Literaturkritikerin Sigrid Löffler mokierte sich im „Falter“, dass Kaisers „Blasmusikpop“ „derzeit die Kritikfähigkeit der gesamten Branche lahmgelegt hat“ und warf der Autorin vor, ein biederes, harmloses Sittenbild eines hinterwäldlerischen Dorfidylls zu schildern. Dabei ist Kaisers Motiv für ihren Roman, so erzählt sie, eigentlich Rache gewesen. Und zwar Rache an dem Dorf, in dem sie mit ihren Eltern lebte, „in dem ich mich immer fehl am Platz gefühlt habe“. Das Schreiben des Romans habe dann aber das Gegenteil bewirkt: Sie hat Frieden mit den Dorfbewohnern schließen können.
Debüt: „Blasmusikpop“ (Kiepenheuer & Witsch, 490 Seiten)
Worum geht’s? Um das Dorf St. Peter am Anger und seine engstirnigen Bewohner, einen 25 Meter langen Bandwurm und Herodot.
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