Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Depression: Wenn der Mensch nicht zur Ruhe kommt

Wenn Mensch innerlich nicht
Bild: (c) REUTERS (BRIAN SNYDER) 

Bei depressiven Menschen ist das Bewusstseinsnetzwerk im Gehirn aktiver. Wiener Forscher machen dafür das Hormon Serotonin verantwortlich.

 (Die Presse)

Jeder kennt das. Sie fahren nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause, sitzen im Zug, in der Straßenbahn oder bequem als Beifahrer im Auto und tagträumen. Verloren schauen Sie aus dem Fenster und lassen Ihre Gedanken schweifen. Vielleicht laufen der Tag oder einzelne Szenen davon noch einmal im Schnelldurchlauf vor Ihrem geistigen Auge ab. Oder Sie schmieden Zukunftspläne. Mit einem Wort: Sie sind ganz bei sich.

In diesem Zustand äußerer Ruhe ist Ihr „Default Mode“-Netzwerk, ihr Ruhezustandsnetzwerk oder kurz DMN, aktiv. „Dabei handelt es sich um eine Gruppe von funktionell verbundenen Gehirnregionen“ – daher der Name Netzwerk –, „die bei Introspektion, also Selbstwahrnehmung, aktiv sind und im Gegensatz dazu bei gezielten kognitiven Aufgaben inaktiv werden“, erklärt der Neurowissenschaftler Andreas Hahn von der Medizinischen Universität Wien, der an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie forscht. Wie das DMN neurochemisch reguliert wird, ist derzeit unbekannt. Mit einer in PNAS veröffentlichte Studie hat Hahn nun eine Spur gefunden: Er hat unter der Studienleitung des Mediziners und Hirnforschers Rupert Lanzenberger den Einfluss des Serotonin-Systems auf dieses spezielle Netzwerk im Gehirn von gesunden Probanden untersucht.

Diese interdisziplinäre Forschung mit bildgebenden Geräten wurde durch die Zusammenarbeit verschiedener Kliniken und Zentren ermöglicht. Neben Neurowissenschaftlern waren auch der Radiochemiker Wolfgang Wadsak, der Radiopharmazeut Markus Mitterhauser und der Physiker Christian Windischberger beteiligt.

Das Ergebnis: Der Serotonin-1A-Rezeptor moduliert die Aktivität des DMN. Bei einigen psychiatrischen Erkrankungen ist dieser Regulationsmechanismus gestört. Die Wissenschaftler konnten feststellen, dass bei Patienten mit schweren Depressionen und Angsterkrankungen die hemmende Wirkung dieses spezifischen Serotonin-Rezeptors im Gehirn verringert ist. „Diese Patienten kommen dadurch praktisch innerlich nie zur Ruhe“, beschreibt der Psychiater und Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Siegfried Kasper, die Auswirkungen.

Depressive Menschen wirken zwar nach außen hin träge, antriebslos und matt. Innerlich laufen sie jedoch auf Hochtouren: Sie sind viel stärker auf sich fokussiert, neigen dazu, vieles negativ zu beurteilen, vor allem sich selbst. Sie stecken in diesem Strudel von Gedanken fest, aus dem sie nur schwer wieder herauskommen. Und da spielt das DMN hinein, das auch als Bewusstseinsnetzwerk bezeichnet wird und immer dann aktiv ist, wenn wir Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion betreiben – also unsere Gedanken auf uns selbst richten.


Räumliche Verteilung. Der Serotonin-1A-Rezeptor ist einer der wichtigsten hemmenden Rezeptoren im Gehirn. Bindet Serotonin an diesen Rezeptor, wird die Signalweiterleitung zwischen Nervenzellen verringert. Solche Mechanismen sind essenziell für die Regulation vieler physiologischer Vorgänge im Gehirn, insbesondere bei Affekten und Emotionen. „Da die räumliche Verteilung der Serotonin-1A-Rezeptoren sich großteils mit den Gehirnregionen des DMN überlappt, lag es nahe, zwischen dem Rezeptorsubtyp und dem Netzwerk eine Verbindung zu vermuten“, erläutert der Forscher.

Um das zu beweisen, machten die Wissenschaftler in einem ersten Schritt mit der funktionellen Magnetresonanztomografie die aktivierten Regionen des DMN sichtbar. Dazu versetzten sie die Probanden in einen äußeren Ruhezustand. In einem zweiten Schritt wurden die Serotonin-1A-Rezeptoren bestimmt, indem sie den Studienteilnehmern minimalste Mengen einer radioaktiv markierten Substanz mit sehr kurzer Halbwertszeit intravenös verabreichten, welche an die Serotonin-1A-Rezeptoren bindet und diese durch die molekulare Bildgebung mit Positronen-Emissionstomografie sichtbar macht.

Das Erstaunliche: „Abhängig von der Funktion bestimmter Gehirnregionen kommt es zu einem verstärkenden oder hemmenden Zusammenhang zwischen dem Rezeptor und dem DMN“, interpretiert Andreas Hahn die Studienergebnisse. So deaktiviert Serotonin im Gehirn beispielsweise das Netzwerk im Frontalkortex. Je weniger Serotonin-1A-Rezeptoren vorhanden sind, desto höher ist die Aktivität des DMN. Eine Beeinflussung der Rezeptoren ermöglicht nun neue Ansätze zur Behandlung von Depressionen, Schizophrenie oder Angststörungen.

Das Serotonin- System

Serotonin ist ein wichtiger Neurotransmitter, also ein Botenstoff, der Informationen von einer Nervenzelle auf die nächste überträgt. Es wirkt unter anderem im Zentralnervensystem, im Darmnervensystem, auf das Herz-Kreislauf-System und im Blut. Es regelt beispielsweise den Appetit, den Schlaf-Wach-Rhythmus und das Sexualverhalten und ist an der Steuerung
der Körpertemperatur sowie der Schmerzwahrnehmung beteiligt.

Auch das Ruhezustandsnetzwerk(DMN; siehe Bild) wird von Serotonin beeinflusst. Das fand man durch die Analyse der Hirnaktivität mithilfe moderner bildgebender Verfahren heraus.

Derzeit sind 16 verschiedene Serotonin-Rezeptoren im Menschen bekannt, die für die vielfältigen Wirkungen des Hormons verantwortlich sind. FZ Jülich

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.05.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

45 Kommentare
 
12

Wichtig ist

den Gedankenstrom zu stoppen - anstatt dauernd zu denken. Klarerweise aufgelegt wenn jetzt mit "Na Sie denken eh nicht" bla bla reagiert wird.

Versuch macht klug:
1.) sich der aktuellen Gedanken bewusst werden
2.) diese Gedanken aktiv abstellen
3.) Körper bewußt wahrnehmen (nicht daran denken --> spüren)
4.) Die Stille wahrnehmen
5.) Sich des Augenblicks bewusst werden

Klingt ja alles sehr esoterisch... nun: die Hauptprobleme unserer Zeit sind das Ego, "mehr" und Gedanken an die Zukunft/die Vergangenheit - also sollte man sich dem entziehen, das Ergebnis ist dann real.

Wer diese wenigen Punkte überdenkt bzw. runterfährt, führt ein glücklicheres Leben.

Antworten Gast: Achtsamkeit
16.05.2012 09:19
0

Re: Wichtig ist


im Hier und Jetzt leben,

(gedanken sind nie im jetzt,
gedanken sind entweder von der vergangenheit oder zukunft)

im Hier und Jetzt spüren,
im Hier und Jetzt fühlen.

Gast: jiri
10.05.2012 12:17
2

Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

Ist das ein Rechfertigungsversuch, dass die seit Jahrzehnten eingesetzten Antidepressiva, die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) doch wirksam sind? Und nicht fast genauso wirksam wie Scheinmedikamente (NEJM 2008) sind, allerdings mit ordentlichen Nebenwirkingen?

Ein erneuter Versuch eines Beweises der Serothoninhypothese nach 20 Jahren mit Milliardenumsaetzen? Ein Bilderbuchbeispiel fuer die evidenzbasierte Medizin: Behautungen werden in der medizinischen Forschung "Evidenz", also Beweis, genannt. Wissenschaftliche Nachweise als Rechtfertigung der Behandlung von Depressionen mit SSRI's, also der Hypothese, dass ein Fehler im Serotoninhaushalt des Gehirns fuer die Erkrankung verantwortlkich ist, versucht man offensichtlich noch heute zu finden. Der Mensch ist halt doch noch komplexer als sich das ein Mediziner vorstellen kann.

Ich hoffe nur, dass sich die "Wissenschaftler" selbst mit den radioaktiven Substanzen fuer diese sinnlosen Versuche verseucht haben! Anders muss die Ethikkommission ernsthaft in Frage gestellt werden.

Die Bilanz der psychiatrisch-medizinischen Forschung und Behandlung wird durch falsche Einschaetzungen, Arroganz und pure Inkompetenz bestimmt, was besonders erstaunlich ist, da sie selbst so stolz auf ihre 'wissenschaftliche' Professionalitaet ist.

Gast: Bärenfalle...
08.05.2012 20:53
1

Mein Tag beginnt ...

jeden Morgen mit der Luftschutzsirene von "Silent Hill" als Weckton.

Ich finde das irgendwie sehr passend.

Ist der Ton vorbei bin ich munter und das Grauen aka. ein weiterer Tag beginnt.


Antworten Gast: Körperschaft
10.05.2012 02:31
0

Dankeschön

Ausgezeichnet! Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin... Ich probier das gleich mal selbst aus :-)

Gast: bleib in deiner mitte
08.05.2012 13:33
0

"depression" - unter/niederdrücken - WARUM ist serotonin im gehirn verringert ?


warum wird die depression, falls genetisch bedingt, nicht bei jedem sichtbar ?

Gast: Soul feather
07.05.2012 21:26
1

Grundfalscher Ansatz

und typisch für die rein materiell orientierte Schulmedizin.
Der Ansatz muss genau andersherum erfolgen - ansonsten droht das, womit die Schulmedizin seit Jahrzehnten stagniert: die - letztlich erfolglose - Symptommedizin, die nie zur Heilung führt.
Aber das chronische Kranksein, mit dem die Pharmabranche ihre Milliarden verdient, führt nicht zum Menschen und seiner Gesundheit: sondern das Gegenteil ist der Fall.

Daher muss es heißen: Im Fall einer seelischen Störung ("Depression") darf nicht nach Rezeptoren geschielt werden und diese medikamentös behandelt werden:
sondern die Psyche muss Beachtung finden.

Wenn man die Ereignisse im Leben des Menschen mit psychischer Störung findet, die genau dazu geführt haben: dann verschwindet die "Depression", ungeachtet irgendwelcher Rezeptoren.
Heilung muss immer über die Psyche erfolgen - der Körper ist der Nachzieher, und Beseitigung von Symptomen führt nicht zu einer Heilung der Psyche.

Antworten Gast: pluslucis*
10.05.2012 16:27
1

Re: Grundfalscher Ansatz

Ja ja, die geheimen Traumata.

Die meisten Menschen mit Depressionen wissen ganz gut, von welchen Ereignissen ihre Depressionen kommen. Davon verschwindet überhaupt nichts, denn das ist gerade die Natur der Depression, dass man besagte Ereignisse immer und immer wieder im Kopf durchgeht.

Antworten Gast: Störrisch...
09.05.2012 11:46
0

Amen...

...und danke! So ist es!

Re: Grundfalscher Ansatz

da spricht die arroganz des unwissenden...

Antworten Antworten Gast: Lumpi
08.05.2012 20:00
0

Re: Re: Grundfalscher Ansatz

Bitte Churchland,Dennett,Roth oder ähnliches lesen! Man sollte sich vorher ein paar Grundlagen in Neurophilosophie aneignen bevor man von Unwissen spricht.
Die Aussagen der Menschen die für einen substantiell verschiedenem Geist sprechen, deuten auf das Bedürfnis hin, einen höheren Sinn des Lebens verteidigen zu wollen, welcher nicht vorhanden ist. Dort wo der Glaube beginnt, endet der Verstand.

Antworten Gast: Lumpi
08.05.2012 09:34
4

Re: Grundfalscher Ansatz

Erklären Sie das bitte jemandem der schwere Depressionen hat. Würden Sie demjenigen sagen, dass er doch nur heruszufinden braucht was ihn traurig macht und das wars? Glauben Sie nicht, dass jemand der schon x Therapien hinter sich hat und bemerkt, dass alle nutzlos sind, liebend gern zum Medikament greift und sich nichtmehr auf so ein Substanzdualismusgeschwafel einlässt?
Natürlich kann man durch z.B. Gespräche das Gehirn beeinflussen. Und sollte einer psychischen Störung tatsdächlich ein traumatisches Erlebnis zugrunde liegen, muss dieses natürlich bearbeitet werden. Letztendlich ist aber alles Materie. Es gibt keinen Geist neben der Materie. Insofern kann man auch, sollten alle anderen Möglichkeiten erschöpft sein, den direkten Weg gehen und die chemischen Prozesse im Gehirn mit Pharmazie beeinflussen.

Antworten Antworten Gast: Unverständniss
09.05.2012 22:48
0

Re: Re: Grundfalscher Ansatz

Möchte auch etwas dazu schreiben denn Niemand begreifen wie es einem schwer depressiven Menschen geht .
Es werden Ratschläge gegeben die man gar nicht umsetzen kann.
20 Jahre habe ich schwerste Depressionen gehabt und unermüdlich Wege gesucht diesen Zustand los zu werden.
Auch meinen Lebenslauf zig Therapeuten geschildert aber gebracht hat es gar nichts ausser das ich Alles immer wieder hoch holte wie ein Wiederkäuer.

Zusätzlich auch Tabletten genommen und ich bekam immer neue Zustände -

Nie habe ich den Kopf in den Sand gesteckt sondern weiter gesucht.
Nach mehreren Klinik aufendhalten
habe ich endlich einen Neurologen gefunden der mich ernst nahm und auch meine Vorschläge bejate.

Nun geht es mir schon 5 jahre gut und nehme nur noch eine kleine Dosis Tabletten die ich mit Sicherheit auch noch Los werde.
Wenn ein Medikament nach einer Weile nicht wirkt dann ist es nicht das Richtige für die Person. Eins ist sicher wenn man durch die Tabletten stabiler wird dann kann man erstmal Anfangen sich Selbst zu helfen.
Cannabis halte ich für Schlecht denn man befindet sich in einem Zustand der nicht die Realität ist und kann dabei nicht helfen.
Man möchte ja mit klarem Kopf das Leben leben .

liebe Grüsse

Re: Re: Re: Grundfalscher Ansatz

Haben Sie schon einen Borreliose-Antikörper-Test gemacht?

Dr.Albin Obiltschnig in Klagenfurt ist z.B. Borreliose-Experte.

Alle Viren oder Bakterien,

die das ZNS befallen können,sind durch massive Störungen im Stoffwechsel der Glia-Zellen auch in der Lage

Depressionen auszulösen.

Antworten Antworten Gast: Störrisch...
09.05.2012 12:15
0

Re: Re: Grundfalscher Ansatz

Zitat: Und sollte einer psychischen Störung tatsdächlich ein traumatisches Erlebnis zugrunde liegen..

Kennen Sie nur einen Depressiven, bei dem das nicht der Fall wäre?

Ich empfehle Ihnen sich bei Fachleute zu erkundigen!

Sie haben leider GAR KEINE Ahnung und noch weniger Mitgefühl!

Antworten Antworten Antworten Gast: lumpi
09.05.2012 16:44
2

Re: Re: Re: Grundfalscher Ansatz

Bitte die Literatur anführen, in der Sie gelesen haben, dass jede depressive Störung aus einem traumatischen Erlebnis resultiert.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Störrisch...
10.05.2012 18:32
0

Vereinfacht...

Depressionen sind 1 Symptom von BTPS bzw. Anpassungstörung....

Trauma/Nicht-Trauma: zb. ein Kind erlebt den Rosenkrieg/Alkoholmissbrauch der Eltern...kein Trauma per klassischer Definition (weil keine Nachwirkung in Folge einer Natur-katastrophe oder eines Kriegs?), aber ein Trauma ist es doch, oder nicht?

Es wird nur anders genannt, obs eine grausige Kindheit (und somit Anpassungstörung) oder schlimme Krankheit (und somit BTPS) ist, ist wurst, weil Depressionen gehören dazu, in den schönsten Grau-Tönen!

Verstanden? Ist ja nicht so schwer, oder?


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lumpi
17.05.2012 14:38
0

Re: Vereinfacht...

nach ihrer definition ist alles ein trauma. somit ist der begriff leer!

Antworten Antworten Antworten Gast: lumpi
09.05.2012 16:38
0

Re: Re: Re: Grundfalscher Ansatz

Ja

Gast: Umfangreicher und Guter Artikel
06.05.2012 23:38
2

Fehlt nur noch ein vernünftiger Lösungsansatz für

Betroffene.

Medizinisches Cannabis kann sehr viel, sehr schnell verbesseren. Einzig die Strafverfolgung hält viele Patienten davon ab, das kleinere Übel in Kauf zu nehmen, gesundheitlich gesehen.

Denn Cannabis muss nicht geraucht werden und kann somit praktisch sehr gesundheitsschonend konsumiert werden, auch ohne Rausch, bei Rohverzerr zB.

Alle die so oder so Konsumenten sind, wissen auch, dass nach der Eingewöhnungsphase, praktisch kein Rausch oder emotionsverstärkender Effekt mehr zu beobachten ist. Einzig eine äußere und innere Entspannung, eine Möglichkeit selbst entscheiden zu können, wann und wie lange mann _durchschlafen_ möchte und das ohne Alpträume.

Einziger negativer Effekt, man ist automatisch ein Krimineller, auch wenn man aus Prinzip gegen die Menschrechtsverletzungen der Drogen/Pharmaindustrie ist und deren Produkte aus gesundheitlichen und ethischen Gründen ablehnt.

Viele Menschen wissen überhaupt nicht über die Vielseitige Medizinischen Verwendungsmöglichkeit dieser einzigartigen Heilpflanze und sehen sie ledeglich als eine Partydroge für Jugendliche irgendwo zwischen Alkohol und Zigaretten einzuordnen an.

Nicht unbedingt harmloser als Zigaretten, aber auch nicht gefährlicher als Alkohol. So ein Mitteldings, wenigstens wird keiner davon aggressiv, ein wesentlicher Vorteil bei Menschenansammlungen.

Hanf könnte vielen Menschen helfen, ein normales zumindst halbwegs normales Leben führen zu dürfen.

Antworten Gast: nicht ganz so einfach...
08.05.2012 17:14
0

Re: Fehlt nur noch ein vernünftiger Lösungsansatz für

cannabis bringt nicht per se besserung bei depressionen. schön wäre es, wenn's so einfach ist. ich kenne genug betroffene, die cannabis konsumiert haben - bei manchen hat's geholfen, mit ihren depressionen besser klar zu kommen. bei anderen wiederum hat es die depressionen verstärkt, ängste ausgelöst und die sache schlimmer gemacht. man kann nicht pauschalieren, dass cannabis bei depressionen o.ä. hilft. dazu gibt es auch zahlreiche studien, die weder einen signifikanten erfolg noch misserfolg bestätigen können.

Machen Sie immer nur Reklame für ihre persönliche Sucht?


Gast: m.v
06.05.2012 21:37
1

Hurra, da lass' ich mir gleich Fluctine verschreiben!

In Amerika auch bekannt unter Prozac. Kann man im Übrigen auch blendend als Potenzmittel verwenden. Pst, nicht weitersagen.

Antworten Gast: jiri
10.05.2012 12:25
0

Re: Hurra, da lass' ich mir gleich Fluctine verschreiben!

Ja, fuer Scheintote.
Pst , nicht weitersagen.

Ursache und Wirkung?

Man könnte es auch umkehren: Menschen, die viel nachdenken, werden eher depressiv.

Und das ist ja bei der derzeitigen Lebensweise des Menschen als produzierende Industriemaschine nachvollziehbar.

Es gibt also nur die Depressiven und die Naiven. Und noch eine Gruppe solcher, die zwar das Negative sehen, aber trotzdem frohen Mutes bleiben.

Re: Ursache und Wirkung?

Sie denken vermutlich überhaupt nicht,deutscher Michel?

 
12

Schlagzeilen Gesundheit

  • Leitlinie gegen den Raucherhusten
    Eine Million Menschen in Österreich sind von COPD betroffen, 90 Prozent der Fälle enden mit einem Lungenemphysem. Eine neue Initiative will Bewusstsein schaffen.
    Der Dr. Jekyll & Mr. Hyde des Waldes
    Es muss nicht immer Gift sein: Auch genießbare Pilze können Übelkeit verursachen. Warum auf Pilzbücher nicht immer Verlass ist und der Maronenröhrling im Osten nicht gepflückt werden sollte.
    Nervenerkrankung ALS: "Mir hilft nur meine Einstellung"
    Die halbe Welt sammelt Spenden für ALS. Hermann Bauer hat diese Nervenerkrankung. Er spricht über die immer schneller voranschreitende Lähmung und den Kampf ums Pflegegeld.
    Dehnungsstreifen: Die Schönheit des Makels
    Sehr ästhetisch werden vermeintliche Problemzonen auf dem Instagram-Account "loveyourlines" inszeniert.
    Abtreibung: Wo die Debatte immer abbricht
    Abtreibung auf Krankenschein? Statistik – ja oder nein? Und was ist mit der Versorgung durch Spitäler? 40 Jahre nach der Fristenlösung ist die Diskussion um den Schwangerschaftsabbruch nicht zu Ende.
  • Alle 30 Sekunden ein Medikament ins Herz
    Die Studentin Maleen Fischer ist 19 und leidet seit ihrer Geburt an der potenziell tödlichen Krankheit Lungenhochdruck. Sie darf weder schwimmen noch tanzen oder joggen.
    Jeder vierte Wiener geht zum Wahlarzt
    Wahlärzte werden in Wien beliebter. Hauptgrund seien lange Wartezeiten bei Kassenärzten.
    Neue Methode korrigiert "Segelohren" ohne OP
    Modellierende Schalen können Fehlbildungen bei Säuglings-Ohr innerhalb von 14 Tagen in Form bringen. Die Behandlung sollte allerdings schon in den ersten beiden Lebenswochen erfolgen.
    Knie: Spritzen und Spiegelungen sind oft wirkungslos
    Der Nutzen von Arthroskopien und Injektionen ins Gelenk werden oft überschätzt "und die verbundenen Risiken, wie etwa Entzündungen und Schwellungen ausgeblendet."
    Trost im Netz: Die Facebook-Therapie
    Depression, Krebserkrankung, Tod naher Angehöriger: Manche Menschen nutzen soziale Netzwerke wie Facebook, um ihre existenziellen Probleme mit virtuellen Freunden zu teilen.
  • Das Nichtstun erhöht den Schmerz
    Doppelt so viele Männer wie Frauen sind von der rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew betroffen. Sie beginnt meist in jungen Jahren und kann im schlimmsten Fall mit einer Versteifung der Wirbelsäule enden.
    Wenn die Nerven den Appetit zügeln
    Magersucht, Bulimie oder Binge Eating – bis zu 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter Essstörungen. Häufig geht das Hungern oder Schlingen mit einer Depression einher.
    Bei Hirntumoren kreisen oft auch Krebszellen im Blut
    Die Organe von verstorbenen Glioblastom-Patienten werden häufig für Transplantationen verwendet, eine neue Studie zeigt die Risiken.
    Fett verbrennen mit Chili und Co.
    Eine spezielle Gewürzmischung aus fünf Zutaten beeinflusst den Fett- und Zuckerstoffwechsel äußerst positiv. Aber auch Gänseblümchen tun unserer Gesundheit gut.
    Trotz Karriere keine „Rabenmutter“
    Österreicherinnen bekommen nicht so viele Kinder, wie sie sich wünschen. Ein Mix aus Zeit, Geld und Infrastruktur könnte das ändern. Allerdings muss auch die Gesellschaft umdenken.
AnmeldenAnmelden