Der französische Altrocker Johnny Hallyday ist im Überseegebiet Guadeloupe in der Karibik in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Über seinen Gesundheitszustand gab es am Montag widersprüchliche Angaben: Hallydays Manager bestritt Medienberichte über Herzrhythmusstörungen und sprach von einer "hartnäckigen Bronchitis". Das Krankenhaus erklärte indes, Hallyday sei in die Abteilung für Wiederbelebungsmaßnahmen eingeliefert worden. Der 69-Jährige konnte am Montagabend jedoch wieder entlassen werden.
Hallyday wurde am Sonntag von der Insel Saint Barthelemy aus, wo er Urlaub machte, in das Krankenhaus der Stadt Point-a-Pitre gebracht, wie die Klinik mitteilte. Laut dem Radiosender RTL wurde der 69-Jährige wegen Kammerflimmerns mit einem Helikopter in das Krankenhaus geflogen.
Hallydays Manager Gilbert Coullier dementierte die Berichte über Herzprobleme. Der Sänger sei vielmehr vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, um eine "hartnäckige Bronchitis auszuheilen". Der Krankenhausaufenthalt sei nur "von kurzer Dauer", eine Entlassung stehe "unmittelbar" bevor. Zuvor hatte Hallydays Sohn David über den Kurznachrichtendienst Twitter erklärt, die Neuigkeiten über seinen Vater seien "sehr gut" und "beruhigend".
Das Krankenhaus ließ in einer kurzen Erklärung indes Zweifel an dieser Version aufkommen. Demnach wurde Hallyday in die Abteilung eingewiesen, in der "Wiederbelebungsmaßnahmen" unternommen werden. Er habe dort eine Erstversorgung erhalten, sein Zustand sei "stabil". Angaben zum Grund der Einlieferung des Musikers machte die Klinik nicht, sprach aber von einer anstehenden "Überführung" Hallydays, ohne Details zu nennen.
Hallydays Manager bezeichnete den Verweis des Krankenhauses auf Wiederbelebungsmaßnahmen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP als "unangemessen". Richtig sei, dass Hallyday wegen der Bronchitis Atemprobleme habe. Der 69-Jährige solle sich nun medizinischen Untersuchungen in einem Spital auf der Nachbarinsel Martinique unterziehen, hieß es.
Hallyday ist seit Jahrzehnten der französische Star schlechthin. Seit Beginn seiner Künstlerkarriere in den 60er Jahren verkaufte er mehr als hundert Millionen Alben. Millionen Fans verfolgten besorgt seinen Gesundheitszustand, nachdem er im Dezember 2009 nach einer Bandscheibenoperation zweimal ins künstliche Koma versetzt werden musste. Er habe "dem Tod ins Auge geblickt", sagte Hallyday hinterher.
(APA/AFP)
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