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Alte Hits, aber kein Overall: Udo Huber ist zurück im Radio

31.08.2012 | 18:32 |  von Teresa Schaur-Wünsch (Die Presse)

Udo Huber war die Hitparadenstimme einer ganzen Generation, bevor er in der Versenkung verschwand. Jetzt ist er zurück – auf Radio Wien.

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Udo Huber? „656731“ sagt der Kollege aus dem Ressort. „656731“ weiß der Kollege, der das Layout für die Seite macht, sofort. Sie gehören zu jener Generation, der man Udo Huber nicht erklären muss. Für alle anderen: Udo Huber war der „Mr. Hitparade“ (mit oben genannter Hörer-Nummer) auf Ö3 zu Zeiten, als die Charts eben noch Hitparade hießen und der Club noch eine Disco war. Aus ebensolchen zwischen Großmugl, Zirl und Timelkam übertrug der ORF auch bald an Sonntagnachmittagen „Die Großen Zehn“, die mitunter eine Million Zuschauer hatten. Mehr, sagt Udo Huber, hatten in den Achtzigern nur die „ZiB“, „Dallas“ und der „Denver Clan“.

Dann ereilte ihn das Moderatorenschicksal. „Der damalige Intendant meinte, ich würde tolle Angebote bekommen, aber das hat alles nicht so funktioniert.“ Plan B hatte er keinen.

Udo Huber sitzt auf einem einsamen Sofa unter der Friedhofstribüne des Wiener Sportklubs, dessen Präsident er seit vier Jahren ist. Er ist braun gebrannt, hat weniger Haar als zu Zeiten, als er Reinhold Bilgeri zu dessen „Mäischn“ befragte; aber das ist nur von Vorteil, er hat immer noch genug. Und er sieht aufgeräumter aus als auf Fotos noch vor ein paar Jahren. Dabei wird ihn sein neues, altes Publikum fürs Erste nur hören. Ab 9. September moderiert er den „Radio Wien Hitsonntag mit Udo Huber“. Zuvor hatte man auch schon Rudi Klausnitzer wieder ans Mikro geholt; im ORF darf Peter Rapp auf Publikumswunsch hin wieder zur „Großen Chance“. Sich zu erinnern, sagt Huber, sei keine Schande. Und es gebe Untersuchungen, dass Menschen vertraute Stimmen gerne hören. Auch für ihn sei es „wie eine Heimkehr ins Funkhaus“ gewesen. „Die Fliesen im WC sind dieselben, die Türschnallen auch. Da ist gleich Vertrautheit da.“

Seit seinem Ausscheiden 1997 habe es „schon auch zache Zeiten gegeben“. Er verlegte sich auf Formel-1-Berichterstattung für die langsam aufkommenden Privatradios, moderierte fürs Privatradio, Regional- und Lokalfernsehen, Veranstaltungen. Eine andere Karriere habe er nie überlegt. „Dazu war ich zu sehr drinnen. Selbst wenn ich den Medizinnobelpreis bekäme, würden alle vom Mr. Hitparade schreiben. Es gibt schlimmere Schicksale.“

„Servas, wo ist der Overall?“ Auch das wird er heute noch gefragt. Hubers Overalls sind Legende. „Allen, denen die Gnade der rechtzeitigen Geburt zuteil war, hat sich der eingebrannt“, nickt er. „Dabei hab ich ihn in zehn Jahren Show nur in den ersten zehn Sendungen angehabt.“ Die Idee sei ihm bei einem Konzert von Roger Chapman gekommen. Dass er später „die tollsten Anzüge, Comme des Garçons, Jean Paul Gaultier“ getragen habe, ging irgendwie unter.


Bis vor vier Jahren lebte Huber in Dornbach, dann zog er mit seiner Frau in den Seewinkel, seither ist er begeisterter Burgenländer. Er radelt gern, schwimmt als Exmitglied des Nationalteams immer noch, ist rund hundertfacher Meister bei den Masters (wenngleich derzeit die Schulter streikt). Versucht, seinen Verein zu erhalten und den ältesten Fußballplatz Österreichs zu sanieren. Er zieht den Vorhang hinter dem Sofa zur Seite, zeigt die fleckige Wand: „Alles feucht.“ Von Society-Auftritten habe er sich bewusst ferngehalten. „Auch wenn es gut ist, ab und zu aufzutauchen, damit die Menschen wissen, dass man noch lebt.“

Auf einen Blick

Udo Huber (geboren 1955) wuchs in Wien-Dornbach auf, studierte zwei Semester Theaterwissenschaft, ehe er in der Ö1-Kultur anfing. Er war 23 Jahre beim ORF, moderierte Hitparade oder Studio 4 auf Ö3 und „Die Großen Zehn“. Ab 9. September präsentiert er auf Radio Wien „Fakten, Kuriositäten und eigene Anekdoten aus der Charts- und Musikgeschichte von den 60ern bis heute“. (Sonntags von 14 bis 16 Uhr.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2012)

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17 Kommentare
Gast: joe70
04.09.2012 08:13
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udo

.... der udo ist ganz in Ordnung !!

Peter Rapp mit Spotlight

http://www.youtube.com/watch?v=EVoffqksUhc

Das waren noch Zeiten!

Udo Huber & Peter Rapp

Beide hatten absolut geniale Musiksendungen, die keinerlei Nachfolger hatten!

Antworten Gast: x3
04.09.2012 15:30
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Re: Udo Huber & Peter Rapp

lässig war das "Department M" mit Udo Huber, so in den 90ern, da hat man viel erfahren über Musikgeschichte, war mal nicht Hitparade.

gut dad es internet radio gibt

da brauch ich den in österreich produzierten dreck nicht anzuhören und ich spar mir die gis gebühr ;)

Gast: blusbruda
01.09.2012 10:04
0 0

dea

hot aa n bluus!

Gast: xom
01.09.2012 08:50
1 1

dank udo huber...

verspuerte ich als erwachsener nie wieder das verlangen charts oder hitparaden mitzuverfolgen! danke udo fuer die gewonnene zeit.

Ich verdanke Udo Huber sehr viel!

Dank ihm, all den anderen Quasseltanten und der nervigen Werbung höre ich seit Jahrzehnten kein Radio mehr (Ö1 Journale ausgenommen).

P. S. Udo Du warst nie Cool!

gerade um...

grad um angestellte des orf braucht man sich nicht sorgen wie dieser presse archivbericht zeigt:

http://diepresse.com/home/kultur/medien/528329/ORFGehaelter-fast-doppelt-so-hoch-wie-Branchenschnitt-

ein riesen skandal meiner meinung nach. nehmen sich die einfach aus unserem gebührentopf willkürlich derart hohe gehälter heraus die nahezu dem doppelten des branchen-schnitts entsprechen. unfassbar. und dann jammerns wenn sie in finanzielle schiefalge geraten und lassen sich vom nationalrat einfach die werbezeiten verlängern. so funkioniert die finanzierung des staatsfunk in bananstan! wahnsinn! was sich die österreicher alles gefallen lassen ist erschreckend.

Einziger Fan

Emanuel Schwedenborg.

1 4

2Udo Huber war die Hitparadenstimme einer ganzen Generation"

Aber die ganze Generation war recht froh, als er endlich im Orkus verschwunden ist.

Gast: Parteienskeptiker
31.08.2012 20:46
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womit erwiesen ist


mit Parteibuch gehst Du nie unter. Die Genossen und Freunde erinneren sich deiner immer.

Absaufen kannst Du nur als echter ASVGler.

Von öS 50.000 monatlich (1992) auf € 450 pro Monat 2012.

Hätt´st was gelernt meinen sie - und können einem diesbezüglich nicht einmal das Wasser reichen. Mit 64 einen Dreck wert, während andere seit 10 Jahren in üppiger Pension leben.

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Re: womit erwiesen ist

Es erhebt sich die Frage wie sie mit laut ihrer Aussage 50000 Schilling jetzt nur 450.- Euro bekommen. Das müssen sie uns erklären.

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Re: womit erwiesen ist

Na wenns im Monat 50.000 verdient haben über X Jahre, dann werdes doch hoffentlich genug Geld auf der Seite haben um mit 64 nicht jammern zu müssen!

Wenn nicht, sind´s echt selber Schuld!

Antworten Antworten Gast: Parteienskeptiker
01.09.2012 12:52
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Re: Re: womit erwiesen ist

Schuld sind ohnehin immer alle selbst. Außer dann, wenn es JoeJo erwischt. Der hat nämlich etwas Besser verdient. An Pete weiter oben: Vom Key Account Manager (öS 50.000) nach Auflösung der österr. Niederlassung über Call Center Karriere bis zur prekären Beschäftigung mit € 450 netto pro Monat – derzeit unversichert, weil die SVA-Zwangsbeiträge höher lägen als das Einkommen (Zwangsselbständiger – im mietfreien Eigenheim). SO geht das im Sozialstaat Österreich, wo man für jede Stelle überqualifiziert sei - aber jeder Trottel im Staatsdienst ein Plätzchen vorfindet und ein Vielfaches kassiert.

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Re: Re: Re: womit erwiesen ist

Naja, offensichtlich haben Sie er vorgezogen jahrelang ein Spitzenverdiener zu sein und jetzt jammern Sie weil Sie nicht im Staatsdienst sind und die sind jetzt die Bösen weil Sie keinen Job mehr haben!

Machen Sie es sich nicht etwas zu leicht?
Wären Sie doch in den Staatsdienst eingetreten um 10.000 Schilling statt der 50.000...ah, das war Ihnen damals natürlich zu wenig...aber jetzt jammern...typisch!

Re: womit erwiesen ist

grad um angestellte des orf braucht man sich nicht sorgen wie dieser archivbericht zeigt:

http://diepresse.com/home/kultur/medien/528329/ORFGehaelter-fast-doppelt-so-hoch-wie-Branchenschnitt-

ein riesen skandal meiner meinung nach. nehemn sich die einfach aus unserem gebührentopf willkürlich derart hohe gehälter heraus die nahezu dem doppelten des branchen-schnitts entsprechen. unfassbar. und dann jammerns wenn sie in finanzielle schiefalge geraten und lassen sich vom nationalrat einfach die werbezeiten verlängern. so funkioniert die finanzierung des staatsfunk in bananstan! wahnsinn!