Vangardist Magazin druckt Ausgabe mit HIV-Blut

Ein Kontakt mit dem Heft ist ungefährlich - genauso wie das Berühren einer mit HIV infizierten Person.

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Special Edition - Vangardist Magazin – Instagram (Vangardist)

Das österreichische Männermagazin Vangardist hat für eine 3000 Stück umfassende Spezialausgabe die Druckertinte mit dem Blut von drei HIV-positiven Männern angereichert. "Wir wollten auf die Stigmatisierung aufmerksam machen, die diese Krankheit immer noch umgibt", sagte Mitbegründer Julian Wiehl am Montag.

Ein Kontakt mit dem Heft ist freilich vollkommen ungefährlich - genauso wie das Berühren einer mit HIV infizierten Person. "Es ist ein symbolischer Akt", erklärte Wiehl.

Die Spezialausgabe erscheint nicht zufällig im Vorfeld des Life Balls am 16. Mai und des anschließenden Song Contests in Wien. Die Redaktion wollte den internationalen Fokus auf Österreich nutzen, um auf die Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen hinzuweisen.

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Insgesamt leben derzeit weltweit mehr als 35 Millionen Menschen mit dem Virus. In Österreich sei ein leichter Rückgang bei den Neudiagnosen bemerkbar, heißt es laut Aids Hilfe Wien. Die Schätzungen für HIV-erkrankte Personen schwanken dennoch zwischen 7000 bis 15.000. Etwa 80 Prozent aller neuen Infektionen erfolgten durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Kondome, Femidome und Dental Dams schützen bei Vaginal-, Oral- und Analverkehr vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus.

 

(APA/Red.)

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