Um österreichische Designer auf dem internationalen Parkett künftig sichtbarer zu positionieren, haben fünf Institutionen die Plattform "AustriaDesignNet" gegründet. "Die Idee war, die internationalen Auftritte österreichischer Designinstitutionen zu vereinheitlichen, um mit einer Stimme zu sprechen", erklärte Alexander Szadeczky vom designforum Wien bei der Präsentation am Freitag. Der erste "Außeneinsatz" für die Initiative steht bereits kommende Woche im Rahmen des "World Design Capital 2012" in Helsinki an.
Neben dem designforum beteiligen sich derzeit noch designaustria Wissenszentrum & Interessenvertretung, das Wiener MAK, die Creative Industries Styria sowie die Vienna Design Week an der Plattform, die aber für alle Interessierten offen ist, wie betont wurde. "Es geht dabei nicht um den kleinsten gemeinsamen Nenner, sonder das Hervorheben der jeweiligen Stärken", meinte MAK-Direktor Christoph Thun-Hohenstein. Durch die Bündelung und gemeinsame Präsentation heimischen Designs bei internationalen Auftritten sollen diese noch besser kommuniziert werden können.
"AustriaDesignNet" in Helsinki
Als Bewährungsprobe für "AustriaDesignNet", das für den Launch der Plattform sowie den Auftritt in Helsinki neben Eigenmitteln seitens Wirtschaftsministerium, Außenwirtschaft Austria und der Austria Wirtschaftsservice GmbH mit rund 130.000 Euro unterstützt wird (20.000 Euro davon direkt für die Plattform), steht von 6. bis 16. September der Auftritt heimischer Designschaffender in Helsinki an. Dort wird Österreich neben Objekten in der Hauptausstellung "Everyday Discoveries", die von insgesamt 20 Nationen bespielt wird, auch mit einer auf 150 Quadratmeter ausgebreiteten "Satellitenausstellung" präsent sein.
Kritischer Regionalismus
Diese trägt den Titel "WerkStadt Vienna" und wurde von der Vienna Design Week in Kooperation mit dem MAK konzipiert. Im Fokus stehen dabei die "Passionswege" des 2006 gegründeten Designfestivals, die sich Herstellungsprozessen und dem "Wissenstransfer" widmen, wie Design Week-Direktorin Lilli Hollein erläuterte. "Dieser kritischer Regionalismus ist sicher ein interessanter Beitrag für ein internationales Festival." Nach der Premiere in Helsinki wird die von der Britin Sophie Lovell kuratierte Schau von 12. Dezember bis 17. März 2013 auch im Wiener MAK Station machen.
Am 13. September steht zudem ein Österreichtag in Helsinki an, bei dem sich die Plattform "AustriaDesignNet" mittels Videoinstallationen vorstellen wird und neun heimische Designunternehmen auf potenzielle finnische Auftraggeber treffen. Ergänzt wird das Programm durch Showcases und eine abschließende AustrianDesignNite. Ob die Plattform künftig weiter Subventionen erhalten wird, hänge auch mit der Performance in Finnland zusammen, wie Josef Mandl vom Wirtschaftsministerium unterstrich. "Ich bin aber sehr zuversichtlich."
>> http://www.austriadesign.net
(APA)
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