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Jungautorinnen: Weiblich, jung, wortgewandt

06.09.2012 | 19:17 |  von Anna-Maria Wallner (Die Presse - Schaufenster)

Auffallend viele junge Frauen haben zuletzt hochgelobte Romane herausgebracht. Wir stellen fünf Jungautorinnen und ihre Werke vor.

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Wer ihnen zuhört, bekommt den Eindruck, es gäbe wenig Leichteres, als einen Roman zu veröffentlichen. Das Bücherjahr 2012 ist das der (sehr) jungen Frauen aus Österreich. Sie sind zwischen Anfang 20 und Anfang 30, leben meist in Wien, und ihre Romandebüts kommen bei Kritik und Lesern auffallend gut an. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen sich Autoren jahrelang bewähren mussten und erst nach und nach von der Kritik anerkannt wurden. Ebenso leicht lässt sich heute offenbar ein Verlag finden, der Mut hat, eine neue (und hübsche) Stimme aufzubauen. Den Eindruck bekommt zumindest, wer einige der österreichischen Jungautorinnen befragt.

Die 32-jährige Milena Michiko Flašar etwa sagt: „Ich hatte das Glück, entdeckt zu werden.“ Bei einer Lesung im Rahmen des „Blätterwirbels“ im St. Pöltner Landestheater saß im Publikum der damalige Verlagschef des Residenz Verlages, der sofort begeistert von ihr war. Kurz darauf erschien ihr Debütroman „[Ich bin]“, vier Jahre und noch ein Buch später zählt sie zu den bekanntesten jungen Autoren des Landes. Dazu beigetragen hat zuletzt auch die Nominierung für den Deutschen Buchpreis. Mit ihrem jüngsten Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ hat sie es auf die Longlist geschafft. Am 12. September werden aus den 20 gelisteten Romanen sechs für die Shortlist nominiert – und am Vorabend der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse wird der Preis verliehen. Professionelle Hilfe haben sich die beiden jüngsten Romandebütantinnen genommen: Cornelia Travnicek, 25, und Vea Kaiser, 24, haben Agenten für die Verlagssuche engagiert. Kaisers Agent sandte ihr Manuskript an „ein Dutzend Verlage“ – „und 18 Stunden, nachdem er auf senden gedrückt hatte, meldete sich Kiepenheuer & Witsch bei mir“, erzählt sie.

Jungautorinnen: Weiblich, jung, wortgewandt

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Einstieg durch Wettbewerbe. Ganz ohne Agent, deswegen aber nicht weniger schnell fand Anna Weidenholzer 2010 einen Welser Verleger für ihren ersten Erzählband. Zwei Jahre später ist nun ihr Debütroman „Der Winter tut den Fischen gut“ im Residenz Verlag erschienen.

Ein Geheimrezept für den Weg zur beachteten Schriftstellerin gibt es nicht, ein erfolgversprechender Einstieg ins Metier sind Literaturwettbewerbe oder Schreibschulen. Fast alle der jüngsten Nachwuchsautoren haben ihre ersten schreiberischen Schritte bei solchen Wettbewerben, etwa dem FM4-Wortlaut, gemacht. Einige haben früh um Schreibstipendien angesucht und mit dem Veröffentlichen von Kurzgeschichten begonnen. Wer immer wieder auffällt, wird irgendwann auch von der Verlagsbranche gesehen. So sind die Debütromane zwar die ersten für die Öffentlichkeit sichtbaren Texte, doch der Weg bis zum ersten eigenen gedruckten Buch ist noch immer mit jahrelangem Üben im Stillen verbunden.

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6 Kommentare
Gast: gastinger
15.09.2012 02:53
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Wahnsinn

Da gibts nicht mehr Proteststimmen gegen den Hauptschueler-Post von shakespeare?

Gast: shakespeare
07.09.2012 00:22
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weiss nicht

Frauenliteratur ist irgendwie fad, schal.

Zwar oft sehr detailliert und gut ausgearbeitet, mir fehlt allerdings oft die Freiheit der Erzählung; so wie wenn man mit angezogener Handbremse autofährt, irgendwie fehlt mir da die Originität.

Tja, wieviel nennenswerte Literatur der Weltgeschichte gibt es von Frauen?

Mir fehlt jetzt eigentlich keine ein, und der Welt hat das auch nicht gefehlt.

Die Romantik, die Antike, die Aufklärung fand völlig ohne Mitwirkung von frauen-Literatur statt.

Mir geht das nicht ab.

Sollen halt für Frauen schreiben; Frauen haben eben nicht den Tiefblick wie Männer, es wird oft nur an der Oberfläche gekratzt, die Welt in aller Tiefe zu erfassen bleibt eben Männern vorbehalten.
Viel Geschnatter mit wenig Tiefgang.

Autorinnen schreiben meistens über ihre eigenen Gefühle und Befindlichkeiten, für mehr fehlt es meistens; etwa gesellschaftliche oder höherstehende Probleme zu bearbeiten, das war immer Metier von Männern, Frauen fehlt da meist eben der Altruismus oder das Verständnis für Dinge die ihren eigenen Horizont übersteigen.

Masse kann eben Klasse nicht ersetzen, und hoch geförderte Frauenschreiberinnen im 5-stelligen Bereich können eben einen Goethe oder Shakespeare nicht ersetzen...

Bleibt bei Kochbüchern und Gender-literatur (mit Klagen über die UInterdrückung durch die bösen Männer). ist besser.

Antworten Gast: Toutlemonde
07.09.2012 14:54
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Re: weiss nicht

sylvia plath, jane bowles, Carson McCullers, christa wolf, Herta mueller, elfriede jelinek, friederike mayroecker et al. Ihr lieben jungs und maedis duerft gerne auch bei wandertagsliteratur bleiben, aber bitte unvorteilhafte kommentare wie all jene, die sich hier bislang versammeln vermeiden. Dankeschoen

Re: Re: weiss nicht

die Schreiben ist der Therapie Jelinek ...haha... der war gut, die ohne jeden Sinn schreibende Mayröcker ...haha... warum nicht gleich

wenn schon Frau, dann Bachmann, als einzige aus Österreich.

Re: weiss nicht

Absolut richtig, dass mehr Frauen veröffetnlicht werden, die mittelmäßige Literatuer schreiben, liegt auch daran, dass immer mehr Frauen in Verlagen arbeiten und anderen Literatureinrichtungen arbeiten und Frauen interessieren sich nun mal nur für Frauen.

was ich an der Uni an schlechten Frauenbüchern gelesen habe, die man in die Literaturliste aufgenommen hat, nur weil sie Frauen sind und die Lehrveranstalungsleitung ebenfalls ...

Nervige langweiliger Mist, dagegen ist sogar Stifters Nachsommer ein Thriller.


Antworten Gast: dodel
07.09.2012 09:38
0 1

Re: weiss nicht

dodel!