://www.kesztele.at/2012/02/darmkrebs-vorsorge-quick-test-gibt-sicherheit/

Testet auf einen spezielles Enzym und nur wenn der Test positiv ist, muss zur genaueren Abklärung eine Darmspiegelung gemacht werden

Gast: Gartenzwerg
11.03.2012 11:06
2 0

--

Was ich nicht weis macht mich nicht heiß.
Vielleicht komme ich auch so durch ohne meine Zeit in diversen Wartezimmern zu verbringen.
Später im richtigen Alter wird sich schon irgendeine Krankheit sich sicher meiner bemächtigen. So ist das Leben.

Gast: pan-tora
07.03.2012 14:59
1 0

sorry aber...

die untersuchung schuetzt nicht davor, sondern hilft bei der frueherkennung!

Gast: Pedro
06.03.2012 22:21
1 0

Warum nicht per MR oder mittels geschluckter

Videokamerapille?

Beim CT hat man das Problem der Röntgenstrahlen. Dieses hat man bei den anderen beiden Möglichkeiten nicht.
Und sooo viel teurer ist das MR auch nicht.

Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!


Antworten Gast: dfgg
11.03.2012 15:34
0 1

Du bist der Schlauch !


Antworten Gast: b754
07.03.2012 20:43
1 6

Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

das solltest du deinem psychiater erzählen

Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

Jedoch - nur der wahre Masochist weidet sind in den Qualen einer Krebserkrankung!

Re: Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

Wie ich sehen kann, gibt es jede Menge primitivlinge, die sich Sachen in den A r s c h stecken lassen.

Sie jedoch sind auch ungebildet und denkunfähig. Den der Arzt kann die Krankheit nur feststellen und sie ggf. behandeln. Bedeutet also die Untersuchung ist für den Hugo.

4 4

So eine Meinung ...

... kann man wohl auch als evolutionäres Selektionskriterum durchgehen lassen ...

3 4

Re: So eine Meinung ...

Adrett verbalisiert!

4 4

Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

Nur total Verklemmte interpretieren in eine ärztliche Untersuchung alles mögliche hinein - bis hin zur "Perversion"!

Re: Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

Ich war noch niemals verklemmt, warum auch? Das ganze hat etwas mit Würde und Respekt gegenübesich selbst zu tun. Nur leicht manipulierbare naivlinge lassen sich soetwas einreden und glauben auch noch, etwas für die Gesundheit getan zu haben. Frage: Bin ich dann gesünder als vorher, wenn ich dann weiß: Ach, i hab ja eh nixi? lustig

Re: Re: Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

"Frage: Bin ich dann gesünder als vorher, wenn ich dann weiß: Ach, i hab ja eh nixi?"

JA! Wei Sie es dann WISSEN! Sonst können Sie es nur VERMUTEN, weil Sie "eh nix spüren".

Re: Re: Re: Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

Absolut Primitiv. Aber nicht in jedem Beruf ist Denken auch gefragt. Hoffentlich glauben Sie nicht selbst was Sie schreiben, aber naja - müssen eh sie damit leben,....

Also:

Wenn ich physikalisch Gesund bin und ich habe dies nicht begutachtet, bin ich nur so quasi gesund. Aber auf keinen Fall richtig gesund.

Wenn ich physikalisch Gesund bin und ich habe dies auch hoch offiziell Begutachtet, dann darf ich richtig Gesund sein.

Wenn ich erkrankt bin und der Arzt hat dies festgelegt, dann ist es eine Gute Erkrankung. Auf alle Fälle müsste ich dann Glücksgefühle haben, weil ja endlich mal ein gscheites Ergebnis raus gekommen ist, gel. Denn immer nur sagen: Sie haben eh nix, is ja auch fad. Und wenn ich daran sterben sollte, ist bestimmt der Arzt schuld - aber sicher nie der eigene Körper.

Wenn ich erkrankt bin und niemand stellt dies fest, dann bin ich schuld wenn ich daran sterbe, oder was wollen Sie mir einreden???

Wenn Sie Ihren Arm brechen ist dieser nur dann gebrochen wenn ein Arzt ihnen das begutachtet? Gut das wir das gerichtlich noch nicht feststellen müssen, denn ansonsten kannst die Einwohner in Österreich an einer Hand abzählen.

Re: Re: Re: Re: Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

Ich verneige mich tief vor Ihrem wirklich unglaublichen Denkvermögen und Ihrer schonungslos unbestechlichen Rhetorik, habe aber eine Bitte:

Können Sie, bitte, uns unwissenden, dumpf dahin lebenden "Perverslingen" mitteilen, welche Untersuchung diese abscheuliche Erkrankung zweifelsfrei erkennen lässt?

Zwei Sachen noch:

"Einreden" will ich Ihnen gar nichts - nein, Ihnen nicht!

Das mit dem "gebrochenen Arm": muss ich jetzt hinken, wenn der Arm gebrochen ist, oder ist's der Vergleich mit der wahrlich hinterhältigen Darmerkrankung (sie schmerzt in der ersten Phase meist überhaupt nicht und wird daher eben nicht erkannt), der selbst hinkt?

Alles Gute!

Antworten Antworten Gast: om2
06.03.2012 17:33
0 1

Re: Re: Nur perverslinge lassen sich einen Schlauch reinstecken!

...perverslinge, geistliche, ärzte... hmmm... immer die gleichen

Schlagzeilen Gesundheit

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